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Rachefeldzug mit Dwayne Johnson: Faster, Driver! Faster! Faster!

Nach zehn Jahren im Gefängnis will Driver (Ex-Wrestler Dwayne Johnson) nur noch eins: Rache für seinen ermordeten Bruder. Doch zwei Männer hafen sich an seine Fersen.

"Driver" kennt keine Gnade. Wozu auch? Nach nicht weniger als zehn Jahren im Gefängnis hat der muskulöse Ex-Häftling nur ein Ziel: So schnell wie irgend möglich die Mörder seines Bruders zur Strecke bringen. Eine ganze Gang an Verbrechern findet sich dabei auf seiner Abschussliste. Kaum entlassen, macht er sich auf die Jagd. Mit einem schwarzen PS-Monster rast er los, getrieben von Rachegelüsten der brutalsten Art. Zwei Männer aber kleben an seinen Fersen: ein ungewöhnlich adretter Killer und ein heruntergekommener, drogenabhängiger Cop (Thornton), der nur noch einige Tage im Polizeidienst zu verrichten hat.

Wenn man denn will, so können wir Dwayne Johnsons neusten Actionstreifen "Faster" als eine Art Gegenstück zu "True Grit" betrachtetn, dem unlängst angelaufenen Western der Coen-Brüder: Während Mattie, die junge Protagonistin aus "True Grit", den Mörder ihres Vaters jagt, gibt Johnson ("Die etwas anderen Cops") einen aus dem Knast entlassenen Bankräuber, der seinen ermordeten Bruder rächt - krachend und actionreich. Als Gegenspieler in dem Werk von Regisseur George Tillman Jr. fungiert dabei unter anderem Billy Bob Thornton, Oscar-Preisträger und Ex-Mann von Angelina Jolie.

Im Gegensatz zum ehemaligen Wrestler Dwayne Johnson entwirft Thorntom eine Figur von durchaus faszinierender Ambivalenz. So ahnt man zunächst kaum, welch dunkles Geheimnis der abgewrackte, nicht gänzlich unsympathische Antiheld mit sich herumträgt. Der kaum bekannte, indes sehr attraktive Oliver Jackson-Cohen schließlich - er spielt den auf Johnson angesetzten Killer - überrascht weniger durch seine darstellerische Leistung als durch eine frappierende Ähnlichkeit mit dem US-Mimen Jake Gyllenhaal ("Brokeback Mountain").

Matthias von Viereck, DPA / DPA