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"Sing meinen Song": Ćwiertnia war zu schwer - so kam Mark Forster zu seinem Künstlernamen

Xavier Naidoo ist weg, ansonsten ist bei "Sing mein Song" alles beim Alten geblieben. Im Mittelpunkt der ersten Folge stand die Musik von Mark Forster. Der wusste nicht nur künstlerisch zu unterhalten.

Mark Forster bei "Sing meinen Song"

Im Mittelpunkt der ersten Folge von "Sing meinen Song" stand das Werk von Mark Forster (r.).

Drei Staffeln lang lud Xavier Naidoo einen Haufen Musiker in ein nahe Kapstadt gelegenes Haus, um gemeinsam zu musizieren - als Referenz an seine südafrikanischen Wurzeln. Inzwischen ist Naidoo vor der Sonne Kapstadts unter den Schutz des Alu-Huts geflüchtet, doch "Sing meinen Song" findet weiterhin an diesem Ort statt.

"Kantig, und trotzdem flauschig" wollen die neuen Gastgeber Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss sein. Vor allem aber führen sie das bewährte Konzept fort: Jede Woche steht ein Künstler im Zentrum, dessen Musik von allen Mitgereisten interpretiert wird. Abgerundet wird das Konzept durch zwanglose Plaudereien, in denen sich die Künstler von ihrer privaten Seite zeigen.

Mark Forster privat

Zum Auftakt drehte sich alles um Mark Forster. Dessen radiotauglicher Pop erwies sich als erstaunlich vielseitig. So verwandelte Silbermond-Frontfrau Stefanie Kloß "Au revoir" in ein jazziges Chanson. Michael Patrick Kelly zeigte sich von dem sehr persönlichen "Flüsterton" beeindruckt. Unter der Ägide von Gentleman wurde aus "Ich trink auf Dich" eine amtliche Reggae-Nummer. The BossHoss machten das Bewährte und kleideten "Flash mich" in ein Western-Gewand. Moses Pelham holte sich Cassandra Steen mit auf die Bühne, die mit ihm das Liebeslied "Oh Love" performte. Mark Forster sang schließlich sein eigenes "Sowieso". Viel Lob erntete Lena Meyer-Landrut, die mit "Natalie" erstmals auf Deutsch sang.

Mindestens ebenso interessant wie die musikalischen Variationen waren die persönlichen Einblicke, die der sonst so reservierte Künstler gab. Der 33-Jährige erzählte, wie er zum Songschreiben kam: Er sei zu faul gewesen zum Klavierüben und habe deswegen eigene Melodien vor sich hin geklimpert. Eine wichtige Rolle in seinem Leben spielte seine Pilgerreise: "Das war in einer Phase meines Lebens, als ich das Gefühl hatte, dass ich nicht auf dem richtigen Weg bin. Ich wollte was anderes, hielt das aber für aussichtslos."

Der Jakobsweg brachte die entscheidende Wende

Auf dem Jakobsweg habe er sich dann vorgenommen, ernsthaft Musik zu machen. Auf diese Weise entstand eine der erfolgreichsten Musikkarrieren der letzten Jahre. Und noch etwas brachte er mit vom Jakobsweg: seinen Bart. "Das ist der Schmuck des Pilgers", wie Forster verriet.

Amüsant auch die Geschichte, wie der als Mark Ćwiertnia geborene Musiker zu seinem Künstlernamen kam. Sein Studio befand sich in der Forsterstraße, wo ihn vor Jahren ein Musikmanager besucht hat. Der fand den Nachnamen zu kompliziert und hatte den Sänger unter "Mark Forster" in seinem Handy eingespeichert. Der Name blieb.

So lernten die übrigen Künstler Mark Forster von einer neuen Seite kennen, und niemand wollte widersprechen, als ihn Gentleman mit folgenden Worten beschrieb: "Du bist echt ein nicer Dude."