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Bilanz

"Sing meinen Song": "Verknallt" in Mary Roos: Das sind die Gewinner und Verlierer der 5. Staffel

Mit einer Duett-Folge ist am Dienstag die fünfte Staffel von "Sing meinen Song" zu Ende gegangen. Wir ziehen Bilanz: Wer hat uns überrascht - und wer enttäuscht?

"Sing meinen Song"

Die Teilnehmer der aktuellen Staffel von "Sing meinen Song": Marian Gold, Mark Forster, Mary Roos, Judith Holofernes, Johannes Strate, Leslie Clio und Rea Garvey (v.l.)

MG RTL D

Acht Dienstage lang haben sie bei " " gegenseitig ihre Lieder interpretiert, Geschichten aus ihrem Privatleben erzählt, zusammen angestoßen - und dabei sich und uns eine schöne Zeit bereitet. Show-Host Mark Forster und seinen Gästen Marian Gold, Mary Roos, Judith Holofernes, Johannes Strate, Leslie Clio und Rea Garvey gebührt dafür zuallererst ein Dankeschön. 

Nicht alle Teilnehmer haben die Chance in gleichem Maße genutzt, in den acht Wochen auf ganzer Linie zu überzeugen. Wir ziehen Bilanz und küren Gewinner wie Verlierer der aktuellen Staffel.

Leslie Clio nutzte "Sing meinen Song"

Bei den Siegern muss zuallererst genannt werden. Vor Beginn der aktuellen Staffel dürfte die 31-Jährige nur den wenigsten Zuschauern bekannt gewesen sein. Nachdem sie sich bei "Sing meinen Song" vor durchschnittlich rund zwei Millionen Fernsehzuschauern präsentieren durfte, sieht die Sache anders aus: Clio zeigte ihr enormes musikalisches Potenzial, mit dem sie die Songs ihrer Kollegen in etwas Neues, Eigenes verwandelt hat. Dazu verfügt sie über eine beeindruckende, soulige Stimme. Abseits der Bühne gab sie sich eher introvertiert, was ihre musikalischen Ausbrüche umso überraschender machte.

Was bleibt übrig, wenn man bei Alphaville die Synthesizer wegnimmt? Diese Frage werden sich vor Beginn der Show viele Fans gestellt haben. Die Antwort: eine beeindruckende Stimme, die mehr mit der Erdigkeit des Blues gemein hat als mit 80er-Jahre-Pop. hat musikalisch am meisten überrascht. Dazu gab er in den Gesprächen auf dem Sofa spannende Einblicke in sein Leben. Vor allem die Geschichten aus den Jahren, bevor er mit Alphaville berühmt wurde und sich in Berlin ohne festes Dach über dem Kopf durchschlug, berührten. 

Rea Garvey und Mary Roos gewannen Sympathien

Auch konnte die Chance nutzen, sich dem Publikum in entspannter Atmosphäre zu präsentieren. Wer mit seiner Musik vorher nichts anfangen konnte, wird durch "Sing meinen Song" nicht zum Fan geworden sein. Aber wer nach diesen acht Folgen nicht den dringenden Wunsch verspürt, mit dem grundsympathischen Iren ein paar Biere trinken zu gehen, dem ist auch nicht zu helfen.

Natürlich darf auch ihr Name bei den Gewinnern nicht fehlen: bezauberte sämtliche anwesenden Künstler - und vermutlich auch einen Großteil des Publikums. Wer sie vorher für eine Schlager-Trulla gehalten hat, wird sein vorschnelles Urteil bereuen: Sie ist eine Künstlerin ersten Ranges, die von Chanson bis Jazz eine große Bandbreite beherrscht und auch mit ihren 69 Jahren im Kopf beweglicher und neugieriger ist, als so mancher 20-Jähriger.

Sie blieben blass

Ein bisschen mehr erwartet hätten wir uns dagegen von Judith Holofernes. Sie gehört zu den talentiertesten deutschen Musikerinnen des 21. Jahrhunderts. Davon war bei ihren Performances leider wenig zu sehen, fast alle Songs klangen bei ihr sehr ähnlich.

Leider ist auch von Revolverheld-Sänger Johannes Strate wenig hängen geblieben. Auf der Bühne zeigte er zwar, dass er ein Vollblutmusiker ist, in den Gesprächsrunden blieb er dagegen blass. Während er davon fabulierte, dass seine Band ja "Haltung" zeige, ließ er genau das vermissen.

Da Mark Forster bereits im vergangenen Jahr bei "Sing meinen Song" mitgemacht hat, fällt er hier aus der Wertung.

Insgesamt eine Zusammenstellung, die viel besser funktioniert hat, als man das beim Anblick der Namen vorher gedacht hätte. Auch deshalb ist es eine gute Nachricht, dass Vox unmittelbar nach dem Ende dieser Staffel bekannt gab, dass "Sing meinen Song" im kommenden Frühjahr in eine neue Runde geht.

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo