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Stern Logo Acadamy Awards - Die Oscar-Verleihung

US-Präsident: "Zu sehr auf Politik fokussiert": Donald Trump lästert über die Oscars

Die Panne bei der Oscar-Verleihung bekommt nun auch eine politische Dimension. Denn US-Präsident Trump glaubt den Grund zu kennen: Die Veranstaltung habe sich zu sehr auf Politik konzentriert.

Donald Trump über die Oscars

Donald Trump findet, die Oscars hätten sich viel zu viel mit ihm beschäftigt.

Eine solche Steilvorlage lässt ein Medienprofi wie Donald Trump nicht ungenutzt. Der   hat die peinliche Oscar-Panne um die Ausrufung des falschen Gewinnerfilms für sich ausgeschlachtet und in eine Generalabrechnung mit der Gala umgemünzt. Der ultrarechten Website "Breitbart" sagte Trump: "Sie waren so auf die Politik fokussiert, dass sie die Dinge am Ende nicht hingekriegt haben." Der Abend sei ihm "nicht sehr glamourös" vorgekommen: "Es hat etwas sehr Spezielles gefehlt." Am Ende sei es vor allem "traurig" gewesen, so der US-Präsident.

Viele Witze über Donald Trump

Die diesjährige Oscar-Verleihung enthielt zahlreiche Witze auf Kosten des gewählten Präsidenten, der in Hollywood nicht sonderlich beliebt ist. Viele Filmstars hatten sich im Wahlkampf für Trumps Kontrahentin Hillary Clinton eingesetzt. Schauspieler wie Meryl Streep haben sich offen gegen den amtierenden Präsidenten ausgesprochen.

Während der mehrstündigen Preisverleihung hatte der sonst so mitteilungsfreudige Trump ausnahmsweise mal nicht getwittert. Das verwunderte Moderator Jimmy Kimmel so sehr, dass er sich Sorgen machte und selbst zum Handy griff. Er schrieb ihn während der Show direkt an: "Hey, @realDonaldTrump, bist Du wach?"

Weniger Zuschauer bei den Oscars

Offenbar teilten viele Zuschauer Trumps Meinung zur diesjährigen Preisverleihung. Zumindest war die Einschaltquote historisch niedrig. Lediglich 32,9 Millionen Menschen sahen sich die Veranstaltung auf dem Kanal ABC an. Weniger Zuschauer habe es zuletzt 2008 mit 32 Millionen gegeben - was damals die niedrigste Zuschauerzahl seit Beginn der Erhebungen 1974 war. Im Vorjahr hatten 34,2 Millionen Menschen die Show verfolgt - über eine Million mehr als diesmal.

Dabei hätte sich das Einschalten diesmal gelohnt: Mit der fälschlichen Ausrufung von "La La Land" als Bester Film bekamen die Zuschauer eine Panne zu sehen, wie es sie in der 88-jährigen Geschichte der Oscars noch nicht gegeben hat.


che
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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo