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"Germany's next Topmodel" Schlammschlacht in der Wüste


Wer sagt, dass Models immer schön sein müssen? Heidi Klum tunkte ihre Kandidatinnen von Kopf bis Fuß in Dreck und machte so den Kampf um die Top Fünf zur echten Schlammschlacht. Am Ende kamen die weiter, die schon seit Monaten als Favoritinnen gehandelt werden.

Matsch, Erde, Dreck - der Kampf um eine Platzierung unter den besten Fünf entpuppte sich als wahre Schlammschlacht. Heidi Klum karrte ihre Kandidatinnen in die kalifornische Wüste und ließ sie dort als verdreckte Amazonen im knappen Lederbikini gegeneinander antreten. Das Schlammcatchen zur besten Sendezeit verfolgten rund drei Millionen Zuschauer. Die Mädchen erinnerten mit ihren schlammverschmierten Körpern eher an Moorleichen als an Models. Kandidatin Leyla lieferte eine eher durchschnittliche Leistung. Die Fotos schoss dieses Mal Gilles Bensimon, französischer Fotograf und langjähriger Creative Director der amerikanischen "Elle". Mit Models kennt sich der 66-Jährige aus: Er hatte nicht nur Claudia Schiffer, Cindy Crawford und Naomi Campbell vor der Linse, sondern war von 1985 bis 1989 mit dem australischen Supermodel Elle Macpherson verheiratet.

Neele hat mit ihrer Größe von 1,82 Metern zwar perfekte Modelmaße, nervt aber mit ihrem Getue. Nölige Stimme, übertriebene Lockerheit und hängende Mundwickel machen die Studentin aus Dresden nicht gerade zur Sympathieträgerin. Auch ihre Mitstreiterinnen Louisa und Alisar würden Neele am liebsten nach Hause schicken. Ganz anders die Fotografen: Sowohl Michel Comte als auch Gilles Bensimon attestierten der 21-Jährigen echte Modelqualitäten. Kandidatin Alisar passte sich mit ihrem Schlammkleid perfekt der Umgebung an. Wie ein Tier räkelte sich die 21-Jährige zwischen den Steinen. Sieht komisch aus, versetzte aber den Fotografen in Verzückung. "Sie ist fantastisch", schwärmte Bensimon von Alisar.

Aller Kritik zum Trotz kam Neele eine Runde weiter. Ob die 21-Jährige am Ende gewinnen wird, ist fraglich. Denn immerhin wird bei "Germany's next Topmodel" kein Laufstegtalent, sondern ein perfektes Werbegesicht gesucht. Bei allen Werbekunden fiel Neele bisher jedoch unangenehm auf. Zu plump, zu frech, zu unkonzerntriert, lautete oft das Urteil. Und, immer wieder ein ganz großer Kritikpunkt, Neele habe kein schönes Lächeln. Kann Dauergrinserin Heidi Klum so jemanden unter ihre Fittiche nehmen?

"Es ist faszinierend, dass du so weit gekommen bist", urteilte Jury-Mitglied Kristian Schuller über Louisa. Die 1,70 Meter große Blondine muss sich immer wieder anhören, sie sei zu klein und mehr eine Tänzerin als ein Model. Bei den Kunden konnte Louisa bisher allerdings überzeugen und zog auch dieses Mal einen großen Werbeauftrag für einen Joghurthersteller an Land. So viel Erfolg wurde belohnt: Louisa gehört zu den besten Fünf. Heidi Klums "Wetten, dass...?"-Entdeckung Pauline ist weiter gekommen, als viele anfangs vermuteten. In Folge 13 war nun Schluss: Pauline musste die Runde ohne Foto verlassen. Alisar und Leyla traten gemeinsam vor die Jury. Nach Heidi Klums wöchentlicher Standpauke bekam nur eine ein Foto: Alisar. Leyla schied unter Tränen aus. Damit bleiben exakt die fünf Mädchen übrig, die bereits Ende März in der "Bild"-Zeitung als Favoritinnen genannt wurden. Schöne, neue Fernsehwelt...

jum

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