DEUTSCHER FILMPREIS »Nirgendwo in Afrika« räumte ab


Das Drama einer in den 30er Jahren nach Kenia emigrierten deutsch-jüdischen Familie wurde am Freitagabend in Berlin mit fünf goldenen Lolas gekrönt.

Die Regisseurin Caroline Link und ihre Familiensaga »Nirgendwo in Afrika« sind die großen Sieger beim 52. Deutschen Filmpreis. Das Drama einer in den 30er Jahren nach Kenia emigrierten deutsch-jüdischen Familie wurde am Freitagabend in Berlin mit fünf goldenen Lolas gekrönt.

Sonderpreis für Bully Herbig

Neben dem mit 500 000 Euro dotierten Preis für den besten Film wurde Link auch mit der goldenen Lola (10 000 Euro) für die beste Regie ausgezeichnet. Gold ging außerdem an Matthias Habich als bester Nebendarsteller sowie Niki Reiser für die Musik und Gernot Roll für die Kameraarbeit. Bester Hauptdarsteller wurde Daniel Brühl, der an diesem Tag seinen 24. Geburtstag feierte. Michael »Bully« Herbig konnte für seinen Kassenknüller »Der Schuh des Manitu« einen Sonderpreis sowie den undotierten Publikumspreis mit nach Hause nehmen.

Silberne Lolas (je 400 000 Euro) gingen an die ostdeutsche Milieu-Studie »Halbe Treppe« von Andreas Dresen (»Nachtgestalten«) sowie an »Heaven« von Tom Tykwer,(»Lola rennt«), der die Liebesbeziehung einer Attentäterin zu einem Polizisten erzählt. Mit Preisgeldern von 2,8 Millionen Euro wurden 14 goldene und zwei silberne Lolas für Kinoproduktionen des vergangenen Jahres vergeben.

Bundeskanzler Gerhard Schröder sprach der Kinoindustrie Mut zu. Der deutsche Film sei »auf der Erfolgsspur«.


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