HOME

"Das Supertalent 2011": Mini-Michael gegen "Flagman"

Ob Mini-Michaels, blinde Gesangstalente oder furchteinflößende Todesengel: Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart und Motsie Mabuse durften bei "Das Supertalent" wieder einmal über das Wohl und Weh vieler begabter und weniger talentierter Kandidaten entscheiden.

Kinderbonus oder wahres Talent? Der fünfjährige Vincenzo Kwiek führt bei "Das Supertalent 2011" eine Michael-Jackson-Performance auf und sorgt bei der Jury für Begeisterung. "Ich würde dich am liebsten einpacken und mitnehmen. Das war toll", findet Motsi Mabuse. Auch Dieter Bohlen und Sylvie van der Vaart geben dem Jungen ein Ja.

Leonie Neubert zieht das Publikum hingegen sowohl mit ihrem Gesangtalent als auch mit ihrer Geschichte in den Bann. Seit einer Gehirnentzündung, die sie als Baby durchstand, ist die 28-Jährige schwer sehbehindert und erleidet öfter Krampfanfälle. Auf der Bühne ist davon allerdings nichts zu spüren. Mit klarer Stimme singt die Kandidatin "O Mio Babbino Caro" und sichert sich den Einzug in die nächste Runde.

Ob ihm zum Studieren noch Zeit bleibt? Albert Tröbinger aus dem österreichischen Graz verzaubert seine Zuschauer mit der Illusion eines frei im Raum stehenden Reifens. Das Jonglieren hat sich der 23-jährige Student selbst beigebracht, nun zahlt sich die Mühe aus: Er ist eine Runde weiter.

"Flagman", Jumpstyle, Gothic

Jumpstyle - dafür schlägt das Herz des 38-jährigen Markus Ernst aus Oberhausen. Doch Dieter Bohlen treibt dem Kandidaten schnell die Flausen aus dem Kopf: "Jeder Schlagbohrer hat mehr Rhythmusgefühl als du" - damit zerschlagen sich Markus' Hoffnungen auf ein Weiterkommen.

Er ist der "Flagman": Scheinbar mühelos "weht" der Akrobat Dominic Lacasse aus Kanada wie eine Flagge im 90-Grad-Winkel an einer Stange. Für so viel Körperbeherrschung wird der 36-Jährige mit drei Ja-Stimmen von der Jury belohnt.

Einem der skurrilsten Acts des Abends ist kein Erfolg beschieden: Die Gothic-Band Death Angel, bestehend aus Marlen König und Lisa-Ann Stingacin, erntet von der Jury nur Kritik. Ein Auftritt im Pflegeheim reicht eben nicht als Vorbereitung auf die große Karriere

Daniel Lopes versucht's nochmal

Castingshow-Fans dürfte folgender Kandidat nicht unbekannt sein: Daniel Lopes versuchte sein Glück bereits bei der ersten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar". Nun hofft der 34-Jährige auf eine zweite Chance. Mit "How Am I Supposed To Live Without You" von Michael Bolton haut der Brasilianer Jury und Publikum um und schafft es in die nächste Runde.

Auch ein Showgirl hat einmal ausgedient: Eulette Rose Allen aus Wien will mit Gesang und Tanz an alte Erfolge anknüpfen, scheitert jedoch am harten Urteil der Jury. Dieter Bohlen rät der 55-Jährigen, einfach zuhause weiterzumachen.

Nicht nur optisch eine angenehme Erscheinung: Sylvia Amaru interpretiert "Für Dich" von Yvonne Catterfeld so gefühlvoll, dass sie trotz eines kleinen Texthängers die gesamte Jury auf ihrer Seite hat. Sylvie van der Vaart vergleicht die 20-Jährige gar mit einem Engel.

Rausflieger gab es auch

So klangvoll wie sein Name ist seine Performance leider nicht: Andrea Alessandro Antonio Fargnoli aus Essen begleitet sich zu "Mary Jane" von Jürgen Peter selbst am Keyboard, kann damit aber nicht bei den Juroren punkten. Der Alleinunterhalter bekommt kein Ticket in die nächste Runde.

Trotz seiner 48 Jahre ist der Berliner Kai Eikermann erstaunlich beweglich. Als einer der ersten Breakdancer Deutschlands kombiniert er sein Tanztalent heute mit Körperkomik und gewinnt so die Zustimmung der Jury.

Wette verloren, sich bei "Das Supertalent" zum Affen machen: Bis auf sein "Schnorzel-Geräusch" hat Dirk Dittmar nichts zu bieten. Er selbst gibt zu "Ich habe kein Talent".

hw/mlr