Brian Wilson Harmonie ohne Ende


Auf seinem erst dritten Solo-Album wartet Ex-Beach-Boy Brian Wilson mit erstrangien Gaststars auf. Sein Gespür für perfekt arrangierte Songs hat er im Lauf der Jahre nicht ganz verloren.

Brian Wilson ist in diesem Jahrzehnt aktiv wie seit den 60ern nicht mehr: Erst brachte er 2002 die "Pet Sounds" der Beach Boys live auf die Bühne und zurzeit tourt er mit der Vollendung des berühmtesten Fragments der Pop-Geschichte, "Smile", um die Welt. Zudem erschien in diesem Sommer das dritte Soloalbum seiner Karriere: Nach dem 1988 erschienenen "Brian Wilson" und dem 1998 veröffentlichten "Imagination" nun "Gettin' In Over My Head".

Prominente Gastsänger

Darauf sind Elton John, Eric Clapton und Paul McCartney sowie, in einer technischen Meisterleistung, der verstorbene Bruder Carl in "Soul Searchin'" zu hören. Von den Superstar-Gästen fügt sich nur Clapton im "City Blues" in Wilsons Klangkosmos ein, John klingt bei "How Could We Still Be Dancin'" wie ein Fremdkörper und McCartney bei "A Friend Like You" zu kumpelhaft.

Richtig großartig sind "Soul Searchin'", der Titelsong, "Desert Drive" und "Don't Let Her Know She's An Angel". Die Musik scheint nicht zu dem ratlos in die Kamera/Welt blickenden 62-jährigen Herrn zu gehören, der mehrmals auf dem 60er-Jahre-Cover zu besichtigen ist. Wilson mag alt geworden sein, seine Musik ist zeitlos.

Am 3. August 2004 spielt Brian Wilson mit seiner großartigen Band in der Bonner Museumsmeile.

Uwe Käding, AP


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