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"Wetten, dass...?": Alles wird gut

50 Cent setzte auf starke Autos, Robbie Williams flirtete mit den Fans und Thomas Gottschalk schäkerte mit Verona. Und auch der Fußball kam nicht zu kurz in Gottschalks 111. "Wetten dass…?"-Sendung.

Superstar Robbie Williams und Gangster-Rapper "50 Cent" lieferten sich mit Nationalmannschaftsstürmer Kevin Kuranyi und Alt-Star Günter Netzer auf der Bühne ein Fußballmatch. Thomas Gottschalk, 55, gab als kommentierender Torwart "Kerner und Kahn gleichzeitig". Mit Weltstars ganz gegensätzlicher Genres hat Gottschalk am Samstagabend in Europas erfolgreichster TV-Abendshow, "Wetten, dass...?", einen Bogen zwischen Gangster-Rap und Klassik gespannt. 12,8 Millionen Zuschauer (Marktanteil 40,8 Prozent) sahen das Spektakel aus der Düsseldorfer Messehalle.

Als der britische Popstar Williams in Mantel und Schal die Bühne betrat und seinen neuen Hit "Advertising Space" präsentierte, gingen Bodyguards in Stellung, um die Anhänger von der Erstürmung der Bühne abzuhalten. "Alles wird gut", raunte der Sänger auf deutsch, flirtete bejubelt von den 3500 Zuschauern in der Halle heftig mit seinen vielen weiblichen Fans und begrüßte anschließend den New Yorker Rapper 50 Cent alias Curtis Jackson auf Gottschalks Sofa: "Ich bin ein Fan von Dir."

Netzer bald in Gottschalk-Klamotten

50 Cent, als Freund schneller Luxusautos bekannt, setzte auf Motor- statt auf Pferdestärke, gewann seine Wette - ein Rennen zwischen Rallye-Rennwagen und Pferdekutsche - und kam so um 50 Liegestütze vor laufender Kamera herum. Seinen jungen Fans riet der berüchtigte Musiker, der sich in der Show eher schüchtern und brav gab, zu Ehrgeiz und Entschlossenheit. So könne jeder den Weg nach oben schaffen.

Weniger Glück hatte Günter Netzer: Er muss sich im März in exzentrischen Gottschalk-Klamotten bei einem Fußball-Benefizspiel der Öffentlichkeit zeigen.

Japaner ließen Verona hängen

Gleich zu Beginn der Sendung verriet Verona Pooth (ehemals Feldbusch), dass sie Gottschalk schon in "sexy Unterwäsche" in seiner Garderobe erwischt habe. Der blonde Moderator, vorweihnachtlich- festlich in einen Samtanzug mit Einstecktuch gewandet, nahm’s gelassen und wartete gespannt darauf, ob die von Pooth moderierte Stadtwette klappen würde: 250 Japaner sollten sich in der Altstadt versammeln und im Karaoke-Stil den Schlager "Wärst du doch in Düsseldorf geblieben" zum Besten geben.

Pooths eindringliche Appelle an die tausenden in Düsseldorf lebenden Japaner fruchteten nicht: Am Ende fanden sich nur 150 sangeswillige Menschen aus Fernost am Rhein ein. Gottschalk blieb ein eiskalter Wetteinsatz - ein Auftritt halbnackt auf einer Düsseldorfer Litfaß-Säule - erspart.

Schnapszahl für den Moderator

Wettkönige wurden vier Münchner Musiker, die Beatles-Hits nachspielten, in dem sie mit Besen die Bühne fegten. Zur Gaudi geriet auch die erfolgreiche Wette dreier Sauna-Freunde, mittels Finger in der feuchten Dusche Worte an die Wand zu schreiben, die allein am Gequietsche erkannt werden mussten.

Fast 25 Jahre nach ihrer ersten Ausstrahlung war die Sendung an den Ort ihrer Premiere zurückgekehrt: Am 14. Februar 1981 hatte Frank Elstner in der Landeshauptstadt die erste "Wetten, dass…?"- Show moderiert. Für Gottschalk war es die 111. Sendung.

Frank Christiansen/DPA / DPA