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Zeichen für Gleichberechtigung: Nicki Minaj sagt ihren Auftritt in Saudi-Arabien aus Protest ab

Der Auftritt von Nicki Minaj in Saudi-Arabien war umstritten. Aus Protest gegen Menschenrechtsverletzungen in dem konservativen Königreich sagt sie das Konzert nun ab. Sie will damit eine Zeichen für die Rechte von Frauen, Homosexuellen und die Meinungsfreiheit setzen.

Nicki Minaj in einem kurzen rosa Kleid mit Straßsteinen bei der Met-Gala 2019

Nicki Minaj bei der Met-Gala 2019

AFP

Die Arbeit der Human Rights Foundation scheint Früchte zu tragen: Musikstar Nicki Minaj (36, "Megatron") hat ihren Auftritt beim Jeddah World Fest am 18. Juli in Saudi-Arabien abgesagt. Nachdem die Menschenrechtsorganisation die Sängerin vor wenigen Tagen darum gebeten hat, den geplanten Festival-Gig abzublasen, zeigt sich die 36-Jährige nun einsichtig. "Nach sorgfältigen Überlegungen habe ich beschlossen, nicht länger an meinem geplanten Konzert beim Jeddah World Fest festzuhalten", lässt Minaj in einem Statement verlauten.

Zwar würde sie ihren Fans in Saudi-Arabien liebend gern ihre Show präsentieren, doch sie könne nicht. Sie habe sich über die politische Lage in dem Land informiert und sei zu dem Entschluss gekommen, dass ihr Nicht-Erscheinen deutlich mehr bezwecken könne. "Ich möchte meine Unterstützung für die Rechte der Frauen, der LGBTQ-Gemeinschaft und der Meinungsfreiheit deutlich machen", sagt sie.

Politik soll nicht unterstützt werden

Nachdem die 36-Jährige von den Veranstaltern des Musikfestivals als Headliner bekannt gegeben wurde, wurden zahlreiche Stimmen laut. Die einen protestierten dagegen, dass Minajs freizügige Art keinesfalls den ultrakonservativen Ansichten des Landes entsprechen würde. Die anderen wollten die Künstlerin davon abhalten, die homosexuellen- und frauenfeindliche Politik mit ihrem geplanten Auftritt zu unterstützen. Dies scheinen sie nun geschafft zu haben. 

Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Zustände im erzkonservativen Saudi-Arabien immer wieder scharf. So hat Amnesty International Riad vorgeworfen, hart gegen Regierungsgegner vorzugehen. Für Frauen gelten in dem Land strikte Beschränkungen. Zuletzt hatte der umstrittene Kronprinz Mohammed bin Salman in gewissen Bereichen eine Liberalisierung angestoßen, unter anderem in der Unterhaltungsindustrie. So hat Saudi-Arabien mittlrweile immerhin Kinos erlaubt.

fis / SpotOnNews / AFP
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