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Carpendale-Abschied: "Einen Kloß im Hals werde ich haben"

Nach über 25 Millionen verkaufter Tonträger und 13 Goldenen Schallplatten ist an diesem Samstag endgültig Schluss: Howard Carpendale beendet seine Bühnekarriere.

Wenn Howard Carpendale an diesem Samstag zum letzten Mal die Bühne betritt, wird ihm der Abschied schwer fallen. "Einen Kloß im Hals werde ich haben, bestimmt", erzählte der Schlagersänger in Köln wenige Tage vor seinem allerletzten Auftritt in der Kölnarena. Das Konzert werde zugleich Höhepunkt der Abschiedstour «Der richtige Moment» sein. Angesichts von 21 Konzerten in den vergangenen 20 Tagen habe er allerdings kaum Zeit zum Nachdenken gehabt, betont der 57 Jahre alte Frauenschwarm. "Es wird kommen, wie es kommen muss."

In seiner 37-jährigen Karriere verkaufte der Sänger und Entertainer mehr als 25 Millionen Tonträger und ersang sich 13 Goldene Schallplatten. Er werde nach dem Kölner Konzert nicht mehr auf die Bühne gehen, stellt Carpendale klar, der seinen Abschied im April 2003 angekündigt hatte. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich danach keine öffentliche Auftritte mehr machen werde." Zu den schönsten Erlebnissen seiner Karriere gehören die Live-Auftritte, erzählt Carpendale, der aus Südafrika stammt. "Die besten Momente hatten wir eigentlich bei den Tourneen, wo wir vor einem enorm großen Publikum spielen - und auch der Sieg beim Deutschen Schlagerfestival war natürlich nicht schlecht." Bei dem Festival 1970 war "Howie" mit dem Titel «Das schöne Mädchen von Seite 1» zum Sieger gekürt worden und damit zur Nummer Eins der Branche aufgestiegen.

Eigentlich wollte er Sportler werden

Eigentlich hatte Carpendale von einer Sportler-Laufbahn geträumt. Mit 19 Jahren kam er nach England, um sich als Cricket-Profi zu versuchen. In jungen Jahren war er ein echtes Sport-Talent, begeisterte sich für Rugby, Boxen und Leichtathletik und holte 1963 sogar den südafrikanischen Jugendmeister-Titel im Kugelstoßen. Doch auch der Musik gehörte sein Herz schon früh. Als Teenager sang er in einer Schul-Beatband, gewann Talentwettbewerbe. "Es war die richtige Entscheidung, Musik zu machen", sagt Carpendale rückblickend.

In Deutschland hatte ihm Produzent Dieter Weidenfeld zu seinem ersten Schallplattenvertrag bei der Firma EMI in Köln verholfen. Später wurde er Carpendales langjähriger Manager. Nach einigen weniger erfolgreichen Jahren katapultierte sich der Sänger mit der blonden Mähne wieder in die Hitlisten. «Deine Spuren im Sand» (1976), «Ti Amo» (1977) und «Nachts, wenn alles schläft» (1979) wurden Ohrwürmer für ein Millionen-Publikum. Seine Bühnen- und Open-Air-Shows galten als professionell und perfekt inszeniert.

Zugleich bemühte sich Carpendale, von seinem Image als "Schmusesänger" mit "Kuschelsongs" wegzukommen. "Schmusesänger, das ist ein deutscher Ausdruck, mit dem man leben muss, der aber nicht passt", sagt Carpendale. "Im Konzertsaal gibt es das Image schon lange nicht mehr - das kommt von Leuten, die noch nie in meinen Konzerten waren." In den 80er Jahren waren «Hello Again» und «Laura Jane» große Hits.

1999 großes Comeback

Nachdem es Mitte der 90er zunächst ruhiger um den Star geworden war, startete er 1999 noch einmal voll durch - mit der CD «Lust auf mehr» und einer großen Tournee 2001. Privat hört Carpendale keine Carpendale-Hits, verrät er: "Eigene Titel habe ich zu Hause noch nie gehört." Allerdings schmücken die Goldenen Schallplatten sein Haus in Florida.

Carpendale könnte sich künftig eine Karriere als Schauspieler vorstellen: "Das wäre etwas, was ich ganz gerne machen würde." Bereits in mehreren TV-Produktionen hatte er mitgespielt, für eine Rolle als alternder Tennisstar in einer RTL-Serie gar ein halbes Jahr lang Schauspiel-Unterricht genommen. Vor allem aber will er schreiben: "Ich denke ernsthaft darüber nach, ein Buch zu schreiben, eine Autobiografie in Romanform."

Seit rund zehn Jahren lebt Carpendale, der seit 1984 einen deutschen Pass besitzt, in Florida. Er ist Vater von zwei Söhnen: Wayne stammt aus seiner Ehe mit der Modeschöpferin Claudia Herzfeld. Sohn Cass hat er gemeinsam mit seiner amerikanischen Lebensgefährtin Donnice Pierce. Zu Berichten über eine Erkrankung an Multipler Sklerose sagt Carpendale, einige Ärzte hätten diese in einer latenten Form diagnostiziert, andere nicht. "Ich kümmere mich nicht darum. Und es geht mir sehr gut."

Yuriko Wahl / DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(