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Serien-Hit: "Game of Thrones": Darum ist der versteckte Brief so wichtig

In der aktuellen Folge von "Game of Thrones" findet eine der Hauptfiguren einen verborgenen Brief. Wir verraten, was genau darin steht - und warum die kleine Szene massive Auswirkungen haben könnte.

Neue Folgen von "Game of Thrones" will der Sender HBO möglichst lange geheim halten

Achtung: Dieser Text enthält Spoiler für sämtliche Staffeln von "Game of Thrones", inklusive der aktuellen, siebten Staffel. Wer lieber nicht wissen will, wie es weitergeht, sollte nun aufhören zu lesen.

Wie lange hatten die Zuschauer auf diesen Moment gewartet: Arya Stark betritt das erste Mal seit der ersten Staffel das Zuhause in Winterfell, fällt ihren Geschwistern Bran und Sansa in die Arme. Doch schon eine Folge später droht die Familien-Idylle schon wieder zu zerbrechen. Und Schuld daran könnten die Intrigen des hinterhältigen Kleinfingers sein.

Der sah in Arya sofort eine Bedrohung. Sansa traut dem schmierigen Lord zwar ebenfalls nicht, trotzdem schafft er es immer wieder Gehör bei ihr zu finden. Arya dagegen zeigt ihm ganz offen, dass sie nichts von ihm hält - und spioniert ihm sogar nach. Doch sie hat Kleinfinger unterschätzt.

 

Kleinfingers Falle

Statt sich auf frischer Tat erwischen zu lassen, lockt er Arya in eine Falle: Als sie ihn beobachtet, wie er einen wichtigen Brief erhält, durchsucht sie seine Gemächer danach. Nachdem sie unter der Matratze fündig wird, verschwindet sie wieder - und wird dabei von Kleinfinger aus dem Schatten beobachtet. Denn der hatte das Ganze nur für sie inszeniert.

Game of Thrones Brief Arya

Diesen Brief schrieb Sansa an Robb

Doch was genau steht in dem Brief? Die Zuschauer erhaschen nur einen Blick auf den aufgerollten Zettel, doch der reicht aus um zu erkennen: Es handelt sich um den Brief, den Sansa schon in Staffel 1 auf Druck von Königin Cersei an ihren Bruder Robb schrieb. Er sollte eigentlich dafür sorgen, dass sich die Starks unter Robbs Leitung Joffrey unterwerfen - führte dann aber zum Kriegsausbruch. Hier der Wortlaut:

Robb, ich schreibe Dir mit schwerem Herzen. Unser guter König Robert ist tot, ein Opfer seiner Wunden von der Wildschwein-Jagd. Vater ist des Verrats angeklagt. Er verschwor sich mit Roberts Brüdern gegen meinen geliebten Joffrey und versuchte, seinen Thron zu stehlen. Die Lannisters behandeln mich sehr gut und sorgen für mein Wohl. Ich flehe Dich an: Komm nach Königsmund, schwöre König Joffrey die Treue und verhindere so jeden Streit zwischen den großen Häusern Lannister und Stark. Deine treue Schwester Sansa

Für Arya muss der Brief ein Schock sein: Während ihr geliebter Vater auf die Hinrichtung wartete, bettelte ihre Schwester Robb an, dem sadistischen Joffrey Treue zu schwören. Dass Cersei sie dazu zwang und es sich, wie es der Stark-Berater Meister Luwin sofort wusste, um "die Schrift eurer Schwester, aber die Worte der Königin" handelte, kann sie nicht ahnen.

Kleinfinger dagegen weiß es genau: Er war dabei, als Sansa den Brief schrieb - und will ihn klar nutzen, um einen Keil zwischen die Schwestern zu treiben. Deshalb betonte er beim Empfang des Briefes auch, dass es sich um die einzige Kopie des Briefes handelt - und dankte dem Boten sogar im Namen Sansas. Ganz so, als wollte die den Brief vor Arya verheimlichen.

Die unterschiedlichen Schwestern

Ob sein Plan gelingt, muss sich zeigen. Die Beziehung der Stark-Töchter war nach anfänglicher Freude schnell abgekühlt. In den Jahren der Trennung haben sich die ohnehin schon sehr unterschiedlichen Mädchen noch weiter voneinander weg entwickelt. Arya machte sich schnell über das betont damenhafte Verhalten ihrer Schwester lustig, sprach sie mit "Lady Stark" an.

Während Sansa in Königsmund die Hofspiele lernte, bevorzugt Arya einen deutlich direkteren - und brutaleren - Weg, Probleme anzugehen. Im Falle des Briefes sollte sie ihre Gewohnheiten aber wohl lieber ändern - und einfach mit Sansa sprechen.

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