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Critics Choice Awards: Weiß ist das neue Schwarz - Hollywood protestiert weiter

Zu den Golden Globes waren sie noch in Schwarz gekommen. Bei den Critics Choice Awards setzten die Hollywood-Schauspielerinnen ihren Protest gegen Sexismus fort und trugen Weiß. Grund zur Freude hatte an dem Abend auch eine Deutsche.

Diane Kruger

Wie viele Filmstars trug auch Diane Kruger bei der Verleihung der Critics Choice Awards weiß. Damit setzte Hollywood den Protest gegen Sexismus fort.

Auf dem roten Teppich strahlt die Deutsche - und sie hat allen Grund dazu. Kruger spielt die Hauptrolle in Fatih Akins NSU-Drama "Aus dem Nichts", das am Sonntag den Golden Globe erhielt und nun auch mit dem Critics Choice Award ausgezeichnet wurde. In Abwesenheit von Akin nahm Kruger später den Preis entgegen.

Aus Protest gegen den Sexismus in der Filmbranche war die Hollywood-Elite diesmal in Weiß erschienen: Am Donnerstagabend wurden in Santa Monica die Critics Choice Awards vergeben. Ausgewählt werden die Preisträger von den mehr als 300 Mitgliedern des Kritikerverbands Broadcast Film Critics Association aus den USA und Kanada. Großer Gewinner des Abends war das Fantasy-Märchen "Shape of Water - Das Flüstern des Wassers" von Guillermo del Toro, das die Preise als bester Film, sowie für Regie, Szenenbild und Filmmusik erhielt. Auch Fatih Akin kann sich freuen: Sein NSU-Drama "Aus dem Nichts" wurde erneut ausgezeichnet. Weil er persönlich nicht anwesend war, nahm Hauptdarstellerin Diane Kruger den Preis entgegen.


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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo