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Ausstellung im Telefonhäuschen Das wohl kleinste Museum Deutschlands


Die Besucher stehen Schlange. Eine alte Telefonzelle ist im Mecklenburger Schullandheim Dreilützow als Deutschlands wahrscheinlich kleinstes begehbares Museum eröffnet worden.

Dass eine Telefonzelle mitunter mehr in sich birgt als es von außen scheint, wissen Fans der britischen Sci-Fi-Serie "Doctor Who" seit Langem. Im westmecklenburgischen Schullandheim Dreilützow bei Wittenburg gibt es zwar keine "Tardis" zu sehen, und doch stehen dort jeden Tag Schulklassen Schlange vor einem ausrangierten Telefonhäuschen. Die gelbe Zelle von 90 mal 90 Zentimetern Grundfläche dient seit einiger Zeit als Ausstellungsraum und ist damit wohl Deutschlands kleinstes begehbares Museum. Nur zwei, drei Besucher auf einmal passen hinein.

Derzeit sind Radierungen mit Tieren, Pflanzen und Landschaften zu sehen. In Galerien und Ausstellungen seien Kinder vielfach überfordert, erklärt Herbergsvater Stefan Baerens die Idee zur Kunst-Zelle im Telefonhäuschen. "Weniger ist oft mehr, gerade wenn man Kindern einen Zugang zu Kunst und Kultur eröffnen möchte."

Die Kinder sind aus dem Häuschen: "Voll klein, aber coole Bilder", schreibt Schülerin Lara ins Gästebuch. Genau richtig, meint auch der neunjährige Lennart. Das Mini-Museum sei "echt niedlich". Große Museen finde er oft langweilig. "Das dauert immer so lange da durchzulaufen, mir tun dann immer die Füße weh", bemerkt der Viertklässler.

jwi/Grit Büttner, DPA DPA

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