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Ungeklärter Tod: Marsha P. Johnson: Die Frau, der wir den Pride-Monat verdanken

Marsha P. Johnson ist ein Name, der aktuell häufiger auf Twitter und Co. auftaucht. Die Aktivistin setzte sich in den Sechzigerjahren für die LGBTQ-Community ein – bis sie unter ungeklärten Umständen starb.

Marsha P. Johnson

Dieser schillernden Persönlichkeit verdanken wir den Pride-Monat: Marsha P. Johnson. Ihr Tod ist bis heute ungeklärt

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Sie ist eine Schlüsselfigur in der LGBTQ-Community: die amerikanische Dragqueen Marsha P. Johnson. Die Trans*frau setzte sich für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transvestiten ein und war maßgeblich am Stonewall-Aufstand von 1969 beteiligt.

Marsha P. Johnson wurde im Jahr 1945 in New Jersey geboren. Ihr ursprünglicher Name war Malcolm Michaels. 1963 zog sie ins New Yorker Schwulen- und Lesbenviertel Greenwich Village. Als erste Dragqueen überhaupt machte sie dort mit glitzernden Kleidern, hohen High Heels, Federn und Blumen auf sich aufmerksam. 

Marsha P. Johnson und die Stonewall-Unruhen

Die Dragqueen und Sexarbeiterin setzte sich für die Rechte der LGBTQ-Community ein und half obdachlosen Jugendlichen. Sie war eine der "Street Queens", die im Juni 1969 wesentlich zum Ausbruch der Stonewall-Unruhen beigetragen haben. Marsha P. Johnson soll laut LGBTQ-Mitgliedern damals einen Ziegelstein oder ein Schnapsglas geworfen haben, was die Unruhen auslöste. Marsha selbst stritt dies damals ab. Dennoch wird sie als eine der auslösenden Akteurinnen bis heute gefeiert, vor allem, weil sie damals viele Protestmärsche organisierte, die zur ersten Gay-Pride führten. 

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Im Sommer 1992 war es dann vorbei mit Marshas Kampf gegen die Rechte der LGBTQ-Community. Am 6. Juli wurde die damals 46-Jährige tot im Hudson River aufgefunden. Die Polizei hatte ihren Tod als Suizid eingestuft. Freunde und Bekannte waren sich jedoch sicher, dass es sich um Mord handelte. Zehn Jahre später wurde die Einstufung als Suizid rückgängig gemacht und als "ungeklärt" deklariert. 

Quelle: "CNN" "Noizz"

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