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"Doctor's Diary": Doktorspielchen à la Bridget Jones

Auf RTL läuft bereits die sechste Episode der deutschen Fernsehproduktion "Doctor's Diary - Männer sind die beste Medizin". Ein Phänomen, denn in letzter Zeit wurden Serien "made in Germany" wegen geringer Einschaltquoten meist schnell wieder abgesetzt. Was ist dran am neuen Wagemut des Senders?

Von Annabel von Gemmingen

Gretchen Haase hat es nicht leicht: Die junge Ärztin hat ein Händchen dafür, in ihrem Liebesleben die falschen Entscheidungen zu treffen. Darum hat sie noch nicht herausgefunden, welcher ihrer beiden männlichen Kollegen - Dr. Meier oder Dr. Khaan - ihr Herzensmann sein könnte. Und weil die Chirurgin mit Ende zwanzig immernoch nicht unter der Haube ist, sitzt ihr zu allem Überfluss ihre gluckenhafte Mutter im Nacken. Die macht gerade eine Ehekrise durch.

Nein, Gretchen hat es wahrlich nicht leicht, darum isst sie viel und schreibt Tagebuch. Das Beruhigende: Anderen Frauen geht es genauso wie ihr. Bridget Jones zum Beispiel. Die hat auch Sorge, als alte Jungfer sterben zu müssen. Und wenn sie nicht gerade mit dem falschen von zwei Männern ausgeht, schlägt sie sich mit ihrer nervtötenden Mutter herum. Die zweifelt zwar zwischenzeitlich selbst an der Ehe, sieht für ihre Tochter aber keinen anderen Lösungsweg. Klar, dass Bridget da manchmal ausrastet. Dann ergießt sie sich mit Tinte und Schokoladenkrümeln in ihr Tagebuch.

Von allem ein bisschen

Klingt irgendwie gleich? Ist es auch, denn die Macher der deutschen Fernsehserie "Doctor's Diary" haben sich bei ihrer Story um Dr. Gretchen Haase kräftig beim Kinofilm "Bridget Jones" bedient. Original und Fälschung also? So einfach ist es nicht, denn auch mit zahlreichen Fernsehserien, die hierzulande über die Bildschirme geflackert sind, lassen sich Gemeinsamkeiten entdecken: Wie Gretchen Haase hat auch die junge Assistenzärztin Meredith Grey aus der erfolgreichen US-amerikanischen Krankenhausserie "Grey's Anatomy" Schwierigkeiten damit, Berufs- und Privatleben von einander zu trennen. Und die beiden Gretchen-Blender Dr. Kaahn (der Sensible) und Dr. Meier (der höchst Unsensible) haben charakterlich erstaunlich viel Ähnlichkeit mit den beiden männlichen Hauptdarstellern aus der Arztserie "Nip/Tuck".

Auch zur deutschen Telenovela "Verliebt in Berlin", die ja selbst schon eine Adaption der kolumbianischen Erfolgsserie "Betty La Fea" war, lassen sich Parallelen ziehen: Die minimal übergewichtige Gretchen hatte eine schwere Kindheit, weil sie Zahnspangenträgerin war, Pummelchen Lisa hat wegen der hässlichen Panzerkette im Gesicht ein schweres Erwachsenendasein.

Im Grunde genommen ist "Doctor's Diary" also keine bloße Adaption, sondern ein regelrechtes Mosaik aus internationalen, vornehmlich US-amerikanischen Film- und Fernsehvorbildern. In neuer Zusammensetzung ergeben sie eine Geschichte "made in Germany", die Geschichte von Dr. Gretchen Haase.

Serien wie Eintagsfliegen

Das Baukastenprinzip scheint aufzugehen: "Doctor's Diary" geht bereits in die sechste Woche, zwei Folgen stehen noch aus, bis die Staffel ihr reguläres Ende erreicht hat. Gemessen an dem Schicksal anderer deutscher Serienproduktionen, ist das schon beinahe preisverdächtig, denn in der jüngsten Vergangenheit glich die Lebenserwartung deutscher Serien eher der von Eintagsfliegen.

Allein RTL hat in den letzten zwei Jahren zahlreiche deutsche Serien ins Abendprogramm gehievt, nur um sie schon bald wieder hinauszubefördern - weil ihr Marktanteil hinter den Sendererwartungen zurückblieb. Drastischstes Beispiel in diesem Jahr war wohl die aufwendig gemachte Serie "Die Anwälte": Nach nur einer ausgestrahlten Folge, wurde die Serie aus dem Programm genommen.

Über eine zweite Staffel wird bereits nachgedacht

Wenn es sich bei den Serienflops um Eigenproduktionen handelt, ist das für die Fernsehsender besonders bitter. Insofern war die im Auftrag von RTL produzierte Serie "Doctor's Diary" ein Wagnis, denn RTL hat wahrlich keine langjährige Expertise im Genre der Arztserien: Neben der quotenmäßig gelungenen Serie "Dr. Stefan Frank" ist "Doctor's Diary" erst der vierte "medizinische" Selbstversuch des Senders.

Schon jetzt kann er als nachahmenswert angesehen werden: Zwar brach "Doctor's Diary" nach dem erfolgreichen Start mit einer Doppelfolge etwas ein, in der vierten Sendewoche schaffte sie aber in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wieder einen Marktanteil von 16,5 Prozent. Damit konnte sie ihren anfänglichen Marktanteil von 16,3 Prozent sogar noch überbieten. In der vergangenen Woche schalteten immerhin noch 15,3 Prozent in der Zielgruppe ein. Abgehängt wurde die fünfte Gretchen-Episode nur noch von dem zeitgleich auf Sat.1 ausgestrahlten Film "Mr. Deeds".

Bei RTL ist man optimistisch, dass auch die letzten zwei Episoden für die Zuschauer ein Grund zum Einschalten sein werden. Über eine zweite Staffel wird bereits nachgedacht, verbindlich dazu äußern möchte sich der Sender aber noch nicht. "Die endgültige Entscheidung wird erst nach dem Ende der ersten Staffel getroffen", sagte RTL-Sprecher Claus Richter auf Anfrage von stern.de, die Chancen für eine Fortsetzung stünden aber gut. Bereits am 18. August - nur eine Woche nach Serienende - will RTL die gesamte Staffel als DVD auf den Markt bringen. Nachfrage besteht genug.

Der Reiz des Altbekannten

Dabei ist die Serie "Doctor's Diary" eigentlich nur durchschnittlich: Die Story ist nicht neu, die Charaktere erst recht nicht und die Witze bewegen sich auf einer Spannbreite von intelligent bis flach. Die schauspielerische Leistung ist zwar gut, mehr aber auch nicht.

Vielleicht ist es aber genau das, wonach sich die Fernsehzuschauer, vornehmlich das angesprochene weibliche Publikum, schon seit geraumer Zeit gesehnt haben: Nach einer soliden, durchschnittlichen und leicht verdaulichen Serie, in der eine normal aussehende Frau mit ihren ganz alltäglichen Problemen kämpft und dabei nicht allzu ernst genommen werden muss. Es ist wohl der Wiedererkennungseffekt, der hier eine Rolle spielt: Die Probleme sind nicht neu, die Geschichte auch nicht, aber humorvoll überspitzt und im neuen Gewand präsentiert, behält gerade das Altbekannte seinen Reiz.

"Doctor's Diary - Männer sind die beste Medizin", montags um 20.15 Uhr auf RTL

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(