VG-Wort Pixel

Erfolgreiches Crowdfunding Fan-Millionen für "Veronica Mars"-Fortsetzung


Diese zwei Millionen Dollar könnten die Filmfinanzierung verändern. Der Macher von "Veronica Mars" brauchte nur zehn Stunden, um im Internet das Geld für eine Fortsetzung der Serie zu sammeln.

So zeigen Fans ihre Macht: Das Projekt, aus der vor Jahren abgesetzten TV-Serie "Veronica Mars" einen Film zu machen, bekam im Internet an einem halben Tag die geforderten zwei Millionen Dollar zusammen. Bei der Online-Plattform "Kickstarter" sagten bis Donnerstagmorgen mehr als 40.000 Menschen ihre Unterstützung mit einem Betrag von über 2,4 Millionen Dollar (1,8 Millionen Euro) zu. Der Film solle Anfang 2014 erscheinen, kündigte Serien-Macher Rob Thomas an. Hauptdarstellerin Kristen Bell ist mit an Bord. Das Hollywood-Studio Warner Bros. hatte sich lange gegen eine Filmversion gesperrt und wollte nur für Verleih und Marketing aufkommen. Doch der Konzern hatte seine Unterstützung zugesagt, wenn das Finanzierungsziel erreicht werde, schrieb Thomas.

Bei der Plattform "Kickstarter" können Unternehmer Geld von künftigen Kunden einsammeln, um ihre Projekte zu finanzieren. Oft sind es technische Geräte oder Accessoires - zuletzt machte etwa die "smarte Uhr" Pebble von sich reden. Auch der Spieleentwickler Peter Molyneux sammelte dort die benötigten 450.000 Dollar für sein neues Computerspiel "Godus" ein und die Musikerin Amanda Palmer bekam mehr als eine Million Dollar für ihr neues Album zusammen.

Sprecherrollen gegen hohe Spenden

"Veronica Mars" ist eine US-Serie über eine junge Hobby-Detektivin, die in einer Kleinstadt mysteriösen Fällen und einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Die Serie lief 2007 nach drei Staffeln aus. Rob Thomas will die Dreharbeiten für den Film nun im Sommer beginnen, damit der Film 2014 in die Kinos kommen kann. Er hatte ursprünglich 30 Tage vorgesehen, um das Finanzierungsziel von zwei Millionen Dollar zu erreichen.

Die "Veronica Mars"-Crew hat ihrer Freude über den überraschenden Erfolg bereits via Twitter Ausdruck verliehen. Thomas selbst schrieb: "Hallelujah! Wir haben grünes Licht, meine Freunde. Ich liebe euch alle, aber vor allem die unter euch, die gespendet haben." Bell schwärmte ihrerseits: "Ich liebe euch, Leute. Ihr seid alle SO spektakulär. Ich bin sprachlos."

Wie bei Kickstarter-Projekten üblich, werden höhere Zuwendungen mit Sonder-Leistungen belohnt. So bekam ein Fan, der mindestens 10.000 Dollar zusagte, eine Sprechrolle in dem geplanten Film - als Kellner oder Kellnerin. Ab 6500 Dollar konnte man den Namen einer Figur bestimmen und für 5000 Dollar gab es eine Sondervorführung mit bis zu 50 Freunden. Wer 10 Dollar spendete, bekommt immerhin den Text des Original-Drehbuchs zugeschickt.

kgi/DPA/Bang DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker