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"Sing meinen Song", 2. Folge: Wie Rea Garvey wegen einiger Kondome in den Knast kam

In der zweiten Folge von "Sing meinen Song" dreht sich alles um die Musik von Rea Garvey. Der erzählte ein Paar wilde Geschichten aus seiner Jugend - und brachte seine Mitstreiter anschließend zum Tanzen.

"Sing meinen Song"

Im Mittelpunkt der zweiten Folge von "Sing meinen Song" standen am Dienstag die Songs von Rea Garvey.

MG RTL D

Einen irischen Abend kündigte bei "Sing meinen Song" an. Und erklärte gleich, was er darunter versteht: "Irgendeiner erzählt etwas, das er niemals sagen wollte." Wie sich herausstellen sollte, war er selbst es, der die Runde mit Schwänken aus seiner Jugend unterhielt. 

In der zweiten Folge der Musikshow stand das Werk Garveys im Mittelpunkt, den Gastgeber Mark Forster zärtlich "unser aller Lieblingsire" nennt. Nicht jeder der anwesenden Künstler scheint jedoch ein Monsterfan seiner zu sein. Während Judith Holofernes dessen "seelenvolle, kraftvolle Musik" pries, dürfte in Leslie Clios Zuschreibung "eingängiger Radiopop" ein vergiftetes Lob stecken, ist doch die Musik des 45-Jährigen bisweilen arg gefällig und an der Grenze zur Beliebigkeit.

Rea Garvey und die Kondome

So viel man gegen die Musik sagen mag, der Typ Rea Garvey ist grundsympathisch und schafft es, eine Runde mühelos zu unterhalten. Als echter Ire ist er natürlich im Pub sozialisiert worden, "Kneipe ist für mich die Kirche", wie er sagt. Bereits als 13-Jähriger hat er dort gearbeitet. Was zu der Nachfrage verleitet: "Weil die Hände so klein sind, kann man die Gläser gut spülen, oder was?"

Später gab Garvey noch eine Geschichte aus seinem Studium zum Besten: In den 90er Jahren ist er in Irland ins Gefängnis gewandert, weil er an der Uni einen Kondomautomaten aufgestellt hat. Seine Erklärung: "Als Student willst du was in Bewegung bringen, und mir waren halt Kondome wichtig."

Marian Gold gab eine intensive Performance von "Oh My Love", Mary Roos verzauberte die Zuhörer mit "Through the eyes of a child", übersetzte "Armour" ins Deutsche und nannte das Lied "Feuer frei". Johannes Strate schnappte sich den größten Hit "Supergirl", Leslio Clio fand immerhin mit "Wild Love" einen Song, den sie genauso geschrieben hätte.

"Sing meinen Song" wie ein Pubabend

Rea Garvey stellte seine neue Single "Is it Love" vor. Und der Preis für die Performance des Abends ging an Mark Forster, der Garvey ein paar Tränchen entlockte mit seiner Interpretation von "Bow Before You", bei der er die Stimme mit dem Vocoder verzerrte.

Rea Garvey schaffte es sogar, die Musiker in Bewegung zu versetzen: Unter seiner Anleitung tanzten alle einen traditionellen irischen Céilí. Insgesamt ein rundum netter Abend, mit interessanten Gesprächen viel Musik und reichlich alkoholischen Getränken. Ganz wie ein echter Besuch in einem irischen Pub.

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