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"heute-show" "Kann die Crackleiche nicht mal wer wegräumen?" Karl Lauterbach liest an ihn gerichtete Hass-Tweets vor

Karl Lauterbach in der "heute-show"
Karl Lauterbach in der "heute-show"
© Screenshot Youtube ZDF "heute-show"
In den sozialen Medien wird Karl Lauterbach oft übel angefeindet. Die "heute-show" hat das zum Anlass genommen, den Mediziner ein paar der Hass-Tweets beantworten zu lassen. 

Es ist eines der erfolgreichsten Formate der US-Late-Night-Show von Jimmy Kimmel: "Celebrities Read Mean Tweets" heißt das Showsegment, indem Kimmel berühmte Menschen Hassnachrichten gegen sie selbst vorlesen lässt. Meist glänzen die Promis durch ihre Schlagfertigkeit, oft bleibt nur ein Gefühl von Unverständnis für die Wut mancher User im Netz. Die ZDF-"heute-show" hat sich offenbar von dem Format inspirieren lassen und einen Mann in die Sendung eingeladen, dem gerade so viel Hass entgegen schlägt wie sonst nur wenigen: Karl Lauterbach. 

"heute-show": Karl Lauterbach antwortet auf Hass-Tweets

Der Politiker und Mediziner ist in der Corona-Pandemie zum entschlossensten Mahner geworden. Und er behält mit seinen Vorhersagen meistens recht - zum Unmut vieler Menschen, die sich nach Lockerungen sehnen. Besonders auf Twitter wird Lauterbach seit Monaten übel angefeindet, sogar bedroht. In der heute-show am Freitagabend stellte sich der 57-Jährige seinen anonymen Feinden im Internet: "Professor Lauterbach beantwortet ausgewählte Hass-Lyrik", hieß das Format, das Oliver Welke ankündigte.

Und es ging direkt mit einem Tweet los. "Warum läuft der eigentlich noch frei herum?", schrieb ein User, woraufhin Lauterbach konterte: "Tatsächlich habe ich meine sozialen Kontakte weitgehend eingeschränkt. "Aber es ist ein Gerücht, dass der einzige noch verbleibende soziale Kontakt Markus Lanz wäre" - etwas breiter aufgestellt ist es dann doch noch." 

"heute-show": "Kann die Crackleiche nicht mal wer wegräumen?" Karl Lauterbach liest an ihn gerichtete Hass-Tweets vor

"Kann die Crackleiche nicht mal wer wegräumen?"

Die Redaktion wählte vermutlich bewusst nicht die Tweets aus, in denen Lauterbach bedroht wird. Doch unter der Gürtellinie sind die meisten Hass-Nachrichteten gegen den Politiker. "Kann die Crackleiche nicht mal wer wegräumen?", fragte ein Nutzer, worauf der Gesundheitsexperte antwortete: "Nun ja, zunächst: Hier bin ich, ich bin keine Leiche. Ich bin noch unterwegs. Aber der ein oder andere, der sich hier nicht impfen lässt, der könnte demnächst eine Leiche sein - mit oder ohne Crack-Konsum." 

Es muss ernüchternd sein, jeden Tag Hass zu lesen, obwohl man meistens richtig liegt. Umso besser, dass Lauterbach seinen Humor offensichtlich noch nicht verloren hat.

Quelle: ZDF "heute-show"

ls

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