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Musik: Jacko ließ sich feiern

Das Publikum bekam im ausverkauften Madison Square Garden in New York eine erstklassige Show geboten. Zahlreiche hochkarätige Prominente feierten mit Michael Jackson sein 30-jähriges Bühnen-Jubiläum.

Mit einem gewaltigen Aufgebot von Stars an seiner Seite hat der immer noch von vielen als Pop-Ikone verehrte Michael Jackson in New York seine vor drei Jahrzehnten begonnene Solo-Karriere gefeiert. Zu dem groß angekündigten Auftakt für ein Comeback nach jahrelanger Abwesenheit von der Bühne geriet die Show im Madison Square Garden jedoch nicht.

Jacko kann's immer noch

Jacksons berühmte und einst enorm dynamischen »Zappeltanz- Nummern« schienen dem inzwischen 43-Jährigen jetzt Mühe und kaum noch Spaß zu bereiten. Sein von vermeintlichen Schönheitsoperationen entstelltes Gesicht schien noch weniger als früher zur Mimik fähig. Allerdings strafte Jackson solo und an der Seite von weitaus jüngeren Stars wie Britney Spears Unkenrufe Lügen, wonach er nicht mehr fit für große Live-Auftritte sei.

Alte Hits überzeugten

Am weitaus größten war der Beifall als Jackson Hits wie »Billy Jean«, »Beat it« und »Black and White« anstimmte. Dagegen wurde »You Rock My World« - die erste Single von seiner neuen Platte - eher verhalten aufgenommen. Das Album »Invincible« soll Ende Oktober auf den Markt kommen.

Dringend benötigte Konzerteinnahmen

Geld soll auch bei der Entscheidung für seinen durchaus riskanten Comeback-Versuch eine Rolle gespielt haben. Nach Angaben der »New York Post« ist Jackson wegen eines verschwenderischen Lebensstils mit rund acht Millionen Dollar Ausgaben im Monat in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Immerhin kam wieder einiges in die Kasse: Die Karten zwischen 45 und 2500 Dollar fanden ebenso ihren Abnehmer wie Tickets für 20.000 Dollar, die dem Besitzer Zugang zur Champagner-Party nach der Show verschafften.

Zahlreiche Stars feierten mit

Ungeachtet finanzieller Sorgen genoss der Star des Abends die inszenierten Huldigungen sichtlich. Liza Minelli versprach ihm in den Worten eines seiner Songs »You Are Not Alone«. Das bestätigten ihm auch Stars wie die Damen von Destiny's Child, Gladys Knight, Yoko Ono, Ray Charles, Whitney Houston, Al Jarreau und Eminem. Dass Jackson mit dem Konzert seinen längst in Frage gestellten Ruf als »König des Pop« auffrischen konnte, bezweifelten US-Kritiker. Im Fernsehsender ABC lästerte einer gar, er sei inzwischen vielleicht eher ein »König des Flop«.