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News des Tages: Predac/Deutsche Wohnen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Wohnungsdeals in Berlin

Erdogan spricht Merkel sein Beileid zum Tod ihrer Mutter aus +++ Missbrauchsfall von Lügde - weitere Datenträger gefunden +++ Frau stirbt nach Säureangriff  +++ Mann 25 Jahre nach Mord verurteilt +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Wohnen Karl Marx Allee

Protest gegen Deutsche Wohnen in der Berliner Karl-Marx-Allee

Picture Alliance

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Missbrauchsfall von Lügde - weitere Datenträger bei Abriss gefunden (16.17 Uhr)
  • Bombe wird womöglich im Main gesprengt (15.43 Uhr)
  • Frau stirbt nach Säureangriff (11.51 Uhr)
  • Mann 25 Jahre nach Mord an Prostituierter verurteilt (10.26 Uhr)
  • Terminservice- und Vorsorgegesetz im Bundesrat (8.22 Uhr)
  • Viele Tote bei Bombenanschlag in Pakistan (7.00 Uhr)
  • Zehntausende trauern um Rapper Nipsey Hussle (4.30 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 19.44 Uhr: Erdogan spricht Merkel sein Beileid zum Tod ihrer Mutter aus +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Medienberichten zufolge zum Tod ihrer Mutter sein Beileid ausgesprochen. Die beiden hätten miteinander telefoniert, meldeten die türkische, regierungsnahe Medien. Merkels Mutter Herlind Kasner war im Alter von 90 Jahren gestorben. In dem Gespräch Erdogans mit der Kanzlerin sei es außerdem um die bilateralen Beziehungen gegangen, hieß es in den Berichten weiter.

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+++ 19.43 Uhr: Deutsche-Bank-Mitarbeiter mehrheitlich gegen Fusion +++

Eine große Mehrheit der Belegschaft der Deutschen Bank ist nach dem Ergebnis einer Betriebsratsumfrage gegen einen Zusammenschluss mit der Commerzbank. In der Umfrage beim größten deutschen Geldhaus antworteten knapp 69 Prozent der 7840 Teilnehmer mit "Nein" auf die Frage, ob die Deutsche Bank die Commerzbank übernehmen solle. Hinter die seit vier Wochen intensiv diskutierten Pläne einer Banken-Hochzeit stellten sich in der Erhebung 18,6 Prozent der Befragten. Die Ergebnisse liegen der Nachrichtenagentur DPA vor. Rund 83 Prozent meinen, dass auch ohne Übernahme der Commerzbank in den nächsten drei Jahren viele Arbeitsplätze verloren gehen werden.

+++ 19.20 Uhr: Merz sichert Kramp-Karrenbauer Unterstützung zu +++

Friedrich Merz hat der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer seine Unterstützung versichert. "Ich stehe dazu. Ich möchte, dass die CDU Deutschlands, dass Annegret Kramp-Karrenbauer als unsere Vorsitzende, erfolgreich ist. Und dazu möchte ich beitraqen", sagte der frühere Unionsfraktionschef in Eslohe im Sauerland bei einer Veranstaltung im Rahmen des Europawahlkampfs. Kramp-Karrenbauer hatte sich bei der Wahl zum CDU-Vorsitz im Dezember nur knapp gegen Merz durchgesetzt. Der CDU-Politiker erinnerte zudem an die Bedeutung der Europawahl und eine funktionsfähige Europäische Union. "Wir brauchen eine offene Union mit Zugängen zu den Weltmärkten", sagte Merz und warnte: "Wir nehmen das als viel zu selbstverständlich hin, dass wir so frei und offen in

+++ 18.55 Uhr: EU-Kommission stellt Warenliste für Vergeltungszölle auf +++

Im Streit um illegale Subventionen für Flugzeugbauer hat die EU-Kommission die Vorbereitungen für milliardenschwere Vergeltungszölle gegen die USA vorangetrieben. Wie die Nachrichtenagentur DPA aus EU-Kreisen erfuhr, legte die Brüsseler Behörde den Mitgliedstaaten eine Liste mit US-Produkten vor, die mit Zusatzabgaben belegt werden könnten. Sie umfasse Importe im Wert von rund 20 Milliarden Euro, hieß es. Die Kommission wollte die Angaben nicht offiziell bestätigen und keine Beispiele für Produkte nennen. Sie verwies darauf, dass noch ein Konsultationsverfahren mit möglicherweise betroffenen EU-Unternehmen geplant sei, und dass am Ende nur Sonderzölle auf jährliche Importe im Wert von umgerechnet etwas mehr als 10 Milliarden Euro verhängt werden sollten. Dies entspreche der Höhe des geschätzten Schadens durch illegale US-Subventionen für den Flugzeugbauer Boeing.

+++ 18.53 Uhr: 15-Jähriger bei Konfrontationen an Gaza-Grenze erschossen +++

Ein 15-Jähriger ist nach palästinensischen Angaben bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze erschossen worden. Weitere 48 Palästinenser seien verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Nach Angaben eines israelischen Armeesprechers in Tel Aviv hatten sind rund 7400 Palästinenser im Grenzgebiet versammelt. Sie hätten Steine geworfen und teilweise versucht, sich dem Grenzzaun zu nähern. Die Soldaten hätten versucht, die Unruhen zu zerstreuen, und hätten dabei auch scharf geschossen.

+++ 18.21 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Wohnungsdeals in Berlin +++

Der Verkauf Hunderter Wohnungen in Berlin an den Konzern Deutsche Wohnen beschäftigt die Staatsanwaltschaft. Gegen Verantwortliche der Firma Predac als Verkäufer sowie einer Deutsche-Wohnen-Tochter als Käufer wird wegen Verdachts des Betrugs ermittelt, wie ein Sprecher der Behörde nach einer Meldung des "Spiegel" mitteilt. Vorwurf: Die Beteiligten sollen Wohnungen, deren Bewohner ein Vorkaufsrecht hatten, verteuert haben, während leere Wohnungen und Gewerbeeinheiten billiger verkauft worden seien. Mieter, die schließlich ihr Vorkaufsrecht ausübten, hätten der Deutschen Wohnen so den Erwerb der anderen Wohn- und Gewerbeeinheiten mitfinanziert. Die Predac hatte im Vorjahr 675 Wohnungen in drei Gebäuden in der Karl-Marx-Allee, die in den 1990er Jahren privatisiert worden waren, an die Deutsche Wohnen verkauft. Bestimmte Mieter hatten auf Grundlage der Altverträge aber ein Vorkaufsrecht, von dem weit mehr als 300 schließlich auch Gebrauch machten.

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+++ 18.05 Uhr: Staatsanwaltschaft weitet "Gorch Fock"-Ermittlungen aus +++

Die Ermittlungen im Zusammenhang mit der Sanierung des Segelschulschiffes "Gorch Fock" sind nach Informationen des "Spiegels" ausgeweitet worden. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück bestätigte, dass sie wegen "Betruges zulasten der Marine" ermittele. Gegen wen konkret sich der Verdacht richte, wollte die Behörde nicht mitteilen. Bislang hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen in zwei Komplexen bestätigt: Wegen des Verdachts der Untreue gegen zwei Ex-Vorstände der Elsflether Werft AG sowie wegen des Korruptionsverdachts gegen einen Marine-Mitarbeiter. Die Sanierungsarbeiten laufen inzwischen wieder. Die Kosten waren von anfänglich zehn Millionen Euro auf 135 Millionen Euro gestiegen.

+++ 17.41 Uhr: Fast 10.000 Menschen fliehen vor Kämpfen um Tripolis +++

Fast 10.000 Menschen sind nach UN-Angaben vor den neu aufgeflammten Kämpfen um die libysche Hauptstadt Tripolis geflohen. Mehr als 3000 Menschen hätten zudem um Hilfe gebeten, konnten aber aufgrund aktueller Gefechte nicht in Sicherheit gebracht werden, berichtete das Amt für die Koordinierung von Nothilfe Ocha. Seit mehr als einer Woche versuchen die Truppen des Generals Chalifa Haftar, auf die Hauptstadt Tripolis zu marschieren. Die international anerkannte Regierung von Ministerpräsident Fajis al Sarradsch rief zur Gegenoffensive auf.

+++ 17.40 Uhr: Seehofer ordnet Verlängerung der Grenzkontrollen an +++

Deutschland verlängert seine Kontrollen an der Grenze zu Österreich für ein weiteres halbes Jahr. Wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte, wird die Entscheidung damit begründet, dass nach wie vor eine hohe Zahl von illegalen Grenzübertritten festgestellt werde. Zwischen November 2018 und Februar 2019 seien monatlich etwa 950 Fälle registriert worden, heißt es in einem Schreiben an die EU. Außerdem sei das "Migrationspotenzial" über das östliche Mittelmeer

und die sogenannte Balkanroute zuletzt wieder gewachsen. Durch die Verlängerung laufen die Kontrollen an der Grenze zwischen Bayern und Österreich nun bis zum 11. November 2019.

+++ 16.54 Uhr: Fall Monika Frischholz: Polizei durchsucht Wohnung +++

Im Fall der seit 42 Jahren vermissten Monika Frischholz aus Bayern hat die Polizei eine Wohnung durchsucht. Wo diese sich befindet und ob die Ermittler etwas gefunden haben, ist nicht bekannt. Bei den Beamten seien zudem mehr als zehn neue Hinweise eingegangen, teilte die Polizei mit. "Zum Inhalt dieser Hinweise können mit Blick auf das laufende Verfahren keine näheren Angaben gemacht werden", hieß es. Die zwölfjährige Schülerin Monika Frischholz aus Flossenbürg hatte den Erkenntnissen zufolge am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus verlassen, um einen jungen Mann zu treffen. Wenig später verlor sich ihre Spur. Anfang dieser Woche war zwei Tage lang an einem Waldrand nahe Flossenbürg ein größeres Gebiet abgesucht worden, das etwa zwei Meter tief ausgehoben wurde.

+++ 16.48 Uhr: Neue Migranten-Karawane auf dem Weg in USA erreicht Mexiko +++

Auf ihrem Weg in die Vereinigten Staaten hat eine neue Migranten-Karawane Mexiko erreicht. Mindestens 1100 Menschen vor allem aus Honduras kamen in Ciudad Hidalgo im Süden des Landes an. Der Leiter der mexikanischen Einwanderungsbehörde warf der honduranischen Regierung vor, nicht genug gegen die massive Auswanderung zu tun. "Die Regierungen in Mittelamerika, allen voran Honduras, erfüllen ihren Teil bei der sozialen Entwicklung nicht", sagte Tonatiuh Guillén. Jedes Jahr fliehen Hunderttausende Menschen vor Gewalt und Armut in Mittelamerika und versuchen, in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Die US-Regierung will sie allerdings nicht ins Land lassen. Im März wurden an der Südgrenze der USA 103.492 Menschen aufgriffen, die höchste Zahl seit zwölf Jahren.

+++ 16.33 Uhr: AfD muss Auskunft über weitere Spende geben +++

In der AfD-Spendenaffäre hat die Bundestagsverwaltung von der Partei Auskunft über eine weitere Spende an den Kreisverband von Fraktionschefin Alice Weidel gefordert. Wie der "Spiegel" berichtet, soll geprüft worden, von wem 38.000 Euro stammen, die im Frühjahr 2018 in mehreren Tranchen überwiesen worden seien. Nach Recherchen von "Spiegel" und "Report Mainz" sollen ein Geschäftsmann aus Antwerpen, ein Pensionär aus Mülheim an der Ruhr und eine Duisburgerin als Absender genannt worden sein. Die AfD habe diese inzwischen gebeten zu bestätigen, dass sie das Geld selbst gespendet hätten und nicht im Auftrag eines Dritten. Der AfD-Bundeskonvent hatte zuletzt beschlossen, Rücklagen von etwa einer Million Euro für etwaige Forderung der Bundestagsverwaltung zu bilden. Hintergrund sind drohende Strafzahlungen wegen möglicher illegaler Parteienfinanzierung.

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+++ 16.33 Uhr: Weiterhin hohe Durchfaller-Quote bei Führerscheinprüfungen +++

Im vergangenen Jahr sind Fahrschüler bei gut einem Drittel der theoretischen Führerscheinprüfungen durchgerasselt. Insgesamt betraf es bei gut 1,8 Millionen Prüfungen 36,1 Prozent, wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilte. Das war eine leichte Verbesserung zu 2017 (36,8 Prozent). Bei den praktischen Prüfungen zur Erlangung einer allgemeinen Fahrerlaubnis kletterte der Anteil der Durchfaller im Vorjahr sogar noch einmal leicht von 28,1 (2017) auf 29,4 Prozent.

+++ 16.22 Uhr: Pofalla für europaweite CO2-Abgabe +++

Der ehemalige Co-Vorsitzende der Kohlekommission, Ronald Pofalla, setzt sich für eine europaweite Kohlendioxid-Abgabe ein. Das sei der richtige Weg, die Klimaziele zu erreichen, sagte er der Nachrichtenagentur DPA. "Man verteuert damit den CO2-Ausstoß an der Quelle", erklärte der frühere CDU-Politiker, der im Vorstand der Deutschen Bahn sitzt.  "Diejenigen, die mehr zahlen müssen, werden darüber nachdenken, wie sie ihre Produktionsprozesse CO2-ärmer machen." Dies sei eine marktwirtschaftliche Regelung ohne weitere Regulierung. "Eine solche Steuer müsste aber europaweit eingeführt werden, da wir keine Wettbewerbsnachteile für die deutsche Wirtschaft einführen wollen", sagte Pofalla weiter.

+++ 16.21 Uhr: Unbekannte beschießen fahrenden Zug +++

Unbekannte haben bei Ladenburg (Baden-Württemberg) einen ICE auf der Fahrt von Berlin nach Saarbrücken mit einer Luftdruckwaffe beschossen. An vier Waggons seien an neun Stellen Beschädigungen entdeckt worden, Projektile habe man bislang aber nicht gefunden, berichtete die Bundespolizei. Von wo geschossen wurde, sei ebenfalls unklar. Am späten Donnerstagabend hatte ein Zugreisender Schäden an einer ICE-Scheibe gemeldet. Die Deutsche Bahn stellte mehrere Beschädigungen fest. Die etwa 150 Fahrgäste stiegen in Mannheim in andere Züge um. "Reisende waren zu keiner Zeit gefährdet", so die Bundespolizei.

+++ 16.17 Uhr: Missbrauchsfall in Lügde: Bei Abriss auf Campingplatz weitere Datenträger gefunden +++

Auf der Parzelle des Hauptverdächtigen im Missbrauchsfall von Lügde, Andreas V., sind weitere Beweismittel gefunden worden, gut zwei Wochen nachdem Polizei und Staatsanwaltschaft den Tatort wieder freigegeben hatten. Die Behausung des mutmaßlichen Täters wird derzeit abgerissen. Nach Informationen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung hat der Chef des Abrissunternehmens dabei weitere Datenträger entdeckt. Laut Polizei befanden sie sich in einem doppelten Boden eines Campingwagens.

++ 15.54 Uhr: Arznei in "natürlichem" Potenzmittel - Staatsanwaltschaft ermittelt +++

Die Staatsanwaltschaft Ravensburg ermittelt nach dem Fund eines Medikamentes in einem als natürlich angepriesenen Potenzmittel gegen eine Person. Am Donnerstag habe es bereits Durchsuchungen in Friedrichshafen gegeben, bei denen Pillen sichergestellt worden seien, sagte eine Sprecherin der Behörde. Das Regierungspräsidium Tübingen hatte vor dem im Internet gehandelten Nahrungsergänzungsmittel namens "Rammbock" gewarnt. Die Einnahme des Produkts könne zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, im schlimmsten Fall zum Tode führen. Das Nahrungsergänzungsmittel enthalte den Wirkstoff "Sildenafil" - in erhöhter Dosierung. "Sildenafil" wird den Angaben zufolge bei Erektionsstörungen eingesetzt. Männer dürfen es nur nach ärztlicher Verordnung einnehmen.

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+++ 15.43 Uhr: Bombe wird womöglich im Main gesprengt +++

Der Kampfmittelräumdienst will eine im Main in Frankfurt entdeckte Weltkriegsbombe am Sonntag womöglich unter Wasser sprengen. Ein Sprecher des Regierungspräsidiums in Darmstadt sagte, dies sei aber nur eine Option, um die US-amerikanische 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich zu machen. Die Entscheidung, ob die Bombe gesprengt wird oder ob man den Zünder nach einer Bergung entfernt, falle erst am Sonntagmorgen, sagte der Sprecher. Der Sprengkörper war bei einem Übungstauchen der Feuerwehr entdeckt worden. Bevor die Experten aus Rheinland-Pfalz und Hessen an die Arbeit gehen, müssen etwa 600 Menschen am Sonntagmorgen ihre Wohnungen verlassen. Der Straßen- und Schifffahrtsverkehr sowie der öffentliche Nahverkehr wird teilweise gesperrt oder umgeleitet.

+++ 15.46 Uhr: Tsunami-Warnung nach Erdbeben in Indonesien aufgehoben +++

In Indonesien hat es ein Erdbeben der Stärke 6,9 gegeben. Eine kurzzeitig verhängte Tsunami-Warnung hob die Meteorologiebehörde wieder auf. Das Beben ereignete sich demnach in etwa zehn Kilometern Tiefe nahe der Insel Sulawesi. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Besonders stark spürten die Einwohner der Stadt Palu in Zentralsulawesi das Beben. "Einwohner gerieten in Panik und liefen aus ihren Häusern", sagte der Sprecher des nationalen Katastrophenschutzes Sutopo Nugroho. Die Menschen seien gewarnt worden, sich nicht in Küstennähe oder an Flüssen aufzuhalten. Ende September hatten ein Erdbeben und ein Tsunami in Palu mehr als 2000 Menschen getötet.

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+++ 15.17 Uhr: Polizisten-Suizide alarmieren Frankreichs Innenministerium +++

Eine besorgniserregend hohe Zahl von Suiziden innerhalb der Polizei hat Frankreichs Innenminister Christophe Castaner alarmiert. Künftig sollen die psychologische Betreuung verbessert und mit einer Präventionseinheit Notfälle frühzeitig erkannt werden, kündigte er an. Castaner reagierte damit auf neue, vor wenigen Tagen bekannt gewordene Fälle. Damit haben sich seit Januar in Frankreich bereits 24 Polizisten und 2 Gendarmen das Leben genommen, wie französische Medien unter Berufung auf Behördenangaben berichteten. Im gesamten Jahr 2018 seien es 35 Polizisten und 33 Gendarmen gewesen. Die Polizeigewerkschaft beklagt die hohe Anzahl an Einsätzen und Überstunden.

+++ 14.45 Uhr: Vergleichsportal Idealo klagt gegen Google +++

Das Preisvergleichsportal Idealo wirft Google in einer Klage unfairen Wettbewerb vor und verlangt eine halbe Milliarde Euro Schadenersatz. Der Internet-Konzern missbrauche nach wie vor seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber, argumentierte das zum Medienkonzern Axel Springer gehörende Unternehmen. Google wollte sich zunächst nicht äußern, da die Klage noch nicht zugestellt worden sei. Die Klage folgt im Kielwasser des jahrelangen Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission zu Googles Shopping-Suche. Die Brüsseler Behörde war zu dem Schluss gekommen, dass der Internet-Konzern seine Marktposition missbraucht und eigene Angebote zum Nachteil von Konkurrenten bevorteilt hatte. Deswegen wurde 2017 eine Strafe von gut 2,4 Milliarden Euro verhängt. Aus Sicht von Idealo sind die von Google bisher vorgenommenen Änderungen nicht ausreichend.

+++ 14.38 Uhr: Dreifachmord von Hille: Staatsanwalt fordert lebenslang +++

Im Prozess um den Dreifachmord von Hille in Ostwestfalen hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für beide Angeklagten gefordert. Sie beantragte am Freitag vor dem Landgericht Bielefeld zudem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld für die 52 und 25 Jahre alten Männer. Bei dieser Höchststrafe wäre eine vorzeitige Haftentlassung so gut wie ausgeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass die beiden Angeklagten erst einen 72 Jahre alten Nachbarn, dann einen 64 Jahre alten Hilfsarbeiter und später einen 30 Jahre alten Geschäftspartner erschlagen haben, um sich zu bereichern. Die drei Leichen waren vor rund einem Jahr verscharrt auf Höfen in Hille an der Landesgrenze zu Niedersachsen gefunden worden.

+++ 14.36 Uhr: Schweden will IS-Kinder aus Syrien holen +++

Die schwedische Regierung will den Kindern schwedischer IS-Kämpfer in Syrien helfen. Außenministerin Margot Wallström teilte auf ihrer Facebook-Seite mit, dass die Regierung alles tun werde, damit die in Syrien lebenden Kinder mit Verbindungen zu Schweden die Hilfe erhielten, die sie bräuchten. Wenn möglich, sollten sie nach Schweden gebracht werden.

Wallström schränkte aber ein, dass jeder Fall individuell behandelt werden müsse. "Die Kinder befinden sich in unterschiedlichen Lagen, einige sind vielleicht Waisen, andere haben Eltern, die für die Taten verhaftet wurden, die sie für den IS begangen haben." Es sei sehr schwierig, in Syrien geborene Kinder als Schweden zu identifizieren. Im größten Lager lebten etwa 76.000 Menschen, erklärte Wallström.

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+++ 14.29 Uhr: Tote bei Hauseinsturz in Brasilien +++

Beim Einsturz von zwei Häusern in Rio de Janeiro sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden bei dem Unglück im Stadtteil Muzema im Westen der Millionenmetropole verletzt, wie das Nachrichtenportal G1 unter Berufung auf die Feuerwehr berichtete. Mindestens 15 Menschen wurden noch vermisst. Die Feuerwehr suchte nach Verschütteten. An der Unglücksstelle roch es stark nach Gas.

Die drei - bis vierstöckigen Gebäude sollen illegal errichtet worden sein. Die Gegend wird laut Medienberichten von den sogenannten Milizen kontrolliert. Diese Verbrechersyndikate bestehen aus aktiven und ehemaligen Polizisten, Feuerwehrleuten sowie städtischen Beamten.

+++ 13.57 Uhr: Entenfamilie verursacht Unfall mit fünf Autos +++

Weil eine Entenfamilie die Bundesstraße 9 im rheinland-pfälzischen Jockgrim bei Landau überqueren wollte, ist bei einem anschließenden Unfall ein Mann schwer verletzt worden. Insgesamt waren vier Autos und ein Lastwagen an dem Unfall beteiligt, wie die Polizei in Landau am Freitag mitteilte.

Zwei bislang unbekannte Autos blieben wegen der Enten auf der Straße stehen, doch die folgenden Fahrzeuge bremsten zu spät. Der Fahrer eines Wagens versuchte nach rechts auszuweichen und stieß gegen einen daneben fahrenden Lastwagen. Durch den Aufprall wurde das Auto über die Fahrbahn geschleudert und prallte gegen ein weiteres Fahrzeug. Der Fahrer des weggeschleuderten Autos wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

+++ 13.55 Uhr: Anschlag auf AfD-Büro: drei Männer angeklagt +++

Mehr als drei Monate nach dem Anschlag auf ein AfD-Büro im sächsischen Döbeln hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei Tatverdächtige erhoben. Zwei 29 und 33 Jahre alte Verdächtige sollen Anfang Januar eine Kugelbombe vor dem AfD-Bürgerbüro gezündet haben, wie die Staatsanwaltschaft Chemnitz mitteilte. Ein weiterer, 40-jähriger Mann soll ihnen geholfen haben. Den Knallkörper mit einer "Nettoexplosionsstoffmenge" von 1,1 Kilogramm hatten sie zuvor in Tschechien gekauft.

Bei der Explosion wurden die Fensterscheibe des Büros nach innen gedrückt und Teile des Inventars erheblich beschädigt. Zudem wurden vor dem Haus stehende Autos beschädigt, und in der gegenüberliegenden Wohnung splitterten zwei Fensterscheiben. Insgesamt entstand ein Sachschaden von mindestens 16.000 Euro.

+++ 13.49 Uhr: Nach Tod eines Soldaten: Strafbefehl gegen Ausbilderin ist rechtskräftig +++

Nach dem Zusammenbruch eines jungen Soldaten bei einem Fußmarsch im Juli 2017 in Munster muss eine Bundeswehr-Ausbilderin eine Geldstrafe wegen fahrlässiger Körperverletzung zahlen. "Heute ist die schriftliche Rücknahme des Einspruchs eingegangen", sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Soltau. "Damit ist der Strafbefehl rechtskräftig." 

Die Frau muss 3600 Euro bezahlen. Sie hatte zunächst Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, dann aber über ihren Verteidiger mitgeteilt, das Urteil doch anzunehmen. Weitere Rechtsmittel gegen den Strafbefehl gibt es nun nicht mehr. 

+++ 13.36 Uhr: Günter Wallraff nach Fahrradsturz im Krankenhaus +++

Der Journalist und Schriftsteller Günter Wallraff (76) hat sich bei einem Sturz mit dem Fahrrad schwer verletzt. "Ich bin noch in der Klinik, das dauert alles noch", sagte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Köln. Er sei vier Stunden lang operiert worden. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" online darüber berichtet. 

Demnach war der Investigativjournalist ("Der Aufmacher", "Ganz unten") kürzlich in Köln auf dem Nachhauseweg mit dem Vorderrad am Bordstein hängengeblieben und gestürzt. Dabei habe er unter anderem einen komplizierten Trümmerbruch im Oberschenkel sowie Kopfverletzungen erlitten. Er hoffe, nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus mit Hilfe von Krankengymnastik wieder auf die Beine zu kommen, sagte Wallraff.

+++ 13.13 Uhr: Sohn von ermordeter Journalistin fordert Druck auf Malta +++

Zur vollen Aufklärung des Mordes an der Journalistin Daphne Caruana Galizia hat ihr Sohn verstärkten internationalen Druck auf Malta verlangt. Die tief korrupten Behörden seien praktisch untätig, kritisierte der Journalist Matthew Caruana Galizia auf einer Medientagung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Freitag in Wien. "Wir müssen uns entscheiden, ob wir Malta zu einem Exempel machen, dass es keinen Raum für ein solches Verhalten in der EU gibt". Andernfalls drohe Malta zu einem Hort von Kleptokraten zu werden. Die regierungskritische Bloggerin war am 16. Oktober 2017 unweit ihres Hauses in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Drei Männer müssen sich wegen der Ausführung des Attentats vor Gericht verantworten. Viele Fragen zu den Hintermännern sind aber noch offen.

+++ 13.01 Uhr: Indische Fluglinie Jet Airways storniert internationale Flüge +++

Die hoch verschuldete indische Fluggesellschaft Jet Airways hat all ihre internationalen Flüge am Freitag storniert. Nur noch 14 der 119 Flugzeuge der Airline seien derzeit in Betrieb, sagte ein Sprecher am Freitag. Flüge von der indischen Hauptstadt Neu Delhi etwa nach London und Amsterdam fielen seit Donnerstagabend (Ortszeit) aus. Von Jet Airways gab es keine Angaben zu den Gründen oder wann mit einer Wiederaufnahme der Flüge zu rechnen ist.

Die Piloten der Fluglinie hatten bereits angedroht, wegen ausstehender Gehaltszahlungen ab Montag zu streiken. Indiens Minister für zivile Luftfahrt, Suresh Prabhum, erklärte auf Twitter, er habe Schritte angeordnet, um Unannehmlichkeiten für Passagiere gering zu halten und deren Sicherheit zu gewährleisten.

+++ 12.55 Uhr: Disney-Chef mahnt zu Kampf gegen Hass - "Hitler hätte Online-Netzwerke geliebt" +++

Disney-Vorstandschef Robert Iger hat US-Politiker dazu aufgerufen, vor den Präsidentschaftswahlen 2020 gegen Rassismus und Extremismus Stellung zu beziehen. "Hitler hätte Online-Netzwerke geliebt", sagte Iger am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung des Simon-Wiesenthal-Zentrums. Das Netz sei für Extremisten ein wichtiges Mittel, um ihre Propaganda zu verbreiten. Verachtung für Andersdenkende dominiere aktuell die US-Politik, sagte Iger. Vor den kommenden Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 steht den USA erneut ein erbitterter Wahlkampf zwischen Republikanern und der Demokraten ins Haus. Er wolle von den Kandidaten "eine Vision sehen, die Platz für alle bietet."

+++ 12.50 Uhr: Bis zu 20 Cent Unterschied: Preise an den Tankstellen schwanken stark +++

Die Spritpreise an deutschen Zapfsäulen sind weiterhin hohen Schwankungen unterworfen. Innerhalb einer Stadt unterschieden sich die Tankpreise an einem Tag um bis zu 20 Cent, heißt es in dem veröffentlichten Jahresbericht der "Markttransparenzstelle", einer Einrichtung des Bundeskartellamts in Bonn. Am billigsten sind Benzin oder Diesel an den Tankstellen in der Regel am späteren Abend und am teuersten am Vormittag.

Die Preisentwicklung sei gut vorhersehbar, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt und wies die Verbraucher darauf hin, dass sie dank Infos aus dem Internet und mit angepassten Routen viel Geld sparen könnten. "Ein wenig Planung für den Weg zur Arbeit oder die Urlaubsreise lohnt sich", sagte Mundt. Die Mineralölkonzerne sind verpflichtet, Preisänderungen zu melden - daher hat das Kartellamt einen guten Überblick über die Entwicklung an der Zapfsäule.

+++ 12.27 Uhr: Mann mit Down-Syndrom erschossen - Polizisten angeklagt +++

Polizisten, die in Schweden auf einen 20-Jährigen mit Down-Syndrom geschossen haben, müssen sich dafür vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft in Stockholm teilte am Freitag mit, sie werde Anklage gegen drei Männer erheben. Zweien werde Fehlverhaltens im Dienst vorgeworfen. Ein dritter, der den tödlichen Schuss abgab, muss sich für den Tod des jungen Mannes beziehungsweise ebenfalls wegen Fehlverhaltens verantworten.

Der 20-Jährige war in der Nacht zum 2. August 2018 aus der Wohnung seines Vaters gelaufen und hatte eine Spielzeugpistole dabei. Zeugen alarmierten die Polizei, sie hätten einen bewaffneten Mann im Hinterhof gesehen. Als die Beamten eintrafen, hielten sie die Waffe für echt. Der junge Mann, der außerdem eine Autismus-Diagnose hatte, reagierte nicht auf die Aufforderung, die Pistole fallen zu lassen und richtete sie auf die Beamten. Die Polizisten fühlten sich bedroht und gaben zusammen 25 Schüsse ab, drei trafen ihr Ziel.

+++ 12.14 Uhr: Mann wegen Brandanschlägen auf Kirche festgenommen +++

US-Ermittler haben einen 21-Jährigen festgenommen, der drei Kirchen mit traditionell schwarzen Gemeinden in Louisiana in Brand gesteckt haben soll. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den Sohn eines Polizisten, wie die Behörden des US-Bundesstaates am Donnerstag bekanntgaben. Ihm droht eine lange Haftstrafe.

"Ich weiß nicht, was das Motiv dieses jungen Mannes war", sagte der Gouverneur von Louisiana, John Bel Edwards. Die Tat könne nicht gerechtfertigt oder rational erklärt werden. Sie erinnere an eine "sehr dunkle Zeit voller Einschüchterung und Angst" in dem Südstaat. Der mutmaßliche Brandstifter, Holden M., soll der Black-Metal-Musikszene angehören, die im Ruf steht, von nationalsozialistischen und rassistischen Mitgliedern dominiert zu werden. Auch die US-Bundespolizei FBI ermittelt in dem Fall.

+++ 11.51 Uhr: Angreifer tötet Frau durch Säureangriff +++

Ein bislang unbekannter Täter hat in der Slowakei einer Spaziergängerin Säure ins Gesicht geschüttet und sie tödlich verletzt. Wie die Polizei auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, hatte die 39-Jährige in der Stadt Nove Zamky am Morgen ihren Hund ausgeführt, als der Täter auf sie zusprang. Das Opfer konnte noch selbst per Handy den Notruf wählen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort starb sie noch am Vormittag an den schweren Verletzungen, die sie an Gesicht und Atemwegen erlitten hatte. Die Polizei suchte gegen Mittag noch nach Täter und Tathintergrund.

+++ 11.09 Uhr: Großmutter und Enkelin in Kambodscha geköpft +++

Ein Bauer und sein erwachsener Sohn sollen eine Frau und ihre sechsjährige Enkelin in Kambodscha enthauptet haben. Vor einem Gericht in der Provinz Kampong Cham müssen sich Vater und Sohn, beide Bauern, wegen Mordes verantworten, wie die zuständigen Behörden am Freitag mitteilten. Die kopflosen Körper der 65-Jährigen und ihrer Enkelin waren Anfang April in einem Wald nahe ihres Hauses entdeckt worden. Die Opfer sollen ihre Mörder gekannt haben. Bei einer Verurteilung drohen den Männern bis zu 30 Jahren Haft. Über ihr Motiv war zunächst nichts bekannt. Unklar ist, ob die Köpfe gefunden wurden.

+++ 11.04 Uhr: Entgleister Zug begräbt Haus unter sich - sechs Tote +++

Nach einem Zugunglück in China haben Rettungskräfte sechs Leichen geborgen. Nach Angaben der Behörden vom Freitag war im Ort Gongyi in der zentralchinesischen Provinz Henan ein Güterzug entgleist und hatte ein Haus unter sich begraben. Der Zug des staatlichen Aluminiumherstellers Chalco hatte rund 1500 Tonnen Erz geladen.

Der Zug war am Donnerstagabend entgleist. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig, weil sich zahlreiche Waggons bei dem Unglück aufeinander gestapelt und ihre Ladung verloren hatten. Bei den sechs Opfern soll es sich um vier Bahnmitarbeiter und zwei Bewohner des zerstörten Hauses handeln. Die Ermittlungen zur Unglücksursache laufen noch.

+++ 11.02 Uhr: Islamisten entführen zwei Ärzte in Kenia +++

In Kenia sind nach Angaben aus Polizeikreisen zwei kubanische Ärzte von mutmaßlichen Mitgliedern der islamistischen Shebab-Miliz entführt worden. Der mit ihrem Schutz beauftragte Polizist sei getötet worden, verlautete am Freitag von Seiten der Polizei.

Die Ärzte und der Polizist seien am Morgen in Mandera im Nordosten Kenias attackiert worden. Die Vorgehensweise und die Tatsache, dass sich die Entführer auf den Weg in Richtung der somalischen Grenze gemacht hätten, ließen auf eine Täterschaft der Shebab schließen.

+++ 10.55 Uhr: Mehrere Tote bei Feuer in Hanoi +++

Bei einem Brand auf einem Werkstatt- und Lagergelände der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, drei weitere wurden nach Angaben der staatlichen vietnamesischen Nachrichtenagentur VNA noch vermisst. Das Feuer brach Augenzeugenberichten zufolge in der Nacht zum Freitag in einer kleinen Fabrik aus, in der Wertstofftonnen und Beutel für Kieselgel hergestellt wurden. Mehrere benachbarte Werkstätten und Lagerhallen brannten ebenfalls nieder.

Die Flammen hätten sich rasend schnell ausgebreitet, berichtete ein Augenzeuge der staatlichen Internetseite VnExpress. "Niemand konnte sich ihnen nähern". Erst am frühen Morgen konnte die Feuerwehr den Brand löschen. 

+++ 10.26 Uhr: Mann nach 25 Jahren wegen Mordes an Prostituierter verurteilt +++

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Mord an einer Prostituierten in Augsburg ist ein Freier der Frau zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Augsburg erklärte den 50 Jahre alten Deutschen aufgrund von Indizien für überführt. Der Mann wurde außerdem wegen Vergewaltigung einer Bekannten verurteilt.

Die Richter folgten mit dem Urteil am Freitag dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Die beiden Verteidiger des Mannes hatten Freispruch für ihren Mandanten verlangt. Die Indizien reichten für eine Verurteilung nicht aus, meinten die Anwälte. Die Prostituierte hatte Anfang der 90er Jahre auf dem Augsburger Straßenstrich gearbeitet. In einer Nacht im September 1993 wurde sie erwürgt. Die Leiche wurde etwa 15 Kilometer vom Tatort entfernt an der Bahnlinie Augsburg-Ulm abgelegt.

+++ 10.21 Uhr: Bundesanwaltschaft klagt mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus Sri Lanka an +++

Die Bundesanwaltschaft hat gegen einen mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus Sri Lanka Anklage erhoben. Wie die Behörde am Freitag in Karlsruhe mitteilte, soll sich der 37-Jährige sri-lankische Staatsangehörige (Sivatheeban B.) vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf als Mitglied einer ausländischen terroristischen Vereinigung gemeinsam mit anderen wegen Kriegsverbrechen in 15 Fällen verantworten. Darüber hinaus besteht der hinreichende Tatverdacht des Totschlags in zwei Fällen und des versuchten Totschlags in 11 weiteren Fällen.

Der Mann soll von 2006 bis 2009 der Rebellengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) angehört haben, die die Bundesanwaltschaft als terroristische Vereinigung einstuft. Die LTTE kämpften 26 Jahre lang für einen unabhängigen tamilischen Staat im Norden der Insel. 2009 besiegte die Armee die Aufständischen.

+++ 9.55 Uhr: Zoll entdeckt Schwarzarbeiter auf Baustelle für Justizzentrum +++

Der Zoll hat auf der Baustelle des neuen Münchner Strafjustizzentrums eine Reihe von Schwarzarbeitern angetroffen. Bei einer Razzia seien insgesamt 14 Bauarbeiter mit falschen Papieren festgestellt worden, teilte das Hauptzollamt München mit. Die Männer seien wegen des Vorwurfs des illegalen Aufenthalts und der Urkundenfälschung festgenommen worden. Außerdem seien zwei Arbeitgeber wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern festgenommen worden.

Es hätten sich bei der Razzia am vergangenen Dienstag verschiedene Sachverhalte ergeben, welche eine weitergehende und umfangreiche Prüfung erforderten, teilte der Zoll weiter mit. Insgesamt kamen demnach rund 60 Einsatzkräfte von Zoll, Steuerfahndung und Polizei zum Einsatz.

+++ 9.01 Uhr: Altmaier begrüßt Brexit-Verschiebung +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht in dem Aufschub des Brexit-Termins auf den 31. Oktober eine Chance für die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft, sich besser auf einen Austritt Großbritanniens aus der EU und mögliche Folgen vorzubereiten. "Durch die Verlängerung wird Druck aus dem Verfahren genommen", sagte Altmaier der "Passauer Neuen Presse" (Freitagsausgabe). Dies bedeute für alle Beteiligten mehr Zeit, sich auf die Veränderungen einzustellen.

"Wir haben die Chance, dass die negativen Folgen des Brexits auf die Konjunktur eingedämmt werden können. Das ist eine gute Nachricht", sagte der Bundeswirtschaftsminister. Die Vorbereitungen auf einen möglichen Brexit seien gut. Das werde auch in den nächsten Monaten so bleiben. "Dennoch würde der Austritt eines so großen Mitgliedsstaates am Ende negative Auswirkungen haben", sagte Altmaier. Das gelte insbesondere für den Handel und den Export von deutschen Gütern nach Großbritannien.

+++ 8.35 Uhr: Tesla nimmt Variante von Model 3 aus Online-Angebot +++

Tesla nimmt die Basisversion seines Hoffnungsträgers Model 3 als Elektroauto zum Preis von 35.000 Dollar schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Online-Angebot. Erst vor wenigen Wochen hatte der E-Autobauer diese Variante verfügbar gemacht. Interessenten müsste sie im Laden oder per Telefon ordern, erklärte Tesla nun in einem Blogeintrag

Es ist die nächste Kehrtwende von Tesla-Chef Elon Musk: Vor kurzem hatte er angekündigt, Elektroautos der Firma sollen grundsätzlich nur noch online bestellbar sein. Zugleich hatte er damals auch die Schließung vieler Tesla-Läden in Aussicht gestellt - doch schon wenig später hieß es, es sollen doch mehr Geschäfte bleiben als zunächst geplant.

+++ 8.22 Uhr: Bundesrat stimmt über schnellere Arzttermine ab +++

Gesetzlich Krankenversicherte sollen künftig schneller Arzttermine bekommen. Der Bundesrat befasst sich an diesem Freitag (9.30 Uhr) mit einem entsprechenden Gesetz, von dem Millionen Bürger profitieren sollen. Das vom Bundestag beschlossene Terminservice- und Versorgungsgesetz sieht unter anderem mehr Sprechstunden und Vermittlungsangebote vor. 

Wochenlange Wartezeiten für gesetzlich Versicherte sind ein Aufregerthema, auch weil Privatpatienten häufig schneller Termine bekommen. Das Gesetz sieht vor, dass Praxisärzte künftig mindestens 25 statt 20 Stunden in der Woche für gesetzlich Versicherte anbieten müssen. Bei Augenärzten, Frauenärzten und Hals-Nasen-Ohren-Ärzten muss es mindestens fünf Stunden als offene Sprechstunde ohne feste Termine geben. Die telefonische Vermittlung über Terminservicestellen, die in den Ländern bisher unterschiedlich arbeiten, soll stark ausgebaut werden. Für die gesetzlichen Krankenkassen bedeuten die Pläne jährliche Mehrausgaben in Milliardenhöhe.

+++ 8.15 Uhr: Afghanistan: Taliban kündigen Frühjahrsoffensive an +++

Ungeachtet laufender Gespräche mit den USA über eine Friedenslösung in Afghanistan haben die radikalislamischen Taliban am Freitag ihre Frühjahrsoffensive angekündigt. Viele Afghanen hatten gehofft, dass die Extremisten angesichts der politischen Annäherung in diesem Jahr darauf verzichten. "Unsere Pflicht zum Dschihad ist nicht vorbei", heißt es in der Taliban-Erklärung.

Eine Schlüsselkomponente der Offensive unter den Namen "Al-Fath" (der Sieg), sei es, Afghanen dazu zu bringen, die Armee und Polizei zu verlassen, hieß es. Die Taliban riefen alle Sicherheitskräfte dazu auf, ihre Leben zu schützen und auf "sinnlose Feindseligkeiten und vergeblichen Widerstand" zu verzichten und sich ihnen anzuschließen.

+++ 7.55 Uhr: Hillary Clinton: Assange muss ich verantworten +++

Der in London inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange sollte sich nach Ansicht der früheren US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton für seine mutmaßlichen Straftaten vor Gericht verantworten. Die Enthüllungsplattform hatte im Präsidentschaftswahlkampf 2016 E-Mails der demokratischen Partei veröffentlicht und damit der damaligen Kandidatin Clinton geschadet.

"Aus der Anklage, die öffentlich geworden ist, geht hervor..., dass es um die Unterstützung beim Hacken eines Militärcomputers geht, mit dem Ziel, Informationen der US-Regierung zu stehlen", sagte Clinton bei einer Veranstaltung in New York am Donnerstag (Ortszeit). 

"Ich werde warten und sehen, was mit den Anklagepunkten passiert und wie das Ganze weitergeht", fügte sie hinzu. "Das Entscheidende ist, dass er sich für das, was er getan hat, verantworten muss, zumindest so, wie es die Anklage vorsieht."

+++ 7.37 Uhr: Dalai Lama aus Krankenhaus entlassen +++

Der Dalai Lama ist nach dreitägiger Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen werden. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter konnte die Klinik in der indischen Hauptstadt Neu Delhi am Morgen verlassen, wie sein Sprecher sagte. "Es geht ihm jetzt sehr gut." Der 83-Jährige war am Dienstag wegen Brustschmerzen in der Klinik aufgenommen worden. Ein Mitarbeiter sprach später von einem "leichten Husten".

Am Donnerstag sagte sein Sprecher Tenzin Taklha, der seit Jahrzehnten im indischen Exil lebende Friedensnobelpreisträger sei "geheilt" und gehe in der Klinik wieder seinem normalen Tagesablauf nach. Medienberichten zufolge dürfte er noch einige Tage in Neu Delhi bleiben und dann in die nordindische Stadt Dharamsala zurückkehren.

+++ 7.00 Uhr: Mindestens 16 Tote bei Bombenanschlag in Pakistan +++

Bei einer Explosion in der südwestpakistanischen Stadt Quetta sind mindestens 16 Menschen getötet worden. Fast 30 weitere seien verletzt worden, nachdem ein in einem Obstmarkt platzierter Sprengsatz detoniert sei, sagte der Polizeichef Abdul Razzaq Cheema am Freitag. Der Obstmarkt werde hauptsächlich von Angehörigen der ethnischen Minderheit der Hasara, die Schiiten sind, betrieben, sagte Cheema. Viele Verletzte schwebten in Lebensgefahr, sagte ein Mitarbeiter der Rettungskräfte, Abdul Hamid Achakzai. Er erwarte daher, dass die Opferzahl weiter steige. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

Der Vorfall ist der erste Angriff auf die schiitische Minderheit in Pakistan seit vielen Monaten. Schiiten wurden in der Vergangenheit immer wieder Ziele von Angriffen von radikalischen sunnitischen Gruppen in Pakistan und Afghanistan.

+++ 5.37 Uhr: Nordkorea hat neues protokollarisches Staatspberhaupt +++

Einen Monat nach der staatlich gelenkten Parlamentswahl in Nordkorea hat das abgeschottete Land ein neues protokollarisches Staatsoberhaupt bekommen. Bei ihrer konstituierenden Sitzung wählte die Oberste Volksversammlung den Stellvertreter von Machthaber Kim Jong Un in der mächtigen Kommission für staatliche Angelegenheiten, Choe Ryong Hae, zum Vorsitzenden des Parlamentspräsidiums, wie die staatlichen Medien am Freitag berichteten. Choe ersetzt damit den 91-jährigen Kim Yong Nam, der in dieser Position lange Jahre als nominelles Staatsoberhaupt und "außenpolitisches Gesicht" des Landes galt.

+++ 4.30 Uhr: Zehntausende nehmen von erschossenem Rapper Abschied +++

Freunde, Fans und Angehörige des erschossenen Rappers Nipsey Hussle haben bei einer großen Trauerfeier von dem Musiker Abschied genommen. Im Staples Center in Los Angeles fanden sich am Donnerstag (Ortszeit) nach US-Medienberichten mehr als 20.000 Menschen ein. Rapper Snoop Dogg würdigte seinen Kollegen als liebenswerten Menschen, der sich für die Versöhnung von rivalisierenden Banden stark gemacht habe.

Stevie Wonder spielte Songs wie "Rocket Love" und "Tears in Heaven". Der Sänger mahnte vor Waffengewalt. Es seien schon genug Menschen durch Waffen getötet worden, sagte Wonder. Es wurde auch ein Brief von dem früheren US-Präsidenten Barack Obama verlesen, der darin Hussles Wandlung zu einem Friedensaktivisten als Vorbild für junge Menschen würdigte.

+++ 3.35 Uhr: Ex-Berater von Obama angeklagt +++

Im Zuge der Ermittlungen von Russland-Sonderermittler Robert Mueller sind auch Anschuldigungen gegen einen früheren Berater von Ex-Präsident Barack Obama erhoben worden. Der Anwalt Gregory Craig wurde am Donnerstag angeklagt. Er soll Ermittler zu seiner Lobbytätigkeit für die frühere ukrainischen Regierung belogen haben.

Der Partner der Großkanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom, der unter Obama im Weißen Haus gearbeitet hatte, war 2012 von der damaligen prorussischen Regierung in Kiew angeheuert worden. Er sollte das Image der Regierung aufpolieren, die durch den Prozess gegen Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko international in die Kritik geraten war.

+++ 2.10 Uhr: Präsident der Übergangsregierung im Sudan vereidigt +++

Nach der Absetzung des langjährigen Präsidenten Omar al-Baschir ist sein bisheriger Verteidigungsminister Awad Ibn Auf als Präsident des militärischen Übergangsrates des Sudans vereidigt worden. Ibn Aufs Stellvertreter wurde am Donnerstagabend Generalstabschef Gamal Abdel-Maruf, wie der sudanesische Staatsrundfunk berichtete.

Der Übergangsrat soll dem Militär zufolge zwei Jahre im Amt bleiben und Wahlen vorbereiten. Doch das Oppositionsbündnis Erklärung von Freiheit und Wandel, das Massenproteste gegen Al-Baschir organisiert hatte, lehnte das Vorhaben der Militärs ab. Es forderte eine zivile Übergangsregierung und rief die Bürger auf, ihre Proteste fortzusetzen.

+++ 1.23 Uhr: Ex-Soldat soll Morde an slowakischem Journalisten gestanden haben +++

Ein Ex-Soldat soll den Mord am slowakischen Journalisten Jan Kuciak und an dessen Verlobter gestanden haben. Die Nachrichtenseite "aktuality.sk", für die Kuciak arbeitete, berichtete am Donnerstag, der Mann namens Miroslav Marcek habe die Tat gestanden. Marcek und drei weitere Tatverdächtige waren im vergangenen Herbst festgenommen worden.

Der 27-jährige Kuciak und seine Verlobte Martina Kusnirova waren im Februar 2018 zuhause in ihrem Dorf Velka Maca, 65 Kilometer östlich von Bratislava, erschossen worden. Der Reporter hatte zu Verbindungen zwischen der italienischen Mafia und slowakischen Politikern recherchiert. Sein unvollendeter Artikel wurde nach seinem Tod veröffentlicht.

+++ 1.05 Uhr: Sprachkurse für Migranten: Zahl der Absolventen sinkt +++

Die sinkende Zahl von erfolgreichen Absolventen des Deutsch-Tests für Zuwanderer bereitet Behörden und Politik Kopfzerbrechen. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des AfD-Abgeordneten René Springer hervorgeht, haben im vergangenen Jahr 51,5 Prozent der 172.471 Migranten, die erstmalig am Deutsch-Kurs teilnahmen, das Kursziel "Sprachniveau B1" nicht erreicht. Im Vorjahr waren es rund 48 Prozent gewesen. Im Jahr 2016 hatten knapp 38 Prozent der Teilnehmer beim ersten Mal das Kursziel verfehlt. Darüber hatte zuerst die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet ("NOZ"). 

+++ 1.04 Uhr: Sudan: EU fordert von Militär zivile Regierung +++

Die Europäische Union hat nach dem Sturz des sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir eine rasche Übergabe der Regierungsverantwortung an Zivilisten gefordert. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklärte am Donnerstag, nur ein "glaubwürdiger und inklusiver politischer Prozess" könne den Erwartungen der sudanesischen Bevölkerung gerecht werden und zu den notwendigen politischen und wirtschaftlichen Reformen führen. Dazu müsse die Macht schnell an eine zivile Übergangsregierung übergeben werden.

tkr / fs / DPA / AFP