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Neu im Kino Angelina Jolie beim Scheitern zusehen


Diese Woche gibt es Frauen, die hart im Nehmen sind, süchtige Männer und schwererziehbare Eltern. Und wem das nicht reicht, der kann ja mit "Annie" singen.
Von Sophie Albers Ben Chamo und Nicky Wong

"Unbroken"

Wen Sie kennen könnten: Hollywoodstar Angelina Jolie

Die Geschichte in einem Satz:

USA, Zweiter Weltkrieg: Langstreckenlauftalent Louis Zamperini muss als Bomberschütze in den Krieg, endet in japanischer Gefangenschaft und muss sadistische Folterungen über sich ergehen lassen.

Geschwister im Kinoversum:

"Flags of our Fathers"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Müssen Sie ehrlich gesagt nicht. Angelina Jolie hat einen sehr altmodischen Kriegsfilm geschaffen, bei dem sie sich viel von Clint Eastwood abgeguckt hat. Eigentlich soll es um Vergebung gehen, doch ist man nach Zamperinis Martyrium alles andere als versöhnlich gestimmt. Da helfen auch die ganzen christlichen Metaphern nichts, die Jolie im Film verteilt hat.

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"Der große Trip - Wild"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Reese Witherspoon ("Walk the Line") und Laura Dern ("Jurassic Park")

Die Geschichte in einem Satz:

Die ehemals heroinsüchtige Cheryl begibt sich - ziemlich unvorbereitet - auf den 2000 Kilometer langen Pacific-Crest-Trail, um mit jedem Schritt ein Stück ihres verkorksten Lebens hinter sich zu lassen.

Geschwister im Kinoversum:

der deutlich beeindruckendere "Tracks"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil wir alle so gern "dann mal weg" wären, aber wer macht das schon im wirklichen Leben.

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"Annie"

Wen Sie kennen könnten: die Darsteller Quvenzhané Wallis ("Beasts of the Southern Wild"), Cameron Diaz ("Verrückt nach Mary") und Jamie Foxx ("Ray")

Die Geschichte in einem Satz:

Waisenkind Annie wird kurzerhand vom Politiker Will Stacks adoptiert, weil der damit seine politische Karriere zu beschleunigen hofft, doch bringt das Kind noch ganz anderes mit sich .

Geschwister im Kinoversum:

Das Original von 1982 "Annie"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weiß ich auch nicht. Abgesehen von der wunderbaren Quvenzhané Wallis gibt es nicht viel zu sehen.

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"Frau Müller muss weg"

Wen Sie kennen könnten: Regisseur Sönke Wortmann ("Das Wunder von Bern") und die Darsteller Anke Engelke ("Vom Suchen und Finden der Liebe") und Ken Duken ("Das Adlon. Eine Familiensaga")

Die Geschichte in einem Satz:

Weil ihre Kinder mit grottigen Noten nach Hause kommen, stellen ein paar Eltern Lehrerin Müller zur Rede, doch die lässt sich das nicht bieten, und die ehrgeizigen Eltern geraten in Erklärungsnot.

Geschwister im Kinoversum:

"Der Gott des Gemetzels"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie auch keine Lust mehr auf Elternabende haben.

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"The Gambler"

Wen Sie kennen könnten: Mark Wahlberg ("Pain & Gain"), Jessica Lange ("Big Fish") und John Goodman ("The Big Lebowski")

Die Geschichte in einem Satz:

Literaturprofessor Jim Bennett ist spielsüchtig und schuldet den falschen Leuten eine Menge Geld, bis Kredithai Frank ein auffällig starkes Interesse an Bennetts Zukunft bekundet.

Geschwister im Kinoversum:

"Runner Runner"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil man sich die Kombination "Literaturprofessor" und "Mark Wahlberg" einfach angucken muss. Aber das kann man eigentlich später auch in den "besten Szenen" auf Youtube.

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"Get - Der Prozess der Viviane Amsalem"

Wen Sie kennen könnten: das unvergessliche Gesicht der Schauspielerin Ronit Elkabetz

Die Geschichte in einem Satz:

Viviane Amsalem will sich von ihrem Mann scheiden lassen, doch weil jede in Israel geschlossene Ehe eine religiöse ist, müssen ihr Gatte und vor allem das Rabbiner-Gericht zustimmen, woraufhin Viviane einen jahrelangen Kampf um ihre Freiheit bestreiten muss.

Geschwister im Kinoversum:

"Nader und Simin"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Ronit Elkabetz eine Löwin der Leinwand ist, die sogar aus dieser traurigen Geschichte noch ein paar Lacher herausholt. Und weil "Get" hochaktuell die Spaltung der israelischen Gesellschaft in Säkulare und Religiöse beschreibt.

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"Schändung"

Wen Sie kennen könnten: Bestsellerautor Jussi Adler-Olsen

Die Geschichte in einem Satz:

1994 werden die Leichen eines brutal zugerichteten Geschwisterpaars gefunden, Jahre später wird auch der Vater getötet, so dass Vizekriminalkommissar Carl Mørck trotz eines geständigen Mannes den Fall wieder aufrollt.

Geschwister im Kinoversum:

"Verblendung"

Warum Sie den Film sehen sollten:

Weil Sie Adler-Olsens Thriller lieben. Oder fiese Thriller ganz allgemein.

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