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"I Can See Your Voice" Publikum sitzt dicht gedrängt: Zuschauer kritisieren neue RTL-Show

"I Can See Your Voice" bei RTL
Das prominente Rate-Team sitzt weit genug voneinander entfernt, das Publikum hingegen dicht gedrängt
© Frank W. Hempel / TV Now
Ohne Abstand und ohne Masken: Bei der neuen RTL-Show "I Can See Your Voice" saß das Studio-Publikum nah beieinander. Es hagelte Kritik von den Zuschauern. Das sagt die verantwortliche Produktionsfirma.

In Südkorea ist die Show bereits ein riesiger Erfolg, nun läuft sie auch in Deutschland: Der Sender RTL strahlt das Format "I Can See Your Voice" aus. Dabei sollen ein Promi und sein Fan nur anhand von Aussehen, Performance und Lip Sync erraten, ob ein Kandidat singen kann oder nicht. In der ersten Folge trat Sänger Sascha an. Unterstützt wurde er dabei von einem fünfköpfigen Rateteam aus Tim Mälzer, Judith Rakers, Evelyn Burdecki, Jorge GonzalezundThomasHermanns. Moderiert wird die Show von Daniel Hartwich. Sascha konnte den wahren Sänger unter den sieben Kandidaten erraten und sein Fan Nicole erhielt dafür ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. 

"I Can See Your Voice": Publikum sitzt dicht gedrängt

Doch den Zuschauern fiel vor allem eines negativ auf: Der nicht eingehaltene Abstand beim Publikum. Während viele TV-Sendungen nach wie vor ohne Studiogäste stattfinden, durften bei "I Can See Your Voice" 150 Menschen teilnehmen. Diese saßen jedoch dicht gedrängt nebeneinander, ohne Masken. Sowohl die Kandidaten, als auch die Prominenten standen beziehungsweise saßen weit genug voneinander entfernt. 

Ein Sprecher der Produktionsfima "Tresor TV" sagte auf die Kritik: "Zu unserem Produktionszeitpunkt durften maximal 150 Leute zusammensitzen, solange die Rückverfolgbarkeit gegeben war. Während des Check-ins und des Einlasses mussten jederzeit 1,5 Meter Abstand gehalten werden und es gab Maskenpflicht im Foyer." 

Folgende Maßnahmen seien konkret zum Schutz vor Corona getroffen worden: 

  • Unterweisung des Publikums in die geltenden Hygienevorschriften
  • Einbahnstraßensystem bei der Publikumsführung
  • Bereitstellen von Desinfektionsmaterial für das Publikum
  • Spuckschutz an den Countern
  • Maskenpflicht und Einhalten der Sicherheitsabstände bis zum Sitzplatz
  • Führung des Publikums zum Studio in Gruppen mit entsprechendem Abstand
  • Fiebermessen des Publikums vor dem Einlass in die Mall
  • Nachvollziehbarkeit der Sitzplätze durch namentliche Registrierung pro Sitzplatz, daher kein nachträgliches Umsetzen möglich
  • Im Studio: Einhalten des gesetzlich vorgeschriebenen Abstands von 1,5 Meter zwischen Publikum und Rate-Panel
  • Nach der Aufzeichnung: Aufsetzen der Masken und Zurückführen des Publikums unter Einhaltung der Abstandsregel und natürlich mit Maske

Was allerdings nicht bedacht wurde und eigentlich auch kaum zu verhindern ist: Das Publikum hat während der Show immer wieder lautstark gejubelt und gerufen - die so freigesetzten Aerosole dürften förmlich durchs Studio geflogen sein. Zunächst ist nur eine weitere Folge von "I Can See Your Voice" geplant, die am 19. August ausgestrahlt wird. Sollte das Format während der Pandemie fortgesetzt werden, dann vielleicht auch mit Abstands-Regeln auf den Rängen.

jum

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