Filmjahr 2004 Hollywood bricht Kassenrekord


Hollywood hat mit Einnahmen von rund 9,4 Milliarden Dollar an Amerikas Kinokassen seinen Rekord aus dem Jahr 2002 gebrochen - obwohl weniger Zuschauer in die Kinos kamen.

Das zurückliegende Jahr war für Hollywood ein Rekordjahr: 9,4 Milliarden Dollar spielte die Filmbranche in den Kinos ein und übertraf damit den Rekord aus dem Jahr 2002. Allerdings gelang das nach Branchenangaben nur durch eine Erhöhung der Eintrittspreise. Die Zuschauerzahlen gingen im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,7 Prozent zurück.

Zum Erfolg trugen zwei der ungewöhnlichsten Filme in der US-Kinogeschichte bei - Mel Gibsons blutig-brutale Darstellung des Leidenswegs Jesu "Die Passion Christi" und Michael Moores weitgehend propagandistische Satire auf US-Präsident George W. Bush "Fahrenheit 9/11". Zusammen spielten allein diese Filme fast eine halbe Milliarde Dollar ein. Im vergangenen Jahr war Hollywoods Gesamtergebnis an den US-Kinokassen nach 9,32 Milliarden Dollar in 2002 auf 9,27 Milliarden Dollar leicht gesunken.

Gibson schaffte mit seinem Jesus-Film gar Platz 2 der Jahres-Charts hinter dem fröhlichen Animationsfilm "Shrek 2", der allein 436 Millionen Dollar in die US-Kinokassen brachte. Auf den dritten Rang kam "Spider-Man 2".

Fortsetzung über Neujahr vorn

Sieger des Neujahrswochenendes war, wie bereits zu Weihnachten, die Familienkomödie "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich". In der Fortsetzung von "Meine Braut, ihr Vater und ich" spielen unter anderem die Altstars Robert De Niro, Barbra Streisand und Dustin Hoffman ihr komödiantisches Talent voll aus. In Deutschland läuft der Film mit Benn Stiller und Teri Polo, die nun trotz ihrer gänzlich unterschiedlichen Elternhäuser unter die Haube kommen, am 17. Februar an.

Platz 2 der Wochenendcharts konnte "Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse" behaupten. Dieser herrlich-skurrile Kinder- und Familienfilm mit Jim Carrey, Jude Law und Meryl Streep läuft am 27. Januar in deutschen Kinos an. Die liebevoll editierte Buchvorlage ist bereits in mehreren Folgen unter dem Serientitel "Lemony Snicket - Eine Reihe betrüblicher Ereignisse" im Manhattan-Verlag erschienen.

Auf den dritten Rang schaffte es Martin Scorseses "Aviator" - ein Zweineinhalb-Stunden-Epos über den amerikanischen Flug- und Filmpionier Howard Hughes. Der Film mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle sowie Cate Blanchett als Katharine Hepburn und Kate Beckinsale als Ava Gardner wurde für sechs Golden Globes nominiert und gilt bereits als Oscar-Favorit. Deutscher Kinostart ist der 20. Januar.

Mit Material von DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker