Felsstürze, Murenabgänge und immer mehr Lawinen kennzeichnen in jüngster Zeit das Bild der Alpen. Das immer schnellere Zurückweichen der Gletscher ist nicht nur ein sichtbarer Gradmesser für den fortschreitenden Klimawandel. Der schwindende Permafrost ist auch für die Berghütten eine Gefahr. Der Film von Lisa Röösli zeigt das am Beispiel der Schweizer Alpen und fragt dabei zugleich, welche Rolle der wachsende Tourismus dabei spielt.
Die Konkordiahütte über dem Schweizer Aletschgletscher wurde 1877 in 50 Metern Nähe über dem Gletscher gebaut. Inzwischen liegt sie fast 200 Meter über dem Eis, jedes Jahr werden neue Treppen für die Wanderer über den instabilen Fels gebaut – inzwischen 500. Die Mutthornhütte musste 2022 wegen der Bewegungen im Fels geschlossen werden und wurde bis auf die Grundmauern abgetragen. Die neue Hütte wird am 13. Juni 2026 eröffnet.
Laut der Aussagen des Schweizer Alpenclubs SAC ist ein Großteil der alpinen Hütten vom Klimawandel betroffen. In zumeist hochalpinem Gelände gelegen, sind sie von Felsrissen bis hin zum Absturz bedroht. Zudem mangelt es immer häufiger an Wasser, das sich aus Gletschern speist. An alldem ist die zunehmende Erderwärmung schuld – überdimensional in den Alpen, wo es immer mehr Seilbahnen und Versorgungshelikopter gibt. – Wie sieht die Zukunft der Alpen und ihrer Berghütten aus? Lässt sich der Verfall noch verhindern? Der 3sat-Film "Berghütten in Gefahr – Leben zwischen Gletscherschmelze und Felsstürzen" geht dem in eindrucksvollen Bildern und Statements von Experten nach.
Berghütten in Gefahr – Leben zwischen Gletscherschmelze und Felsstürzen – Mi. 20.05. – 3sat: 20.15 Uhr