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Kinojahr 2005: Heiße Oscar-Kandidaten starten Schlag auf Schlag

Hochkarätige Filmbiografien aus Hollywood, sehenswerte deutsche Produktionen und "Star Wars: Episode III": Das Filmjahr 2005 verspricht interessant zu werden.

Das Kinojahr 2005 präsentiert gleich zu Beginn eine ganz Reihe außergewöhnlicher Filme, darunter auch zwei deutsche Produktionen: Am 13. Januar läuft Dennis Gansels Jugenddrama "Napola - Elite für den Führer" an, am 24. Februar folgt mit "Sophie Scholl - Die letzten Tage" von Marc Rothemund ein weiterer Film in den Kulissen des Nazi-Reichs.

Besonders die Tragödie der am 22. Februar 1943 hingerichteten Münchner Studentin wird für das einheimische Publikum zur bewegenden Begegnung mit einer deutschen Heldin. "Sophie Scholl - Die letzten Tage" geht ins Rennen um die Goldenen und Silbernen Bären der Berliner Filmfestspiele Berlinale vom 10. bis 20. Februar.

Liebesgeschichte im 1. Weltkrieg

Ein besonderes Ereignis verspricht ab dem 27. Januar der Start der französischen Großproduktion "Mathilde - Eine große Liebe" zu werden. Mit Audrey Tautou ("Die fabelhafte Welt der Amelie") hat Jean-Pierre Jeunet einen dreistündigen Film zugleich über das Grauen des 1. Weltkriegs wie auch eine anrührende Liebesgeschichte in Szene gesetzt, die im Nachbarland Frankreich schon Millionen ins Kino gelockt hat. Bereits am 6. Januar ist Claude Chabrols neuer Thriller "Die Brautjungfer" nach einem Roman der britischen Spannungsautorin Ruth Rendell zu sehen, für die vielen deutschen Chabrol-Fans ein Muss.

Wenn Ende Februar in Hollywood die Oscars vergeben werden, sind die derzeit heißesten Favoriten für die Preisvergabe in den deutschen Kinos schon zu besichtigen gewesen: Den Anfang macht am 6. Januar Taylor Hackfords Musikerbiografie "Ray" um den 2004 verstorbenen blinden Sänger Ray Charles. Mit Martin Scorseses monumentalem Werk "The Aviator" kommt am 20. Januar ein noch größerer Oscar-Favorit auf die Leinwände. Scorsese erzählt mit opulenter Ausstattung das schillernde Leben des Lebemanns, Fliegers und Filmproduzenten Howard Hughes, dargestellt von Leonardo DiCaprio.

Hollywood wartet mit vielen Filmbiografien auf

Als Geheimtipp gilt Alexander Paynes unterhaltsame Weinreise nach Kalifornien mit dem Titel "Sideways", der Kinostart ist am 3. Februar. Bereits eine Woche später läuft Marc Forsters Film "Wenn Träume fliegen lernen" um den Peter-Pan-Autor J. M. Barrie an, ebenfalls hoch gewettet für einige Auszeichnungen. Chancen auf diese sollte auch Kevin Spaceys "Beyond the Sea" haben, in dem der Oscar-Preisträger die tragische Lebensgeschichte des einst populären US-Popsängers Bobby Darin inszeniert und Darin auch verkörpert. Das musikalisch mitreißende Drama kommt am 17. Februar in die deutschen Kinos.

Weitere Großereignisse aus Hollywood werden im Mai "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith" von George Lucas sowie Ende Juni Steven Spielbergs Version von "Der Krieg der Welten" sein. Im Oktober präsentiert Martin Campbell "Legend of Zorro", im November steht sehr zur Freude der Kinobesitzer eine weitere "Harry Potter"-Verfilmung auf dem Programm, und am 15. Dezember nach heutiger Planung bringt Peter Jackson einmal mehr den Riesenaffen "King Kong" auf die Leinwände der Welt. Der Oscar-Triumphator 2004 aus Neuseeland plant nach "Herr der Ringe" sein nächstes großes Spektakel.

Wolfgang Hübner/AP / AP