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Kandidatin in RTL-Show Auma Obama: Barack Obamas große Schwester bekommt bei "Let's Dance" schwierige Aufgabe

Auma Obama, die Halbschwester von US-Präsident Barack Obama, spricht
Germanistin, Soziologin und jetzt Kandidatin bei der RTL-Show "Let's Dance":  Auma Obama, die ältere Halbschwester von US-Präsident Barack Obama
© Daniel Karmann / DPA
Auma Obama ist bei "Let's Dance" einer der großen Stars. Der Start der Show verlief für Barack Obamas Halbschwester holprig und auch in der nächsten Show wird sie es nicht leicht haben. Wer ist Auma Obama – und was ist ihre Verbindung zu Deutschland?

Sie wirkte recht zurückhaltend in der großen "Let's Dance"-Kennenlernshow am vergangenen Freitag und landete mit ihrer Bewertung von 11 Punkten im – unteren – Mittelfeld: Auf den zweiten Auftritt von Auma Obama sind wahrscheinlich viele Zuschauer der RTL-Show gespannt. Nicht nur wegen ihres berühmten Namens, sondern wohl auch, weil die 61-Jährige elegant auf dem Parkett wirkte und Tanz-Talent zu haben scheint. Es gibt also ein Steigerungspotenzial. Ihr perfektes Deutsch macht zudem neugierig auf ihren Lebenslauf. Welchen Bezug hat Obamas große Schwester also zu Deutschland?

Auma Obama entdeckte als junge Erwachsene deutsche Autoren wie Heinrich Böll und Wolfgang Borchert für sich – zunächst las sie deren Bücher auf Englisch, begann dann aber auf Deutsch zu studieren. Sie bekam ein Stipendium des deutschen Akademischen Austauschdienstes und studierte Germanistik und Soziologie in Saarbrücken, Heidelberg und Berlin, an der Uni Bayreuth wurde sie promoviert.

Sie begegnete ihrem Halbbruder Barack Obama erstmals mit 24 Jahren

Heute lebt die Kenianerin in ihrer Geburtsstadt Nairobi, der Hauptstadt des ostafrikanischen Landes. Ihre Autobiografie "Das Leben kommt immer dazwischen: Stationen einer Reise" verfasste sie ausschließlich auf Deutsch, sie war Gast in mehreren bekannten deutschen Talkshows. Mehrfach wurde sie für ihr humanitäres und soziales Engagement ausgezeichnet.

Ihr Leben wurde sogar verfilmt. Die 2012 erstmals ausgestrahlte ZDF-Doku "Die Geschichte der Auma Obama" thematisiert unter anderem ihre erste Begegnung mit Barack Obama. Das war 1984. Auma Obama war damals 24 Jahre alt, und ihr Halbbruder war alles andere als berühmt und dachte wohl nicht im Traum daran, dass er einmal Präsident der Vereinigten Staaten sein würde. Barack Obama war damals Sozialarbeiter in Chicago.

Er schrieb ihr einen Brief nach Heidelberg, sie besuchte ihn daraufhin in den USA. Später reisten sie gemeinsam durch Kenia – die große Schwester erklärte ihrem jüngeren Bruder die Geschichte der Familie.

Auma Obama muss den Langsamen Walzer tanzen

Auma Obama hat also viel erreicht, sie ist weltweit geachtet und berühmt. Bei "Let’s Dance" bringen ihr diese Leistungen allerdings wenig – hier heißt es: üben und proben, bis der Muskelkater kommt. Die Tänze sind schwierig und die Juroren Motsi Mabuse, Joachim Llambi und Jorge Gonzalez schauen nur darauf, was am Ende auf dem Parkett zu sehen ist.

In der "Let's Dance"-Show an diesem Freitag muss Auma Obama dann auch gleich eine ziemlich schwierige Aufgabe bewältigen: Mit ihrem Tanzpartner Andrzej Cibis tanzt sie den Langsamen Walzer zu "Natural Woman" von Aretha Franklin. Er gilt gemeinhin als der schwierigste Standardtanz – und wird in Tanzschulen immer fleißig geübt, weil man ihn bei Tanzveranstaltungen häufig braucht.

Und so hat Auma Obama derzeit wahrscheinlich nur eines im Sinn: in der neuen Show so gut zu tanzen, dass es mehr als 11 Punkte werden. Vor den notorisch kritischen Anmerkungen von Juror Llambi fürchtet sie sich vielleicht weniger: Der freche Herr Llambi hat es hier mit einer wortgewandten und schlagfertigen Germanistin zu tun, die ihm gut Kontra geben kann.

Quellen:RTL, "Filmportal.de"


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