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Der Film, den wir nie sehen werden: John Malkovich hat eine Schnapsidee

John Malkovich und Robert Rodriguez haben für einen Cognac-Hersteller einen Film gedreht, der 100 Jahre lang unter Verschluss bleiben soll. Wie der Schnaps eben. Ein paar Bilder gibt es aber doch schon. Schließlich ist es Werbung.

Von Sophie "de Valmont" Albers Ben Chamo

Shuya Chang und John Malkovich im Werbefilm "100 Years"

Shuya Chang und John Malkovich im Werbefilm "100 Years"

Herzlichen Glückwunsch, Fred & Farid. So heißt die Werbeagentur, die die brillante Schnapsidee hatte, Robert Rodriguez ("From Dusk til Dawn") mit John Malkovich ("R.E.D.") einen Film drehen zu lassen, den keiner von uns sehen wird, weil er erst in hundert Jahren auf den Markt kommt. So wie der Schnaps, für den dieser Film werben soll: 100 Years - The movie you'll never see. Der Plan ist aufgegangen. Alle schreiben drüber. Das Netz ist entzückt.

Denn auch wenn es nur schnöde Werbung ist, immerhin welche mit Vision. John Malkovich hat das Drehbuch geschrieben. Und es wurde Geld in die Hand genommen: angeblich im siebenstelligen Bereich. Ob am oberen oder unteren Ende ist allerdings nicht bekannt. Auch was im Film genau passiert, ist ein Geheimnis. Nur so viel hat Malkovich verraten: Er habe sich die Erde in hundert Jahren vorgestellt. Und Rodriguez fügte hinzu: Der Film spiele heute, sei sehr elegant und emotional aufgeladen. Drei Trailer gibt es, die unserer Fantasie auf die Sprünge helfen sollen. Und die zeigen gleich drei mögliche Utopien: die Erde ist durchcomputerisiert, die Erde ist so kaputt, dass die Natur übernimmt, die Erde findet den Retro-Stil der 40er Jahre super.

Malkovichs drei Visionen der Zukunft 


Angeblich kennen weder Malkovich noch Rodriguez den fertigen Film. Der Regisseur habe einen Rohschnitt abgeliefert, dem die Spezialeffekte fehlten. Nach Vervollständigung sei das Werk dann sogleich in einen Safe geschlossen worden, der nun auf Welttour gehen soll, an deren Ende er im schönen Cognac in Frankreich landet, wo er dann hundert Jahre herumsteht. Wenn alles nach Plan läuft. Eben wie der Cognac Louis XIII, den Malkovich im Trailer so begeistert anstarrt.

Versilberte Kinokarten für die Enkel

"Der Kellermeister arbeitet an etwas, das erst 2115 fertig sein wird", zitiert Adweek den Louis XIII-Pressesprecher Ludovic du Plessis. "Er wird sein Geschöpf nie sehen. Er arbeitet für Menschen, die noch nicht geboren sind. Das ist beeindruckend und unsere Quelle der Inspiration. Und das war auch die Quelle der kreativen Inspiration für unseren Film."

Und ob Sie es glauben oder nicht, es gibt schon Kinokarten. Angeblich versilberte Tickets, die "besonders einflussreiche Menschen" ihren Enkeln schenken dürfen. Ob die im 22. Jahrhundert allerdings noch interessiert, wer John Malkovich oder Robert Rodriguez sind, sei dahingestellt.

Das zeitlos Schöne an der Kampagne ist die Verherrlichung der kompletten Entschleunigung in Zeiten des inneren "Sofort kaufen"-Buttons. Es langsamer angehen zu lassen, täte allen gut, auch denen, die Cognac nicht mögen.


Malkovich und Rodriguez über "100 Years - The Movie you'll never see"

Und so sehen die zehn teuersten Werbespots der Welt aus.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.