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Oscar-Verleihung 2017: Warum Matt Damon der letzte Oscar-Gag erspart blieb

Die Verwirrung um den falschen Gewinner in der Kategorie Bester Film hinderte Oscar-Moderator Jimmy Kimmel daran, seinen letzten Gag des Abends zu machen. Wer involviert sein sollte: Kimmels Lieblingsfeind Matt Damon.

Oscar falscher Gewinner

Entsetzen beim Publikum: Noch nie war in der wohl wichtigsten Kategorie der Oscars - Best Picture - der falsche Sieger verkündet worden. Jimmy Kimmel, der in der zweiten Reihe neben seinem Lieblings-Erzfeind Matt Damon sitzt und sich auf seinen letzten Gag vorbereitete, musste schnell reagieren.

"Mein erster Gedanke war: 'Der Moderator sollte jetzt auf die Bühne gehen und einschreiten'", erinnert sich Oscar-Moderator Jimmy Kimmel in der gestrigen Folge seiner US-Talkshow "Jimmy Kimmel Live!" an den Moment, als Schauspielerin Faye Dunaway den Oscar für den besten Film an die falsche Produktion übergab. Kimmel saß zu diesem Zeitpunkt im Publikum und bereitete sich auf seinen Abschluss-Gag vor, als er hörte, wie ein Show-Verantwortlicher hektisch herumlief und davon sprach, dass nicht - wie angenommen - "La La Land" den Preis gewonnen habe, sondern der Film "Moonlight".

"Dann fiel mir ein - ich bin ja der Moderator. Ich muss irgendwas tun", erzählt Kimmel weiter. So schmiss er seinen letzten Joke kurzerhand über Bord, um das Fiasko auf der Bühne zu retten. Dass Kimmel für seinen letzten Gag im Publikum saß, war kein Zufall: Seit über zehn Jahren ist ein bestimmter Prominenter Kimmels Lieblingsopfer in Sachen Gags: Matt Damon.  

Jimmy Kimmel und Matt Damon: Chronik einer freundlichen Feindschaft

Seinen Ursprung findet der "Damon-Kimmel-Streit" im Jahr 2005, als Kimmel seine Talkshow spontan mit den Worten: "Ich möchte mich bei Matt Damon entschuldigen, wir haben jetzt leider keine Zeit mehr für seinen Auftritt. Wir holen ihn irgendwann nach", beendete. Damon war an diesem Abend nicht wirklich in der Sendung gewesen, Kimmel hatte sich den Gag spontan überlegt und Damon war zufällig der erste Superstar gewesen, der Kimmel eingefallen war. Der Witz kam jedoch so gut an, dass der Talkshow-Moderator ihn fortan am Ende jeder Folge machte: Die "Damon-Kimmel-Fehde" war geboren.  

 Als Matt Damon ein Jahr später tatsächlich zur Show eingeladen wurde, sagte Kimmel den Auftritt kurz vorher wieder spontan ab und die beiden prügelten sich auf der Bühne - und so ging das Spiel immer weiter. Der neueste Coup zwischen dem Schauspieler und dem Moderator ist ein Vaterschaftsstreit um das - tatsächliche - ungeborene Kind von Kimmels – tatsächlicher – Ehefrau Molly McNearney. Anfang des Monats zeigte Kimmel einen pseudo-dokumentarischen Film in seiner Sendung, in dem Matt Damon in die Untersuchung McNearneys beim Gynäkologen hereinplatzt, die er selbst, Kimmel, gerade aufnimmt. 

Kimmel stichelt auch während der Oscarverleihung gegen Damon

Auch während der gestrigen Oscar-Verleihung ließ es sich Jimmy Kimmel nicht nehmen, gegen seinen "Erzfeind" zu sticheln: Als Damon gemeinsam mit seinem Freund Ben Affleck für eine Laudatio auf die die Bühne kam, wurde Damon lediglich als Afflecks "Gast" angekündigt. Während der eigentlichen Laudatio versuchte Kimmel den Schauspieler dann außerdem mit lauter Musik zu übertönen. 

Am Ende der Show war schließlich noch ein Gag auf Kosten Matt Damons geplant, der dann jedoch aufgrund des "Envelopegates" ausfallen musste. Kimmel holte deshalb kurzerhand in seiner eigenen Show zum Nachschlag aus und erklärte seinen Zuschauern: "Ich weiß, dass es gestern viel Verwirrung darüber gab, wer nun den Preis für den besten Film gewonnen hat. Welcher Film das jetzt auch immer gewesen ist - die gute Nachricht ist: Matt Damon hat nichts gewonnen." 

lis