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Sophia: Melancholische Lebensbetrachtungen

Zehn neue Songs von Robin Proper-Sheppards Band Sophia: Mit Akustikgitarre, Streichern und Klavier eingespielt, wird mal wütend gerockt, mal mit schmerzvollen Melodien die Sinnlosigkeit des Lebens besungen.

Schon dem Album-Cover des neuen Werks von Sophia ist die Trostlosigkeit und Depression anzusehen, die in den zehn Songs auf "People Are Like Seasons" liegen. Unter dem Pseudonym Sophia hat der Wahl-Londoner Robin Proper-Sheppard neuerdings auch versöhnliche Worte zu verkünden, doch nach wie vor betrachtet der Amerikaner das Leben als melancholischen Lebenszyklus, wie er mit den Worten "Life Is A Bitch And Then You Die" in dem Song "If A Change Is Gonna Come" wütend ins Mikrofon schreit. Der Querdenker und Eigenbrödler gründete zusammen mit zwei Freunden aus San Diego Anfang der 90er Jahre die US-Kult-Rockband The God Machine. Nach dem tragischen Tod eines Bandmitglieds löste sich das Trio auf.

Proper-Sheppard beschloss mit seiner Tochter in London zu bleiben und produzierte ausschließlich für Bands der Underground-Post-Hardcore-Szene. Mitte der 90er Jahre veröffentlichte er mit ein paar Musikern unter dem Namen Sophia sein erstes Werk "Fixed Water", auf dem er in äußerst schmerzvollen, morbiden Songs vom Verlust und Seelenqualen erzählte. Erst sein neuestes Werk "People Like Seasons" begeisterte die Kritiker. Die zehn Songs sind mit Akustikgitarre, Streichern und Klavier eingespielt, auf dem der notorisch deprimierte Musiker wütend rockt, aber auch erschütternd mit schmerzvollen Melodien an die Sinnlosigkeit des Lebens erinnert.

Claudia Ziemer, AP

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