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George Shearing gestorben Ein "Wiegenlied" machte ihn zu einer Jazz-Legende


Lullaby for Shearing: George Shearing, Komponist des berühmten Jazzstandards "Lullaby of Birdland", ist tot. Der 91-Jährige starb bereits am Montag an den Folgen einer Herzschwäche.

Sir George Shearing ist tot. Der britische Jazz-Pianist, der 1947 in die USA emigrierte, starb am Montag im Alter von 91 Jahren im New Yorker Stadtteil Manhattan. Als Todesursache nannte sein Manager Dale Sheets Herzversagen.

Shearing kam 1919 als jüngster von neun Söhnen eines Kohlearbeiters und einer Putzfrau zur Welt. Von Geburt an blind, verschrieb sich Shearer schon in jungen Jahren der Musik: Bereits mit drei Jahren begann er Klavier zu spielen. Die meisten Kniffe brachte sich Shearer selbst bei; nur vier frühe Lebensjahre verbrachte der Autodidakt mit einer professioniellen Ausbildung an der Linden Lodge School für Blinde.

Seinen ersten internationalen Erfolg feierte der Pianist 1949 mit einer Version des Warren/Dubin-Stücks "September in the Rain". Schon drei Jahre später sollte sich Shearer seinen Platz im Jazz-Himmel sichern - mit der Komposition "Lullaby of Birdland". Das Stück schrieb der damals 33-Jährige als Erkennungsmelodie des legendären Jazzclubs "Birdland", in dem er auch selbst auftrat.

Gleich mehrmals führte seine musikanische Karriere Shearing ins Weiße Haus, wo er auf die Präsidenten Ford, Carter und Reagan traf. 2007 folgte die ultimative Ehrung: Queen Elizabeth II. schlug ihn zum Ritter. Trotzdem gab sich der frischgebackene Sir bescheiden: "Ich weiß gar nicht, womit ich das verdiene" erwiderte Shearing, kurz nachdem er von der Auszeichnung erfahren hatte, "Ich mach doch nur das, was ich liebend gerne tue."

jwi/DPA DPA

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