HOME

Alternative: Ween: "Quebec"

Mit "Quebec" beschreitet die US-Band Ween den schmalen Grat zwischen Veräppelung und Aufsehen erregender Idee. Der Stilmix ist ausufernd weit gefasst und entsprechend schwer verdaulich.

Mit "Quebec" beschreitet die US-Band Ween den schmalen Grat zwischen Veräppelung der Käuferschaft und Aufsehen erregender Idee. Der Stilmix auf dem mittlerweile achten Studioalbum der Ween-Gründer Mickey Melchiondo und Aaron Freeman ist ausufernd weit gefasst und entsprechend schwer verdaulich. Der Opener "It's gonna be a long night" beispielsweise klingt wie ein Stück der Hardrocklegende Motörhead, es folgt "Among His Tribe", das auch den Schmusepoppern Simon & Garfunkel zur Ehre gereicht hätte. Ein weiterer Song heißt "Chocolate Town" und generiert eine Mischung aus Country- und Surfmusik. Die Kompositionen an sich sind nicht besonders komplex und von jedem Gitarrenschüler im ersten Lehrjahr nachzuspielen.

Insofern stellt sich schon die Frage, ob dieses musikalische Kunterbunt den CD-Kaufpreis wert ist. Auf der anderen Seite zählt der Mut, in einer zunehmend von Einheitsbrei verkleisterten Musikwelt solch ein Album überhaupt auf den Markt zu bringen. Bloßes Reinhören hilft bei der Entscheidung nicht unbedingt weiter, da wirklich kein Song dem anderen gleicht. Neugierige und experimentierfreudige Seelen sollten sich jedoch näher mit dem Thema Ween befassen.

Themen in diesem Artikel