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Boyband Vor 25 Jahren trennte sich Take That – und Millionen Teenagerherzen brachen

Take That
Take That zu Beginn der Karriere – vor knapp 30 Jahren
© Neil Munns / Picture Alliance
Der 13. Februar 1996 war ein schwarzer Tag für ihre Fans. Die Boyband Take That gab live die Trennung bekannt. Das Aus sorgte für ein Tränenmeer.

Heute vor 25 Jahren flossen Teenagertränen auf der ganzen Welt in Strömen. Take That, für viele die Boyband überhaupt, hatte ihre Trennung bekannt gegeben. "How deep is your love?" sang die Band einst – wie deep die Liebe der Fans tatsächlich war, zeigte sich unmittelbar. Die Musiksender erlebten einen regelrechten Telefonterror, das Magazin "Bravo" richtete eine Notfall-Hotline ein und auch in Großbritannien musste eine Stiftung Anhänger der Band trösten, die drohten, ohne die Band nicht weiterleben zu wollen.

Dass es innerhalb der Gruppe kräftig knirschte, war nicht neu. Schon länger hatten die Medien darüber spekuliert, wie lange die Band um Gary Barlow wohl noch gemeinsam auf der Bühne stehen würde. Am 13. Februar 1996 legte der Bandleader dann die Karten auf den Tisch. "Ab heute ist es vorbei", sagte der damals 25-Jährige bei einer Pressekonferenz, die live übertragen wurde. Die Gerüchte seien wahr.

Trennung von Take That an Robbie Williams' Geburtstag

Bereits ein gutes halbes Jahr zuvor hatte das Küken der Band und Publikumsliebling, Robbie Williams, das Handtuch geworfen. Williams kämpfte mit Drogen- und Alkoholproblemen, der Druck sei zu groß geworden. Barlow, Howard Donald, Jason Orange und Mark Owen machten als Quartett weiter. Doch die Luft war raus. Die Wahl des Tages zur Bekanntgabe der Auflösung passte wie die Faust aufs Auge, denn er fiel auf Williams' Geburtstag.

Take That, das war eine Popband aus der Konserve. Zusammengecastet von Manager Nigel Martin-Smith. Sie sollten die britische Antwort auf die US-Band "New Kids on the Block" werden. Das war 1989. Und obwohl es bis zum Durchbruch drei Jahre dauerte, kam der Erfolg dann mit voller Wucht. Take That wurde im gleichen Atemzug mit den Beatles genannt, bei den Auftritten fielen Fans reihenweise in Ohnmacht.

Take that 1993

Comeback nach fast einem Jahrzehnt

Das Ende von Take That löste eine Schockwelle aus. Selbst die Ansage, dass sie zwar fortan nicht mehr gemeinsam, aber trotzdem als Solo-Künstler unterwegs sein wollten, konnte die Schmerzen der Fans kaum lindern. Der Erfolg blieb aus. Nur Williams, das einstige Enfant terrible der Band, machte auch solo Karriere.

2005 kehrte Take That wieder vereint und "Back for Good" auf die Bühne zurück. Heute sind die Fünf, die einst die Teenie-Herzen höherschlagen ließen, angegraut. Sie sind Familienväter um die 50, der Hype um die einstmals größte Boyband der 1990er-Jahre längst vorbei. Jason Orange hat sich inzwischen komplett aus dem Rampenlicht zurückgezogen, galt jahrelang als verschollen. Robbie Williams hat sich mit den Kollegen versöhnt, aber auch er ist nur hin und wieder mit von der Partie. Aus den glorreichen Fünf ist inzwischen ein Trio mit Zusatzoptionen geworden.

tpo dpa

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