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INTERVIEW: »Willst Du meinen Song hören?«

Denkt man an Motown, kommen einem Stevie Wonder, Marvin Gaye oder Erykah Badu in den Sinn. In Zukunft wohl auch India.Arie. Sie ist die neuste Entdeckung des geschichtsträchtigen Labels.

Denkt man an Motown, kommen einem Stevie Wonder, Marvin Gaye oder Erykah Badu in den Sinn. In Zukunft wohl auch India.Arie. Sie ist die neuste Entdeckung des geschichtsträchtigen Labels. Mit ihrer Single »Video« und dem Debütalbum »Acoustic Soul« katapultierte sich die 25jährige vor kurzem in den USA aus dem Stand in die Top Ten. Die Presse jubelt, Radio und TV rotieren. Von der »Wiedergeburt des wahren Soul« ist die Rede» oder von «Soul Salvation (Seelenrettung)». Altmeister Stevie Wonder meint anerkennend: «Ein sensibles Genie lebt im Geist, in der Stimme und in den Händen dieser Frau.» Die (wegen des gemeinsamen Geburtstages) nach Mahatma Gandhi benannte Sängerin, Songwriterin und Gitarristin trägt es mit Fassung. «Ich will einfach nur singen. Willst Du meinen neuen Song hören?»

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie das Zitat von Ihrem Idol Stevie Wonder hörten?

Ich konnte es nicht glauben. Dann rief er mich auch noch an. Auf meinem Handy. Im Auto. Er sagte: »Vielen Dank für den Song, den Du für mich geschrieben hast. Aber worüber ich wirklich mit dir sprechen muss, ist Dein Song «Brown Skin».« Und dann erzählte er mir 10 Minuten etwas über diesen Song, wie wichtig und wie gut er ihn findet. Ich hörte ihm nur sprachlos zu.

Ihr Debütalbum klingt so, als würden sie schon immer Musik machen. Wo kommen Sie auf einmal her?

Vom Planeten Venus. Okay, aus Atlanta. Stonemountain, um genau zu sein. Meine Freunde und ich trafen uns jeden Freitag im Ying Yang Café, das leider gerade geschlossen wurde. Wir nannten uns »Groovement/ Earthseed« und den Event den »Fly Friday«. Wir musizierten und lasen Gedichte und hatten unseren Spaß dabei. Auch wenn das nicht wirklich der Ort ist, an dem ich angefangen habe, war es doch sicher der, wo ich aufgewachsen bin. Musikalisch.

Wo haben Sie denn angefangen?

Im College. Ich spielte vorher schon Saxophon und Klarinette und hatte auch im Schulchor gesungen, aber eigentlich wollte ich immer eine Gitarre haben. Im College bekam ich endlich eine. Einen Monat lang lief ich nur mit der Gitarre herum und sprach alle an: »Willst Du meinen Song hören?« Eigentlich habe ich nie damit aufgehört.

Nur, dass Sie jetzt eine eigene Band dazu haben und auf der ganzen Welt spielen. Demnächst sogar auf einer grossen Tournee im Vorprogramm von Sade.

Ja, das ist natürlich eine ganz andere Sache. Ich mag meine Band. Es sind meine Freunde. Außerdem sind sie talentiert. Und lassen mich dadurch gut aussehen. Aber ich mag es auch, allein zu spielen. Irgendwann, nein, sehr bald schon werde ich ein Album aufnehmen, auf dem ich nur zur Gitarre singe. Und vielleicht noch Mundharmonika spiele. Eigentlich wollte ich das auf diesem Album schon machen. Aber dann dachte ich: »Ich will doch im Radio gespielt werden!« Außerdem wollte ich zu meiner eigenen Musik tanzen können.

Wie schreiben Sie ihre Songs?

Ich schreibe andauernd. Manchmal Texte, manchmal nur Tagebucheinträge. Manchmal höre ich etwas auf der Gitarre und denke: »Passt da nicht dieser Text dazu?« So kommen manchmal neue Melodien zu alten Texten. Manchmal sitze ich im Auto und singe einfach so in meinen Kassettenrekorder. Ich warte an der Ampel und mir fällt eine Zeile ein. Eine Minute später im Stau kommt die nächste. Und kurz bevor ich vor dem Supermarkt aussteige kommt der Refrain.

Viele Rezensenten hören »Folk« in ihrer Musik. Aber eigentlich ist es doch eher Blues, oder?

Sicher habe ich Blues in mir. Aber das ist für mich eher selbstverständlich. Meine Oma und mein Opa spielen Klavier und singen- echten Blues. Ich denke nie darüber nach, was der Blues für Amerika bedeutet und besonders für uns, die schwarzen Amerikaner. Denn er ist einfach ein Teil von mir. Ich kenne ein paar technische Dinge, die Unterschiede zwischen BeBop-Blues oder Texas-Blues. Aber das ist mir viel unwichtiger, als das Erbe meiner Großmutter anzutreten. Mit einer Stimme wie ihrer, werde ich doch nicht darüber singen, dass jemand meine »Bills, Bills, Bills« (Rechnungen) bezahlen soll.

Was denkt die Oma über Ihre Karriere?

Meine ganze Familie unterstützt mich sehr. Sie nehmen jeden meiner Fernsehauftritte auf Video auf. Und nach jeder Sendung rufen Oma, Opa, Tanten und Onkels mit Ratschlägen und Kommentaren an. »Bei Jay Leno hat uns Dein Make Up nicht so gut gefallen. Aber bei Soultrain sahst Du toll aus.« Alle in meiner Familie sind Künstler, aber ich bin die erste, die ihr Handwerk ausleben darf und keinen Extrajob haben muss. Alle anderen sind glücklich darüber. Und ich bin stolz.

Interview: Götz Bühler

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(