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Maná: Lieben heißt Kämpfen

In ihrer Heimat sind sie Superstars, bei uns seit "Corazón Espinado" und ihrer Zusammenarbeit mit Carlos Santana bekannt: Die mexikanische Rockband Maná singt von Liebe und Schmerz.

Von Heike Sonnberger

"Deine Küsse sind in meine Haut tätowiert. Ich werde in die Lüfte steigen und auf den Grund des Meeres sinken. Ich bin ein verliebter Hai und du der Mond, der auf die Erde kam." Solche Sätze singt die mexikanische Rockband Maná auf ihrem neuen Album "Amar es Combatir" - Lieben heißt Kämpfen. Der Titel lässt sofort erkennen, worum es den Heart-Rockern aus Guadalajara auch auf dieser Platte geht: Um zeitlos süße und schmerzvolle Gefühle.

Liebe als rosaroter Faden

Schnulzige Texte auf Spanisch und einprägsame Softrock-Rhythmen sind seit Jahren ihr Rezept zum ganz großen Erfolg. In ihrer Heimat landeten sie vor fünfzehn Jahren mit dem Lied "Rayando El Sol" den ersten Hit, seitdem ist Maná aus der Musikszene Süd- und Lateinamerikas nicht mehr wegzudenken. 1998 nahmen sie gemeinsam mit Carlos Santana, der Koryphäe des Latin-Rock, den Song "Corazón Espinado" auf - und schlichen sich so auch weltweit in die Charts.

Die Liebe zieht sich wie ein rosenroter Faden durch alle ihre Alben. Genau wie ihr Engagement. Denn die vier zottelhaarigen Männer machen mehr als nur Musik. Vor zehn Jahren gründete Sänger Fher Olvera die Initiative "Selva Negra", die sich für die Flora und Fauna Lateinamerikas einsetzt. Außerdem organisieren die Musiker Kampagnen zur Rettung von Jungschildkröten und unterstützen die zapatistische Bürgerrechtsbewegung in Chiapas in Südmexiko.

Sehnsuchtsschmachtstimme und Schlagerrhythmen

Ihr kämpferisches Engagement scheint auf ihrem neuen Album allerdings etwas abgeflaut. Trotz des Titels. Denn "amar es combatir" beruht auf einem Wortspiel. Die Redewendung lautet eigentlich "amar es compartir" - Lieben heißt Teilen. Nur das Lied "Combatiente" prangert jedoch gesellschaftskritisch Gruppenzwang und Unterwerfung an. Die Moral: "Was nicht tötet, härtet ab." Das ist schwach verglichen mit früheren Hits wie "¿Dónde Jugarán los Niños?", die idealistisch nach einer besseren Welt verlangten.

Die erste Hälfte des neuen Albums ist enttäuschend - und gleichzeitig beruhigend. "Ist ein bisschen, als ob man Samstags in der Fußgängerzone einen lange nicht gesehenen Freund trifft, der sich ausnahmsweise nicht zu einem bierbäuchigen Zombie entwickelt hat", kommentiert ein Fan auf Amazon.de. Doch Fhers Sehnsuchtsschmachtstimme und die schlagerartigen Schlagzeugrhythmen lassen keinen Raum für frischen Wind. Die Band hat das Album in einem Studio am Strand von Miami aufgenommen. Trotzdem ist vom angekündigten Ozean-Feeling erstmal wenig zu spüren.

Reggae, Salsa und zackige Lyrik

Die zweite Hälfte des Albums ist dafür umso quirliger - als wollte die Gruppe ihre Fans an Experimente sachte heranführen. Plötzlich trällert eine Mundharmonika zu leichten Reggae-Grooves, und man kann sich zurücklehnen und erleichtert durchatmen. Frischer Wind. Und spätestens beim Song "El Rey Tiburón" möchte man die Arme lockern und die Hüften schwingen. Mutig mixt Maná zackig spritzige Lyrik mit bewährtem Salsa-Temperament, einer Prise Santana und untypischer Leichtigkeit. Das Ergebnis ist ein sommerhitverdächtiger Cha-Cha-Cha.

Auch ihr letztes Lied "Relax" ist eine angenehme Überraschung. Mit der tiefen Stimme des Gitarristen Sergio Vallín und sanften Synthesizer-Sounds hat sich die Band geschickt aus der musikalischen Sackgasse herausmanövriert. Trotzdem sind sie einem Grundsatz treu geblieben: Sie singen auch nach zwanzig Jahren Bandgeschichte und 19 Millionen verkauften Platten weiter auf Spanisch. Und das möge auch so bleiben.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.