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Bond-Bösewicht: Nordkorea wegen James-Bond-Film schwer beleidigt

Die Rolle als neuer Welt-Finsterling gefällt aber auch den Südkoreanern nicht. Die Sexszenen in einem buddhistischen Tempel werden ebenfalls als anstößig empfunden.

Das kommunistische Nordkorea hat den neuen James- Bond-Film «Stirb an einem anderen Tag» als eine Beleidigung für alle Koreaner bezeichnet. Das nordkoreanische «Komitee für die Friedliche Wiedervereinigung des Vaterlandes» forderte am Samstag die USA in einer Erklärung auf, den Film unverzüglich zurückzunehmen. Er sei eine «schmutzige und verwünschte Posse, durch die (Nordkorea) verleumdet und das koreanische Volk beleidigt» werde.

In dem Film steuert der von Pierce Brosnan gespielte britische Agent «007» ein Luftkissenfahrzeug durch die schwer bewachte innerkoreanische Grenze. Er fällt Nordkorea in die Hände, wo er gefoltert und erst nach mehr als einem Jahr bei einem Gefangenenaustausch frei kommt.

Der Film-Hit des MGM-Studios beweise deutlich, dass die USA «die Wurzel aller Katastrophen und Unglücke der koreanischen Nation» und «ein Reich es Bösen» sei, hieß es in der von der amtlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung.

Auch in Südkorea, wo der Film noch nicht angelaufen ist, stieß er bereits auf Kritik. Dort wird besonders eine Sexszene in einem buddhistischen Tempel als anstößig empfunden. Im Internet riefen zahlreiche Südkoreaner zum Boykott des Streifens auf, da er die koreanische Kultur ignoriere.

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