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Stern Logo Academy Awards - Die Oscar-Verleihung

Vor Oscar-Verleihung: Verona Pooths "Schlauchboot-Lippen" stehlen Filmemachern die Schau

Traditionell kommen am Tag vor den Oscars die deutschen Nominierten bei einem Empfang zu ihren Ehren zusammen. In diesem Jahr stahl allerdings Verona Pooth den Filmemachern die Schau und riskierte dabei eine ziemlich dicke Lippe.

Von Andreas Renner, Los Angeles

Verona Pooth beim Empfang zu Ehren der deutschen Oscar-Nominierten

Verona Pooth beim Empfang zu Ehren der deutschen Oscar-Nominierten mit auffällig wulstigen Lippen: "Ich habe mir, passend zu Hollywood, Schlauchboot-Lippen spritzen lassen".

Es hat eine lange Tradition, dass am Tag vor der eigentlichen Oscar-Verleihung alle deutschen Nominierten in der "Villa Aurora" in Los Angeles zusammen kommen um sich schon mal unabhängig vom Ausgang der großen Preisverleihung für ihre Arbeit feiern zu lassen. Im Einheimischen-Jargon wird die Veranstaltung im ehemaligen Wohnhaus des emigrierten deutschen Schriftstellers Lion Feuchtwanger auch schon mal "Die deutschen Oscars" genannt. Es gibt zwar keine Preise zu gewinnen, aber dafür viel Aufmerksamkeit.


Ein gewichtiger Grund, warum sich neben den deutschen Oscar-Hoffnungen auch gerne andere schillernde Persönlichkeiten blicken lassen, die mit der Filmindustrie herzlich wenig zu tun haben. In diesem Jahr liefen die beiden Society-Figuren Verena Pooth, 47,  und Sylvie Meis, 37, den eigentlichen Hauptakteuren den Rang ab. Vor allem Pooth sorgte für einiges Stirnrunzeln ob ihrer, gelinde gesagt, ziemlich irritierenden Optik.

Verona Pooth mit "Schlauchboot-Lippen"

Das Promiaufgebot war sehenswert: der regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, kam ebenso eigens aus Deutschland eingeflogen wie Monika Grütters, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Und natürlich die deutschen Oscar-Hoffnungen Patrick Vollrath (nominiert in der Kategorie "Best Live Action Short" mit "Alles wird gut"), Bernard Henrich (nominiert in der Kategorie "Best Production Design für den Spielberg-Film "Bridge of Spies"), Basil Khalil (nominiert in der Kategorie "Best Live Action Short Film" für "Ave Maria") und die Produzenten von "Mustang" (nominiert in der Kategorie "Best Foreign Language Film"). 

Doch am Ende waren es nicht die künstlerischen Leistungen der Filmschaffenden die das Tagesthema bildeten, sondern die Lippen von Verena Pooth. Man hätte munkeln können, dass die Moderatorin von einer Wespe in die Lippe gestochen wurde, doch stattdessen löste die Ex-Frau von Dieter Bohlen das Rätsel lieber gleich selbst auf: "Ich habe mir, passend zu Hollywood, Schlauchboot-Lippen spritzen lassen", erklärte Pooth offen. Dass der behandelnde Schönheits-Doc vielleicht ein bisschen zu viel spritzte, konnte Pooth nicht verheimlichen.

Anspannung bei deutschen Nominierten steigt

Doch zurück zum eigentlichen Anlass der Party im Feuchtwanger-Haus: Bei den deutschen Nominierten steigt die Anspannung kontinuierlich. Patrick Vollrath, Bernhard Henrich und Basil Khalil werden gemeinsam mit Hollywood-Größen wie Leonardo DiCaprio, Steven Spielberg oder Sylvester Stallone über den roten Teppich vor dem "Dolby Theatre" laufen. Selbst für den "alten Hasen" Bernhard Henrich, der im Studio Babelsberg schon mit Stars wie Tom Cruise, George Clooney oder Matt Damon arbeitete, ist das eine ganz neue Erfahrung. "Dass der eigene Name bei einer Oscar-Verleihung verlesen wird, passiert ja wirklich nicht alle Tage", sagt Henrich, der erste Deutsche überhaupt, der in dieser Kategorie nominiert wurde. "Es ist alles ein bisschen surreal, aber ich freue mich", gesteht Henrich. Wir wünschen allen Nominierten viel Erfolg – und Verona Pooth bald wieder normale Lippen.