Opernstar im Interview Anna Netrebko durchlebte schwere Krise


Anna Netrebko ist ein weltweit gefeierter Opernstar - aber vor zwei Jahren wurde ihr alles zuviel. Im Interview mit dem stern erzählt sie von ihrer damaligen Krise, über Popstars, Bodyguards und wie sie sich abends entspannt.

Die gefeierte Opernsängerin Anna Netrebko durchlebte vor zwei Jahren eine so schwere Krise, dass sie eine Auszeit nehmen musste. "Es war an einem Punkt einfach zu viel für mich", bekannte die heute 35-Jährige in einem Interview mit dem stern. "Sehr viele Auftritte, sehr viele Interviews und Werbung, das kam alles zusammen. Ich habe mir dann einen Monat frei genommen und einfach gar nichts gemacht, keine Musik, keine Auftritte."

Im stern-Interview mit Netrebko und ihrem Bühnenpartner Rolando Villazon sprach die Diva auch freimütig über Versagensängste und Panikanfälle. "Einmal in Wien, ich hatte nur eine Probe, und in der Nacht vor der Premiere saß ich in meinem Hotelzimmer und zitterte nur noch. Ich dachte, okay, das war's jetzt. Ich kann nicht singen, ich treffe keine Note, ich fahre morgen nach Hause. Am nächsten Tag war die Stimme wieder da."

Trotz ihrer großen Popularität empfindet sich keiner der beiden Sänger als Popstars. Villazon zum stern: Popstars würden von Paparazzi gejagt, "brauchen Bodygards und wir nicht". Netrebko sieht noch einen anderen Unterschied: "Popstars haben mehr Geld."

Die Sopranistin bekundete auch ihre Affinität zur Popmusik. Nach einem Probentag höre sie zu Hause "bestimmt keine klassische Musik mehr". Sie entspannt sich bei Pop von Christina Aguilera oder bei Rock der US-Band Greenday.

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