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Großaufnahme: 15 Dinge, die Sie über Bill Murray wissen müssen

Wussten Sie, dass Bill Murray zwar sechs Kinder aus zwei Ehen, dafür aber keinen Manager und Agenten hat? Wir verraten 15 Fakten über den Schauspieler, der jetzt mit "Rock the Kasbah"  in die Kinos kommt.

Bill Murray

Ist ein schräger Vogel: Bill Murray

•In seinem neuen Film "Rock The Kasbah" entdeckt als Musikmanager Richie Lanz in einem afghanischen Dorf ein junges Mädchen mit einer fantastischen Stimme und will es bei einem nationalen Talentwettbewerb unterbringen. Was den ultrakonservativen Muslimen erwartungsgemäß sauer aufstößt. Barry Levinsons Komödie ist inspiriert von einem weniger lustigen Fall: 2007 trat die junge Setara Hussainzada bei der afghanischen Ausgabe von "American Idol“ auf, wo sie für einige Sekunden ihr Kopftuch lüftete. Sie musste anschließend um ihr Leben fürchten.

•Er wurde am 21. September 1950 als fünftes von neun Kindern geboren und wuchs auf in Wilmette, einem Vorort von . Sein Vater Edward Joseph war Holzhändler, seine Mutter Lucille Postangestellte.

•Drei seiner Brüder, John, Joel und Brian, sind ebenfalls Schauspieler. Die vier spielten 1988 zusammen in der "Die Geister, die ich rief".

•Auf Vermittlung seines älteren Bruders Brian heuerte Murray bei der Chicagoer Comedytruppe "The Second City" an. 1974 holte ihn zur "National Lampoon Radio Hour", wo er Dan Aykroyd und Gilda Radner traf. Diese drei waren die Keimzelle der legendären "Saturday Night Live"-Crew.

•Murray arbeitete wie einige seiner Brüder in jungen Jahren als Caddy und spielt selbst sehr gut Golf. Er nahm an zahlreichen Amateurturnieren teil.

•Er ist großer Fan des Baseballteams Chicago Cubs und besitzt Anteile diverser Amateurteams.

•Für das Serienfinale der "Second City" TV-Show 1982 drehte er, bis zur Unkenntlichkeit als Baseball-Legende Joe DiMaggio verkleidet, eine wunderbare Parodie auf einen Restaurant-Werbespot.

•Murray hat sechs Kinder aus zwei Ehen. Mit Margaret Kelly (1981 – 1994) hat er die Söhne Homer (33) und Luke (21), mit Jennifer Butler (1997 – 2008) vier Söhne: Caleb (23), Jackson (20), Cooper (19) und Lincoln (14).

•Er hat seit Jahren keinen Agenten oder Manager. Wer ihn engagieren möchte, muss entweder eine geheime Telefonnumer anrufen und eine Nachricht hinterlassen oder ihn über Freunde kontaktieren. "Ich erinnere mich noch, als ich mal zu Hause lag, mich entspannen wollte und das Telefon ungefähr 75 Mal klingelte", erzählt er. "Es war das Büro meines Agenten. Da dachte ich mir: Wer braucht jemanden, dessen Job es ist, dich in den Wahnsninn zu treiben?"

•So musste auch Sofia Coppola auf die Beziehungen ihres Vaters Francis Ford Coppola zurückgreifen, um Murray für den Part des Bob Harris in "Lost in Translation" zu bekommen, den sie eigens für ihn geschrieben hatte. Es lohnte sich. Er sagte sofort zu, der Film ist einer seiner schönsten und brachte ihm seine bisher einzige Oscarnominierung ein. Er gewann dafür auch seinen einzigen Golden Globe, für den er insgesamt sechsmal nominiert war.

•Murray ist ein leidenschaftlicher Karaoke-Liebhaber, was er ja bekanntermaßen in diesem Film ausleben durfte. 2012 tauchte er einmal unvermittelt in der New Yorker Bar "Karaoke One 7" auf und sprengte eine Gesangsrunde mit einer beeindruckenden Interpretation von Elvis Presleys "His Latest Flame".

•Für derartige Überraschungseinlagen ist Murray beliebt berüchtigt. 2006 saß er mal in einer Bar in Schottland und wurde von einer Studentin namens Lykke Stavneg angesprochen, ob er nicht Lust hätte, mit auf eine Party zu kommen, zu der sie eingeladen sei. Er sagte zu. Und half, bevor er wieder ging, noch beim Abwasch mit.

Das sagt er:
"Ich mache nur das, worauf ich Lust habe. Es gibt keinen Plan."

Das sagen andere:
"Bill Murray ist die Idealvorstellung vom coolen, verrückten Onkel, der unerwartet auftaucht, alle mit seinem Charme einwickelt und gleichzeitig für Verwirrung sorgt." ("Telegraph")

•Bill Murray für Einsteiger:

"Caddyshack" (1980)
"Ghostbusters" (1984)
"... und täglich grüßt das Murmeltier" (1993)
"Rushmore" (1998)
"Die Royal Tennenbaums" (2001)
"Lost in Translation" (2003)
"Broken Flowers" (2005)
"Olive Kitterridge" (2014)

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