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Marilyn Monroe: Der letzte Flirt einer Filmdiva

Marilyn Monroe war eine begehrenswerte Schönheit, aber nur wenige Männer bekamen sie nackt zu sehen. Fotograf Bert Stern war einer von ihnen. Ein paar Monate vor ihrem Tod lichtete er die Schauspielerin ab. Die Bilder sind nun in Paris zu sehen.

Das Pariser Musee Maillol zeigt 59 ausgewählte Bilder, die nur wenige Monate vor dem Tod der Filmdiva vom Fotografen Bert Stern gemacht wurden. Unter dem Titel "Marilyn Monroe - die letzte Sitzung" zeigt das Museum Fotos, wie Marilyn Monroe fast hüllenlos mit der Kamera flirtet. Die Aufnahmen wurden lange unter Verschluss gehalten, weil das Magazin "Vogue", in dessen Auftrag die Fotos entstanden, nach der Veröffentlichung Klagen wegen Sittenverstoßes befürchtete. Tragischerweise hat man die Bilder nur einen Tag vor dem Tod der Schauspielerin veröffentlicht.

Insgesamt fanden zwei Shootings im Auftrag der "Vogue" statt. Bei dem ersten im Jahr 1962 im Hotel Bel Air ließ sich die Schauspielerin ausnahmsweise nackt ablichten. Es kostete Fotograf Bert Stern einige Mühe, Marilyn von den Aktaufnahmen zu überzeugen: "Marilyn auszuziehen war so einfach wie nach Ägypten zu fahren, um eine Pyramide in ein Martini-Glas zu kippen." Die platinblonde Schönheit hatte Angst, man könne eine Narbe auf den Fotos sehen, die sie nach einer OP auf ihrem Bauch trug. Während des zweiten Termins ließ sich Marilyn Monroe nur bekleidet ablichten. Doch das Ergebnis ist mindestens genauso schön wie die Aktfotografien Bert Sterns.

"Was ich wollte, war Marilyn im Reinzustand", sagt Stern. Diese Reinheit hat er wunderschön sanft festgehalten. Auf einigen Bildern scheint man Marilyn Monroe von einer nie gekannten Seite zu sehen. Die Sexbombe ist auf einmal eine verletzliche Schönheit. Diese Verletzlichkeit spiegelt sich sowohl in den Aktfotos als auch in den anderen Bildern wieder.

Anfang der 80er Jahre wählte Stern 59 Bilder aus, die er in den USA zeigte. Die Serie, die dann bei einer Versteigerung an den New Yorker Sammler Leon Constantiner verkauft wurde, ist nun in Paris zu sehen.

DPA / DPA
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