KINO Halblinge feiern Erfolge


Klare Sache nach den Feiertagen: Der Fantasy-Film ist überall die Nr. 1. Finanziell ist bisher der Potter-Film erfolgreicher, da er mit mehr Kopien startete.

Da reichte selbst Harry Potters Magie nicht: Der »Herr der Ringe« hat auf Anhieb Platz eins der deutschen Kinocharts erobert und den magischen Zauberjungen auf Platz zwei verwiesen. Das ergaben Erhebungen der Cinemaxx-Gruppe mit bundesweit 350 Leinwänden und etwa 90.000 Sitzplätzen vom Wochenanfang. Das dreistündige Fantasy-Epos nach der Romanvorlage von J.R.R. Tolkien startete erst am vergangenen Donnerstag in Deutschland.

Sturm auf die Hobbits

Auch in 15 weiteren Ländern der Welt wurden die Hobbits und ihre Freunde mit dem »Herrn der Ringe« zu den Herren der Kino-Charts. Überall, wo der erste Teil der Film-Trilogie am vergangenen Mittwoch in die Kinos kam, eroberte und behauptete er den Spitzenplatz.

Risiko hat sich gerechnet

In den USA und Kanada spielte der erste »Ringe«-Teil mit dem Titel »Die Gefährten« allein von Freitag bis Sonntag 45,25 Millionen Dollar ein, wie die Produktionsfirma New Line Cinema mitteilte. Seit dem Kinostart am Mittwoch waren es 73,1 Millionen Dollar. Insgesamt kamen seitdem in den 15 Startländern rund 105 Millionen Dollar in die Kinokassen (231 Millionen Mark/118 Millionen Euro).

Potter-Film brachte mehr Geld

Dennoch besteht der einzige finanzielle Rekord des Films von Regisseur Peter Jackson bislang darin, dass er das bisher beste Ersttagsergebnis eines im Monat Dezember gestarteten Kinofilms erreichte. Weit mehr Geld brachte der vor fünf Wochen gestartete Film »Harry Potter und der Stein der Weisen« in die Kassen. Die Verfilmung des Rowling-Romans kam an seinem Startwochenende allein in Nordmarika auf 90,3 Millionen Dollar.

Altersbegrenzung in USA

Ein Grund für das finanziell schlechtere Abschneiden »Der Gefährten« ist die rund dreistündige Spieldauer. So kann der Film in den Kinos an einem Tag weniger häufig gezeigt werden als der Potter-Streifen. Zudem wurden die Hobbits in den USA und Kanada nur auf 5.700 Leinwänden gezeigt, während der Zauberlehrling auf 8.200 zu sehen war. Auch die Altersbegrenzung spielt eine Rolle: »Harry Potter« dürfen selbst Kleinkinder sehen, während »Der Herr der Ringe« wegen einiger Gewaltszenen in Nordamerika erst für Zuschauer ab 13 Jahren frei gegeben ist.

Vielleicht sogar einen »Oscar«?

Dafür schafften die Hobbits jedoch, was Potter versagt blieb: »Der Herr der Ringe« wurde mehrfach für die Golden Globes sowie für Kritikerpreise nominiert. Der Film hat damit auch gute Chancen, in mehreren Kategorien für die Oscar-Filmpreise nominiert zu werden.


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