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Dschungel-Spezial "Perfektes Promidinner": Willkommen im Hundezwinger

Promidinner
Beim "Perfekten Promidinner" mussten die Anwesenden auf Marc Terenzi verzichten
© Jens Büchner, Sarah Jo, VOX / Franca Hoser
Beim zweiten Dschungel-Spezial vom "Perfekten Promidinner" verschlägt es die Ex-Camper in den Sado-Maso-Keller. Und Dschungelkönig Terenzi taucht bei einem Essen nicht auf.
Von Christian Franke

20 Minuten. Ungefähr so lange dauert es, bis sich Jens Büchner in einen Hundezwinger verkriecht. Der geneigte Vox-Zuschauer fragt sich: Ist das gerade der Höhepunkt meines Fernsehabends? Oder ein Tiefpunkt deutscher TV-Unterhaltung? Jens Büchner dürfte das egal sein, er fordert, dass ihm sein Wagyu-Rind bitte in den Napf vor dem Käfig geworfen werden möge. Willkommen beim "Perfekten Promidinner", Dschungel-Spezial, Folge zwei.

Nachdem in der vergangenen Woche der Rauswurf von Alexander "Honey" Keen für einen Mini-Eklat gesorgt hatte, dürfen in dieser Episode am Sonntagabend neben "Malle-Jens" Büchner noch Hanka Rackwitz, Sarah Joelle Jahnel und Dschungelkönig Marc Terenzi an den Herd. Und in den Sado-Maso-Keller.

Das kommt so: Das Quartett findet sich bei Jahnel in Köln ein, sie zeigt ihre Wohnung - und ihre beiden Schlangen. Büchner und Dschungelkönig Terenzi sind da längst als best buddies unterwegs, pubertärer 13-Jährigenhumor inklusive. Bei Schlangen, hihi, höhö, da denken die beiden doch gleich an ihre eigenen, hihi, höhö, Schlangen. Und Büchner gesteht Erotikmodel Jahnel zu: "Sie hat ihre Brüste ordentlich verpackt. Da kriege ich keinen Ärger mit meiner Frau." Er hat sein Hemd gefühlt bis zum Bauchnabel aufgeknöpft.

Rackwitz soll auf Gynäkologenstuhl Platz nehmen

Dann geht’s, zwischen Vorspeise und Hauptgang, in den SM-Keller. Wer bis jetzt den Glauben an den Anstand nicht komplett verloren hat - bitteschön. Im Untergeschoss fordern die beiden Männer (Terenzi: "Das sollte meine Keller sein") Hanka Rackwitz auf, auf einem Gynäkologenstuhl Platz zu nehmen, sie habe ja einen Termin. Die will nicht - und Büchner verzieht sich in den Zwinger. Oben am Herd definiert die Köchin währenddessen ihre eigene Rolle. Jahnel: "Eine Frau sollte sich verpflichtet fühlen, ihren Mann so oft es geht zu bekochen. Ich bestehe darauf."

Fürs Kochen hat sie sich in diesem Fall Hilfe geholt und ihr Menü sicherheitshalber von einem Profi-Koch zusammenstellen lassen. Der hat netterweise sogar die Beutel mit den Zutaten beschriftet - vom Wagyu-Rind (Schnäppchen für 360 Euro), über die Kartoffeln bis zu den Eiern. Eine Art Miracoli für Gutbetuchte. Zusammenrühren muss sie selbst. Das funktioniert überraschend gut, obwohl die Küche aussieht, als wäre sie grade erst vom Möbelhaus geliefert und in ihr noch nie gekocht worden. Für den Sieg reicht es am Ende trotzdem.

Derweil wartet man darauf, dass die Sendung irgendwie Spannung entwickelt. Stattdessen erfährt man von "Malle-Jens", dass er seine zukünftige Frau auf einem Stadtfest in Delmenhorst kennengelernt hat. Und er lässt an seiner Weisheit teilhaben. Champagner, ist sich Büchner nämlich sicher, mache alles besser. Deswegen serviert der Schlagersänger ihn als Aperitif, in der Soße des Hauptgangs und in jeder Sorte Eis, die es zum Dessert gibt. Als Zuschauer sollte man besser auch eine Flasche Schampus griffbereit haben. Oder eine Flasche Korn. Ein leichter bis mittelschwerer Rausch hätte die zweieinhalb Stunden Gekoche und Gelaber vielleicht erträglicher gemacht.

Terenzi fehlt, Büchner findet's "megascheiße"

Wahnsinnig viel zu erzählen haben sich die Ex-Camper nicht. Ein paar Anekdötchen kommen auf den Tisch, hier ein Witzchen über Rackwitz' Zwangsstörungen, da ein Spruch über Terenzis Akzent. Es ist wie bei einem Klassentreffen, nur, dass alle gemeinsamen Erlebnisse erst ein paar Wochen her sind. Und die Frage "Was machst Du so?" fällt auch weg - wissen eh alle voneinander.

Dschungel-Spezial: "Perfektes Promidinner": Willkommen im Hundezwinger

Deshalb darf der Dschungelkönig noch ein Highlight setzen. Indem er fehlt. Terenzi schafft es nicht zu Rackwitz - er habe halt so lange Autogramme geschrieben, sagt er. Heute kein König. Für die verbliebenen drei ist es, als wäre der Chef auf Dienstreise: endlich mal losledern. Büchner findet's "megascheiße". Und Rackwitz stellt klar, dass sie Terenzi nichts von ihrem Essen mitbringt: "Ich bin keine Mutti, die Tupperware füllt für Leute, die ihren Kater ausschlafen müssen".

Glücklicherweise ist Terenzi ein Mann der großen Geste, wie er bei seinem Dinner beweist. Er hat für Rackwitz eine Rose aus Alufolie gebastelt, dazu schreibt er den Spruch "You are always in my heart" auf ein Stück angekokeltes Papier. Rackwitz sieht es gelassen: "Heute macht er das für mich, morgen für fünf, sechs andere Frauen."


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