Der zweifache Oscar-Preisträger Adrien wollte sich mit seiner drastischen Methode besser in die Rolle hineinzuversetzen. „Es ist natürlich einsam“, sagte der Schauspieler der US-Zeitschrift „Interview Magazine“. „Aber ich spiele einen Mann, der noch viel tiefer in dieser Isolation lebte. Was ich erlebe, kratzt nur an der Oberfläche.“
Im Theaterstück porträtiert Brody den Amerikaner Nick Yarris, der unschuldig im Todesgefängnis landet und dort 20 Jahre lang festsitzt. Für solche Rollen sei es notwendig, auf gewisse Freiheiten zu verzichten.
Noch extremer habe er das für die Rolle des jüdischen Musikers Wladyslaw Szpilman im Film „Der Pianist“ getan, sagte der Schauspieler. Damals sei er aus seinem Haus ausgezogen, habe das Telefon gänzlich abgestellt, Klavier spielen gelernt und eine Hungerdiät gemacht. Diese Maßnahme habe auch seine zwischenmenschlichen Beziehungen belastet.
Zwei Oscars für Adrien Brody
Mit seiner extremen Hingabe zur Schauspielerei gewann Brody zwei Oscars: Einmal 2003 für den besten Hauptdarsteller im besagten „Der Pianist“. 2025 kam für seine Rolle als jüdischer Architekt im Drama „Der Brutalist“ die zweite Trophäe dazu.
Brody ist seit Jahren mit der britischen Mode-Designerin Georgina Chapman (50) zusammen, die aus ihrer früheren Ehe mit Harvey Weinstein zwei Kinder hat. Sie hatte sich von dem Hollywood-Produzenten getrennt, nachdem 2017 Anschuldigungen gegen Weinstein wegen sexueller Übergriffe öffentlich geworden waren.
Das Broadway-Stück „The Fear of 13“ ist noch bis Mitte Juli in New York zu sehen. Zuvor hatte die Produktion einen erfolgreichen Lauf in London.