Kultserie Kein Sex mehr in der City


In den USA ist die letzte Folge der Kultserie "Sex and the City" über die Bildschirme geflimmert. Die wichtigste Frage wurde beantwortet: Kriegt Carrie ihren Mr. Big? (Vorsicht: Hier wird das Ende verraten!)

VORSICHT: Dieser Absatz verrät das Ende!

Vor dem großen Finale von "Sex And The City" hatten tausende weibliche Fans gebangt, aber es gab ein Happy End: Carrie (Sarah Jessica Parker) bekommt Mr. Big, ihren Lover, mit dem sie seit sechs Staffeln um eine Beziehung gerungen hatte. Er folgt ihr nach Paris, wohin sie ihr derzeitiger Freund, der selbstsüchtige russische Künstler Aleksandr Petrovsky, aus New York verpflanzt hatte. "Ich habe lange gebraucht, um hierher zu kommen, aber jetzt bin ich da. Carrie, Du bist es einfach", sagt Mr. Big (Chris Noth), als er sie auf den Straßen von Paris in seine Arme nimmt. "Ich vermisse New York - bring mich nach Hause", ist Carries Antwort. Und viele Zuschauerinnen seufzten zufrieden auf.

Sogar die Darstellerinnen kannten das Ende nicht

Das Finale der beliebten Serie "Sex And The City" über die vier Single-Freundinnen Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda in New York, die ganz offen über oralen Sex, Liebhaber und die perfekten Schuhe diskutieren, war wochenlang Thema in den US-Medien gewesen. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, wurden drei verschiedene Schlussszenen gedreht. Selbst Hauptfigur Sarah Jessica Parker wusste erst ganz am Ende, wie es wirklich ausgehen würde.

Die Serie wurde nicht nur in den USA zum Kult, weil die vier Protagonistinnen mit ungewöhnlich freizügiger Offenheit über ihr Sex-Leben diskutierten und ihre Lust auf Männer auch reichlich auslebten. In dem sonst so prüden Amerika war es eine Sensation. Auch jede noch so ausgefallenen Mode-Idee wurde fast unweigerlich zum Hit bei den Zuschauerinnen: Stöckelte Sarah Jessica Parker auf hohen Absätzen Manhattans Straßen entlang, waren die Schuhe in Windeseile ausverkauft.

"Überreif"?

Themen wie Scheidung, Unfruchtbarkeit und Brustkrebs in den letzten beiden Staffeln, holten den leichten Komödien-Charakter der Serie in den letzten Staffeln jedoch auf den Boden der Tatsachen zurück. "Wenn das ein Reife-Prozess sein sollte, dann war die Show am Ende ein bisschen überreif", kritisierte "USA Today".

"Sex And The City" basiert auf den (mehr oder weniger) wahren Erfahrungen, die Sex-Kolumnistin Candace Bushnell aus dem richtigen Leben beschrieben hat. Seit die Serie 1998 zum ersten Mal ausgestrahlt wurde, wurde sie zum Riesen-Erfolg für den Kabelsender HBO. Sie wurde mit vier Emmys und acht Golden Globes ausgezeichnet, darunter alleine vier für Sarah Jessica Parker als beste Hauptdarstellerin.

In Deutschland hat die letzte Staffel gerade begonnen

In Deutschland wird die Serie seit 2001 auf ProSieben gezeigt. Die letzte Staffel ist in der vergangenen Woche angelaufen; die letzten Folgen sind für den Herbst geplant. Fans müssen sich jedoch noch nicht ganz von dem fabelhaften Quartett verabschieden: HBO plant derzeit, die Geschichten um die Leben, Lieben und das Single-Dasein in einem Kinofilm nochmal auf die große Leinwand zu bringen. Alle vier Schauspielerinnen wollen wieder dabei sein.

DPA DPA

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