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"The Dark Side of the Moon" Pink-Floyd-Fans ärgern sich über Regenbogen-Cover – und zeigen damit, wie schlecht sie die Band kennen

Pink-Floyd-Sänger David Gilmour bei einem Solo-Konzert 2015. Die Texte für "The Dark Side of the Moon" schrieb sein Co-Sänger Roger Waters, der die Band später verließ.
Pink-Floyd-Sänger David Gilmour bei einem Solo-Konzert 2015. Die Texte für "The Dark Side of the Moon" schrieb sein Co-Sänger Roger Waters, der die Band später verließ.
© ZUMA Wire / Imago Images
Zum 50. Jubiläum ihres Albums "The Dark Side of the Moon" bringen Pink Floyd die Platte als Sonderedition heraus. Einige Fans stören sich am Regenbogen, den die Band für das Logo zu diesem Anlass verwendet.

Pink Floyd blicken auf eine lange und bewegte Karriere zurück: Die Band gibt es seit 1965, ihren großen Durchbruch erlebte sie allerdings vor 50 Jahren. 1973 erschien das Album "The Dark Side of the Moon", das zu einem Mega-Erfolg wurde. In der Liste der weltweit meistverkauften Alben steht die Platte auf Platz drei, hinter "Back in Black" von AC/DC und "Thriller" von Michael Jackson.

Zum 50. Jubiläum veröffentlicht die Rockband das Kultalbum noch einmal als Sonderedition, das Ende März erscheinen soll. Dafür rührt die Gruppe bereits jetzt mächtig die Werbetrommel, für die Neuveröffentlichung wurde auch ein neues Logo entworfen. Darauf zu sehen: ein Regenbogen. Und das bringt viele Fans von Pink Floyd ziemlich auf die Palme.

Denn schließlich hat der Regenbogen als Symbol der LGBTQI+-Community in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten eine beachtliche Karriere gemacht. Immer wieder wird er als Zeichen für Diversität und Vielfalt verwendet und löst mitunter auch gesellschaftliche Diskussionen aus.

Vielen Pink-Floyd-Fans war das offenbar gar nicht recht: Sie unterstellten ihrer Lieblingsband, sich dem "woken" Zeitgeist anzupassen. "Ich brauche keine liberale Agenda", schrieb jemand der Band auf Facebook. "Ich bin seit 63 Jahren Fan, aber höre euch nie wieder." Andere Kommentare schlugen in die gleiche Kerbe.

Nun sind Pink Floyd seit vielen Jahrzehnten im Musik-Business und haben nahezu alles erlebt von großen Erfolgen bis zu tiefen Verwerfungen innerhalb der Band – doch sich einmal vor den eigenen Fans wegen eines Regenbogens im Zusammenhang mit "The Dark Side of the Moon" rechtfertigen zu müssen, damit hätten wohl auch sie nicht gerechnet.

Denn schon auf der Originalveröffentlichung aus dem Jahr 1973 sind die Farben zu sehen. Das Motiv, über das sich einige Fans aufregen, ist also 50 Jahre alt – und keine Anbiederung an einen Zeitgeist, sondern eine Referenz an den größten Erfolg der Bandgeschichte.

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Kein Wunder, dass sich einige (echte) Fans an den Kopf fassen. "Stell dir vor, du behauptest, länger Pink-Floyd-Fan zu sein als ich auf der Welt bin, und weißt nichts über sie", schreibt jemand in der Facebook-Kommentarspalte unter dem Post zum neuen Logo. Und jemand anders scherzt: "Einige haben 'We don't need no education' zu wörtlich genommen." Hoffentlich verstehen die aufgebrachten Fans zumindest diese Anspielung.

Quelle: Pink Floyd auf Facebook

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