Kiefer Sutherland (59) hat die verbleibenden Termine seiner US-Tour kurzfristig gestrichen. Das bestätigte der Schauspieler und Musiker in einer Mitteilung auf Instagram. Als Grund nannte er "sehr niedrige Ticketverkäufe".
"Mit großer Enttäuschung muss ich die US-Tour absagen", erklärte Sutherland. Es sei seiner Meinung nach "nicht fair gegenüber den Fans oder den Venues", vor halbleeren Sälen aufzutreten. Die Entscheidung betreffe ausschließlich die USA, während Konzerte in Großbritannien und Irland weiterhin stattfinden sollen.
Zu geringe Nachfrage
In seinem Statement betonte Sutherland, er hoffe, zu einem späteren Zeitpunkt wieder in die USA zurückzukehren. Bereits gekaufte Tickets würden vollständig erstattet. Die Kommunikation an die Fans erfolgte direkt über seine Social-Media-Kanäle.
Der Musiker befindet sich derzeit mit seiner Tour zum neuen Album "Grey" auf internationaler Bühne. Während die Europakonzerte offenbar gut besucht waren, blieb die Nachfrage in den USA deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Der Kanadier wurde vor allem als Hauptdarsteller der Erfolgsserie "24" bekannt, verfolgt jedoch seit Jahren auch eine Musikkarriere im Country- und Americana-Bereich. Mit dem kommenden Album "Grey" veröffentlicht er Ende Mai bereits sein viertes Studioalbum.
Viele Tourabsagen in letzter Zeit
Die Absage reiht sich in eine Reihe ähnlicher Fälle ein, in denen Tourneen aufgrund von Ticketverkäufen oder Produktionskosten angepasst wurden. Unter anderem strichen die Pussycat Dolls kürzlich große Teile ihrer "PCD Forever Tour" - offenbar auch aufgrund von teilweise massiven Leerständen in Arenen. Auch Artists wie Meghan Trainor, Zayn Malik und Post Malone sagten Teile oder einzelne Shows ihrer Tourneen ab.
Das Phänomen wird in der Branche inzwischen oft als "Blue Dot Fever" bezeichnet - ein Hinweis auf die vielen freien Plätze in Sitzplänen bei der Ticketplattform Ticketmaster. Gründe für die Häufung solcher Fälle dürften stark gestiegene Ticketpreise, hohe Arena-Kosten sowie eine überschätzte Fanbase bei Mid-Level-Acts sein.
Kiefer Sutherland selbst kündigte an, seine US-Konzerte zu einem späteren Zeitpunkt "unter besseren Bedingungen" nachholen zu wollen.