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Martin Scorsese: 33 Jahre Planung für „Gangs of New York“

Drei Jahrzehnte plante US-Regisseur Martin Scorsese sein Hauptwerk „Gangs of New York“. Jetzt sei er „in gewisser Weise traurig“, dass der Film über die Geschichte rivalisierender Gangs im Manhattan der 1860-er Jahre fertig sei.

Drei Jahrzehnte plante US-Regisseur Martin Scorsese sein Hauptwerk „Gangs of New York“. Jetzt sei er „in gewisser Weise traurig“, dass der Film über die Geschichte rivalisierender Gangs im Manhattan der 1860-er Jahre fertig sei, sagt Scorsese in einem Interview in der neuesten Ausgabe der Vogue. Dennoch überwiegt die Erleichterung bei dem 60-Jährigen, dessen neuer Film soeben mit zwei „Golden Globes“ ausgezeichnet wurde. „Dieses Projekt hat mich über so viele Jahre vereinnahmt, dass ich nun vor allem froh bin, es endlich abschließen zu können.“

Schon vor 33 Jahren faszinierte ihn die Chronik Herbert Ashburys über die „Gangs of New York“ und vor 26 Jahren schrieb Scorsese das Drehbuch zu seinem neuen Film. „Jahrelange Forschung“ sei nötig gewesen, um den Film zu realisieren, in dem Leonardo DiCaprio, Cameron Diaz und Daniel Day Lewis die Hauptrollen spielen. „Wir studierten Gemälde, Zeichnungen und jede Menge reißerische Illustrationen aus den alten Boulevardzeitungen.“

Und für den Regisseur gab es dabei eine wichtige Erkenntnis: „New York wurde von ganz unterschiedlichen Menschen erbaut, von guten und von schlechten.“ Es seien auch „die Hände von Dieben, Bettlern und Mördern“ gewesen, die diese Stadt erschaffen hätten. „Mein Film erzählt die Geschichte der guten Diebe“, sagt Scorsese. Er richte „einen ehrlichen Blick“ auf die USA, denn: „Das Land kann nur vorankommen, wenn es sich seiner Historie stellt“, betont der Regisseur.

Der Film „Gangs of New York“ startet am 20.2. in den Kinos