SciFi/HORROR The Time Machine


Guy Pearce reist durch die Zeit, um den Tod seiner Verlobten zu verhindern. Als ihm das nicht gelingt, landet er in der Zukunft und hat dort noch einige Verwirrungen zu meistern.

Simon Wells ist der Urenkel von H.G. Wells. Der Autor hat schon vor Jahrzehnten die »Zeitmaschine« geschrieben. Wells Mär von der Reise durch die Zeit wurde 1960 mit Rod Taylor in der Hauptrolle verfilmt. Jetzt fühlte sich der Urenkel offenbar verpflichtet, eine moderne Variante des Films zu inszenieren.

Guy Pearce mimt den technikbesessenen Alexander. Der Wissenschaftler muss einen Schicksalsschlag hinnehmen: Seine geliebte Verlobte wird von einem Dieb erschossen. Von der Aufgabe beflügelt, das Ungeheure rückgängig zu machen, startet Alexander seine gerade erst zusammengeschraubte Zeitmaschine, um in die Vergangenheit zu reisen. Doch die gerettete Liebste stirbt trotzdem, nur auf andere Weise. Alexander verzweifelt und sucht in der Zukunft nach Antworten auf seine Fragen. Nach vielen Stopps landet der Zeitreisende sogar im Jahre 800.000. Hier leben die friedlichen Elois wieder im Einklang mit der Natur. Sie werden allerdings von den Morlocks gejagt - furchterregende Kreaturen aus der Unterwelt. Alexander nimmt den Kampf auf.

»The Time Machine« kann sich trotz wirklich fulminanter Spezialeffekte und superben Kulissen nicht mit dem Film von 1960 messen. Das liegt an zwei Dingen: Hauptdarsteller Guy Pearce stolpert so versonnen, introvertiert und ichbezogen durch die Geschichte, dass der Zuschauer keinerlei Sympathie für ihn oder seine Tragödie entwickelt. Hinzu kommt die fehlende Logik. Der Mann möchte seine Liebste wiederbeleben. Gleich nach dem ersten Fehlversuch reist er völlig unmotiviert in die Zukunft, um dann bei den Elois auf einmal seine Mission zu vergessen und sich ad hoc in die nächste Frau zu verlieben. Das passt nicht.

Auf der DVD gibt es zwei Originalkommentare, vier Dokumentationen, nicht verwendete Szenen, eine Design-Galerie und animierte Szenen von »Die Jagd«.

Carsten Scheibe

Ton/Bild: Digital Dolby 5.1 EX/2,35:1; Laufzeit: 96 Minuten


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