Daniel Craig im Interview Über die Bürde James Bond zu sein

Wollten Sie jemals James Bond im wahren Leben sein?
 
Um Gottes Willen, nein! Und wenn ich es wollte, wäre ich sicherlich etwas durchgeknallt. Bond hat nicht wirklich etwas mit meinem Leben zu tun. Abgesehen von all den schönen Sachen, die ich aufgrund dieser Rolle tun kann. Aber wenn ich nach Hause gehe, bleibt er bei der Arbeit.
 
Was war diesmal die schmerzhafteste Szene?
 
Der Kampf auf dem Zug mit David Batista war sehr kompliziert und sehr körperbetont. Allein schon, weil er so unglaublich groß ist. Wir probten den Kampf sechs Wochen vor dem Dreh und die Kamera war dabei immer so nah, so dass wir ihn nicht faken konnten. Ich musste da durch. Ich habe mich auch etwas verletzt, musste operiert werden und ging dann zurück ins Set. Es ging schon alles irgendwie schief, aber es war harte Arbeit. Es ist halt eine sehr körperbetonte Rolle. Ich bin kein Athlet oder ein Profi-Sportler, aber ich fühle mit denen. Egal, wie durchtrainiert man ist, irgendwann verletzt man sich halt.
 
Würden Sie mit Bond etwas trinken gehen?
 
Ja, ich glaube schon. Ich würde ihn gerne einladen. Ich hatte das große Glück echte James Bonds kennenzulernen. Die sind wirklich beeindruckend. Man hofft halt, dass bei „Intelligence“ intelligente Leute rumlaufen. Und zum Glück ist das der Fall.
 
Haben Sie sich je gewünscht, mal der Bond-Gegner zu sein?
 
Nein, nie. Ich hatte Bond nicht mal auf den Schirm, als mir die Rolle angeboten wurde. Entsprechend überrascht war ich damals. Ich habe mir nie vorgestellt, in einem Bondfilm zu sein.
 
Was war das erste, das sie nach dem Dreh getan haben?
 
Das merkwürdige an einem Film ist, man denkt, es gibt einen letzten Tag. Aber den gibt es nicht. Drehs laufen eher langsam aus. An einem Tag arbeitet man mit 200 Leuten, am nächsten mit 80 und dann plötzlich nur mit vier, um einzelne Szenen nachzudrehen und das ist dann der Schluss. Ich will nichts verraten, aber als wir in Marokko drehten, hatten wir unseren letzten Tag der Hauptdrehzeit. Und dann haben wir gefeiert. Wir gingen aus und betranken uns. 
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