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Thriller: Spurwechsel

Der Film "Spurwechsel" von Regisseur Roger Michell zeigt anhand eines Verkehrsunfalls, wie ein nur kleines Ereignis das Leben eines Menschen komplett aus der Bahn zu werfen vermag.

Der Film "Spurwechsel" von Regisseur Roger Michell zeigt überdeutlich, dass es nur weniger, kleiner Ereignisse bedarf, um das Leben eines Menschen komplett aus der Bahn zu werfen. Im Film rauschen der weiße Anwalt Gavin Banek (Ben Affleck) und der schwarze Versicherungsvertreter Doyle Gipson (Samuel L. Jackson) in New York mit ihren Autos zusammen. Beide haben es extrem eilig: Banek muss ein wichtiges Dokument abliefern. Gipson hingegen muss in einem Sorgerechtsprozess erscheinen.

Die beiden Verkehrsteilnehmer kommen aus völlig unterschiedlichen Welten: Gipson will alles korrekt abwickeln, während Banel ihm nur einen Blankoscheck in die Hand drückt. Am Schluss lässt der Anwalt den Vertreter einfach stehen, um sein Dokument abzuliefern, das seine Firma Treuhändler über ein 100 Millionen schweres Stiftungsvermögen werden lässt. Zu dumm, dass das Dokument aber bei Gipson gelandet ist.

Beide Männer verpassen ihre Termine und beginnen einen Rachefeldzug. Gavin lässt Doyles Bankdaten löschen. Und Doyle manipuliert Gavins Auto. Immer höher schaukeln sich die Wellen der Gewalt: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ben Affleck und Samuel L. Jackson spielen ihre Rollen mit Bravour. Der Zuschauer versucht derweil, einen Favoriten im Kampf der beiden Männer zu finden und muss schließlich feststellen, dass vielleicht beide moralisch nicht zum Helden taugen.

Der Film ist solide erzählt und hebt die Spannung immer höher. Das Ende setzt dem Drama die passende Krone auf. Wie es sich für einen A-Film gehört, sind Bild und Ton auf der DVD erstklassig. Paramount hat der Scheibe sogar ein paar Extras spendiert. So gibt es einen Kommentar des Regisseurs, ein Making of des Films, ein Featurette aus der Sicht der Autoren sowie entfernte und zusätzliche Szenen.

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Carsten Scheibe